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10-jähriges Bestehen der Kita Schatzkiste
Eingestellt am: 16.02.2011

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2007 Nr. 1

2007 Nr. 1

Das Foto zeigt Konfis am Brahmsee
Konfis am Brahmsee


Mitteilungen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt 

April 2007 - Juni 2007

 



Liebe Leserin, lieber Leser,

Das Foto zeigt Pastor Rainer Rahlmeier, fotografiert von K. Ahlschwede.
Rainer Rahlmeier (Foto: K. Ahlschwede)

35 Konfirmandinnen und Konfirmanden sind auf dem Titelbild zu sehen. In den kommenden Wochen werden 138 Jugendliche in 10 Gottesdiensten konfirmiert.
Als Unterrichtende freuen wir uns darüber. Nach anderthalb Jahren mit über 60 Unterrichtsstunden, zwei Freizeiten (siehe Bericht von Sophie, S. 13), einem Konfertag, Gottesdiensten, Kerzenandachten und vielen wunderbaren Augenblicken ist die Konfirmation zum Greifen nahe.
Es wird hoffentlich ein schöner Tag mit einem festlich, fröhlichen Gottesdienst, mit viel Aufmerksamkeit und Respekt für jeden Konfirmanden und jede Konfirmandin. Ein Tag, der sich in vielem von allen anderen unterscheidet. Und, ich gebe es zu, mir ist auch ein bisschen schwer ums Herz bei dem Gedanken, Abschied nehmen zu müssen.
Es wird nicht lange dauern, bis die ersten der jetzigen Konfirmanden unter dem Helm ihres Rollers oder aus dem Auto grüßen und rufen: „Hallo, Herr Rahlmeier!“
Manche Erwachsene sind skeptisch und sagen: „Viele Jugendliche lassen sich nur des Geldes wegen konfirmieren. Die glauben doch gar nicht an Gott.“
Erinnern wir uns: Die Reformation Martin Luthers hatte das Ziel, den Glauben an Gott verständlich und öffentlich zu machen. Kinder und Erwachsene sollten verstehen und mussten deshalb unterwiesen werden, was die Inhalte unseres Glaubens sind. Das zentrale Anliegen der Reformation bestand jedoch in der Erkenntnis, dass der Glaube ein Geschenk Gottes ist und bleibt.
Die in früheren Generationen geübte Strenge beruhte auf einer Haltung, die davon ausging, dass Kinder nicht wissen, was gut und richtig ist. Deshalb mussten sie immer wie-der ermahnt und, wenn nötig, auch geschlagen werden, um ihnen den richtigen Weg zu weisen.
Diese Zeiten sind, Gott sei Dank, vorbei. Ich frage im Unterricht nach der Lebenswelt und der Wirklichkeit der Jugendlichen. Das Abenteuer des Glaubens beginnt, wenn die biblischen Bilder damit ins Gespräch gebracht werden. Das ist wichtig, denn wir leben in Zeiten, in denen Gott das am besten gehütete Geheimnis in Familie, Schule und Freizeit zu sein scheint.
Meine Erfahrung ist jedoch, dass Jugendliche sehr wohl wissen wollen, was der christliche Glaube über Leben und Tod, über Gerechtigkeit und Gewalt zu sagen hat.
Es ist ein großes Erlebnis, mit den Jugendlichen zu entdecken, dass das Wort aus dem 23. Psalm „ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich“ ja tatsächlich von ihnen und von ihrem Kummer spricht. Es ist spannend zu hören, wer und was Jugendliche im Alter von 14 Jahren zu trösten vermag. Der Psalm erzählt nicht, wie das geschieht, aber in seinen Worten ist die Gewissheit aufbewahrt, dass Gott unser Heil will.
Ich wünsche den Jugendlichen ein Umfeld, in dem Erwachsene sagen, was sie selbst glauben und woran sie zweifeln. Das hilft. Sie warten darauf – auch nach  der Konfirmation. Ich wünsche Euch Gottes Segen!


     Ihr

            Rainer Rahlmeier