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10-jähriges Bestehen der Kita Schatzkiste
Eingestellt am: 16.02.2011

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2006 Nr. 3

Gemeindebrief

Das Foto zeigt ein Kornfeld
Kornfeld


Mitteilungen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt 

Oktober - Dezember 2006



Liebe Leserin, lieber Leser

Das Foto zeigt Pastor Jörg Möller-Ehmcke
Pastor Jörg Möller-Ehmcke

    Im Sommer fuhren wir mit den Rädern durch die hügelige Endmoränenlandschaft bei Ratzeburg. Es ging vorbei an Raps- und Weizenfeldern. In den Senken gab es Wiesen, oft mit einem kleinen Tümpel darauf.
     Das Bild von den Ähren verbinde ich eng mit dieser Zeit. Wenn die Ferien da waren und wir zum Baden fuhren, dann wurden wir auch bald von den gleichmäßigen Geräuschen der Mähdrescher begleitet.
     Stoppelfelder waren nur eine kurze Zeit zu sehen. Während wir noch die freie Zeit genossen und uns von der Hitze im Wasser abkühlten, wurden die Felder schon wieder gepflügt, und das Gelb des Getreides war den dicken brauen Lehmschollen gewichen. So begann der Herbst schon mitten im Sommer.
     Für uns Jugendliche war ein warmer Sommer ein guter Sommer. Für die Landwirte machte sich dies meist eher am Ernteertrag fest.
      In diesem Jahr hatten wir mal wieder einen „richtigen“ Sommer, wie ich finde. Der Erntebericht spricht davon, dass die Getreideernte weniger schlecht als erwartet ausgefallen ist, und dass die Kartoffeln nicht so gewachsen sind, wie man gehofft hatte. Die Pommes Frites sollen in diesem Jahr kleiner werden, hörte ich.
     Für mich war es ein „richtiger“ Sommer, weil ich in diesem Jahr die alten Hügel wieder abgefahren bin: die gleichen Felder, die gleichen Geräusche und das wunderbar warme Wasser.
     Es ist als ob die Seele einmal auftanken kann, als ob ich etwas von der Wärme speichern und mit in die dunklere Jahreszeit nehmen kann.
     Wenn wir Erntedank feiern, heißt dies für mich, darauf zu schauen, was Gott uns zum Leben zur Verfügung stellt. Mitunter gibt es da eine reiche Ernte oder auch eine schöne Zeit, die wir da anführen kön-nen.
     Dann aber, so meine ich, sollten wir Gott gegenüber auch nicht verschweigen, wo wir einmal gescheitert sind, wo die Ernte ausblieb, wo es keine gute Zeit war.
     Erntedankfest ist mehr als eine Feier von Gewinnern. Wir können einmal vor Gott bringen, wie es um uns steht. Wir haben Gelegenheit zu danken oder ihn an sein Versprechen zu erinnern, uns Leben möglich zu machen.
     Wir haben das letzte Jahr sicherlich jede und jeder für sich ganz unterschiedlich erlebt.
     Die Ähren erinnern mich an einen schönen Sommer, von dessen Wärme ich noch viel mit in den Herbst nehmen möchte. Vielleicht tragen Sie solche Bilder auch in sich. Sie zu bewahren, tut der Seele gut und gibt Kraft für das Kommende.
     So wünsche ich uns einen schönen Herbst, eine gute Zeit.

Ihr

          Jörg Möller-Ehmcke