
Ina Koppelin Am Anfang stand die Idee des langjährigen Kirchenvorstehers Hans-Otto Wittorf, die vor Jahren gestohlene Pforte des alten Einganges durch eine neue zu ersetzen. Diesem seinem einstigen Klassenkameraden Hans-Joachim Dörksen vorgetragenen Anliegen mochte letzterer aus grundsätzlichen Erwägungen nicht entsprechen: Die alten Rotsteinpfeiler waren marode und hätten sich mit einer neu angefertigten Pforte nicht "vertragen". Herr Dörksen plädierte für die komplette Neugestaltung des Eingangsbereiches. Der letzte von insgesamt drei hierfür erstellten Entwürfen konnte schließlich alle instanzlichen Hürden nehmen und zur Ausführungsreife gebracht werden. Parallel zu diese Entwicklung ergab eine in Absprache mit dem Baudezernat des Landeskirchen-amtes Kiel von Herrn Dörksen durchgeführte "Probe-Restaurierung" zweier Felder des historischen schmiedeeisernen Friedhofszaunes an der Nordseite der Glückstädter Straße, dass dessen noch vorhandene Substanz den Aufwand einer kompletten Restaurierung rechtfertigen würde. Fast zwingend war die Schlussfolgerung, dass der restaurierte Zaun dann auf neuen Fundamenten zu beiden Seiten des geplanten neuen Einganges aufgestellt werden müsste. Es war klar, dass die gesamte Baumaßnahme neben den ehrenamtlichen, d.h. kostenlosen Arbeitsleistungen erhebliche Mittel für die Materialbeschaffung (Granitteile, Stahl, Beton etc.) und für nicht in Eigenleistung zu erstellende Gewerke (langgestreckte Zaun-fundamente, Sandstrahl- und Verzinkungsarbeiten) erfordern würde; Mittel, die die ev.-luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt nicht aufbringen konnte. Die von Hans-Otto Wittorf und Hans-Joachim Dörksen gemeinsam angeschobene Spendenaktion war dank des in der hiesigen und teilweise auch auswärtigen Bevölkerung vorhandenen Gemeinsinns so erfolgreich, dass das im Foto auf der Titelseite gezeigte, bisher erstellte Bauwerk (die neue Pforte ist hier probehalber eingehängt) einschließlich 22 Stück aus Granit bestehender Abdeckungen für die noch zu schaffenden Fundamente des zu restaurierenden historischen Zaunes bezahlt werden konnten. Im Namen des Kirchenvorstandes danke ich an dieser Stelle allen Spendern - es sind bis Redaktionsschluss 9.700 Euro eingezahlt worden - herzlich, auch der Stadt Bad Bramstedt, die "über den kurzen Dienstweg" die Steine für die großflächige Pflasterung des Eingangsbereiches kostenlos zur Verfügung stellte. (Es sind übrigens Pflastersteine "mit Historie", die von der Straße Kieler Berg stammen.) Ein großes Dankeschön gilt allen bisher handwerklich am Bau Beteiligten, unter denen außer Kfz-Meister Hans-Joachim Dörksen die ebenfalls im Ruhestand befindlichen Handwerksmeister Karl Rieve und Detlef Harbst die Hauptlast an Verantwortung und Arbeitseinsatz trugen. Dank auch den Handwerks-betrieben aus der Metallbranche von Bad Bramstedt und Umgebung (Fa. Joachim Kahl, Bad Bramstedt, Fa. Jürgen Joh. Peschel, Hitzhusen, Fa. Hans Böhmker, Inh. Sven Lahann, Hagen), die Herrn Dörksen mit Werkzeugen und Maschinen zur Seite standen bei Problemen, die er in seiner Kellerwerkstatt nicht mit eigenen Mitteln lösen konnte. Nach Vollendung des ersten Bauabschnittes soll mit einer kleinen "Feier vor Ort" die Übergabe des Bauwerkes an die ev.-luth. Kirchengemeinde stattfinden. Zu diesem Termin - es ist Samstag, der 25. Oktober 2003, 15.00 Uhr - sind alle Sponsoren, Helfer und Gemeindeglieder herzlich eingeladen. Abschließend erlaube ich mir den leisen, doch ernst gemeinte Hinweis, dass der zweite Bauabschnitt (Restaurierung und Neu-Aufstellung des historischen schmiedeeisernen Zaunes) z. Zt. noch nicht komplett finanziert werden kann, wobei der weitaus größte Teil wiederum in Handarbeit von Herrn Dörksen ehrenamtlich, ohne dass Kosten entstehen, erbracht wird. Ich bitte um Verständnis und weiteres Mittun, auch wenn Herr Dörksen nach eigener Auskunft ein angekündigtes Vorhaben nicht wird verwirklichen können, nämlich die Namen aller Spender in eine Messingplatte einzugravieren. Es sind schon jetzt so viele Namen, dass das "Gravier-Vorhaben" jeden Rahmen bzw. jede Messingplatte sprengen würde.
Ihre
Ina Koppelin
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