Liebe Leserinnen und Leser!

 Der Nikolaustag steht vor der Tür. Besonders die kleinen Kinder sind aufgeregt. Sie stellen abends ihre Schuhe vor die Tür und können kaum vor Aufregung schlafen. In der Nacht kommt dann heimlich der Nikolaus und füllt die Schuhe mit süßen Leckereien und kleinen Geschenken.
Den Nikolaus hat es wirklich gegeben. Er lebte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts und war Bischof in der Stadt Myra (heute: Demre in der Türkei). Er soll ein Mann gewesen sein, der viel und gerne half, z.B. drei jungen Frauen. Sie hatten keine Mitgift. Ohne Mitgift keine Heirat, und ohne Ehe sah es für unverheiratete Frauen damals schlecht aus. Nikolaus warf ihnen heimlich in der Nacht Säckchen mit Gold durch das Fenster. So bewahrte er sie vor einem bösen Schicksal.
Es wird auch erzählt, dass Myra von Piraten belagert wurde. Sie nahmen die Kinder des Ortes gefangen, um sie als Sklaven zu verkaufen. Nikolaus holte die goldenen Leuchter und Kelche aus der Kirche und kaufte damit die Kinder frei.
Nikolaus hatte ein offenes Herz für Menschen in Not. Er hatte offene Hände, um die Not da zu lindern, wo er konnte. Und er war ein bescheidener Mann. Denn er half lieber heimlich. Er wollte keinen Ruhm. Noch heute erinnern die heimlich gefüllten Schuhe an seine guten Taten.
Schön, wenn wir uns vom Nikolaus anstecken lassen. Schön, wenn wir unsere Herzen und Hände öffnen für Menschen in Not. Gerade in einer Zeit, in der wir selbst oft reich beschenkt werden. Machen wir die Augen auf und schauen uns um. Es gibt viele Bereiche, wo Hilfe gebraucht wird.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Ihre Pastorin
Barbara Landa
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