Liebe Leserin, lieber Leser,

Pastor Rainer Rahlmeier (Foto: Hoffmann) auf einmal lagen sie da: riesenrote Kürbisse, Zucchini, Zierkürbisse – alle Früchte sind wunderbar anzuschauen. Es ist die Zeit der Ernte. Zufällig traf ich den Mann, der diesen Stand am Weddelbrooker Damm bestückt. Er sagte, dass es sich lohnt, weil doch viele Menschen anhalten. Sie werden angelockt durch die Farben der Früchte. Auch der Preis stimmt, und es tut so gut, dass es Stände an der Straße gibt, wo man das Geld einfach in eine Kasse legt.
Erntedank. Ein langes, kaltes Frühjahr wurde abgelöst von einer wochenlangen Trockenzeit. Wenn die Meldungen stimmen, dann sind die Erträge – zumindest im Landesdurchschnitt – auf einem sehr hohen Niveau. Wer hätte das gedacht? Wir teilen heute nicht mehr die Sorge unserer Vorfahren, ob das, was gepflanzt wird, überhaupt geerntet werden kann und ob die Ernte zum Leben reicht. Das ist gut.
Die roten Kürbisse an der Straße waren ein Signal, darüber nachzudenken: Was können wir als Kirchengemeinde dankbar zeigen? In dieser Ausgabe gibt es Bilder und Berichte von dem Besuch der tanzanischen Gäste. Das waren wichtige Wochen, weil sie unsere Welt groß gemacht haben. Es gab im Juli einen italienischen Abend, an dem Musik und Kulinarisches sich auf köstliche Weise ergänzt haben. Ich habe meinen Sohn und seinen Freund nach den Erfahrungen befragt, die sie in den Sommerferien bei Fahrten mit „der Kirche“ gesammelt haben. Es gibt bestimmt noch mehr zu entdecken, aber schon diese „drei Früchte“ leuchten wie die Kürbisse.
Es fällt uns nicht leicht, innezuhalten, zurückzublicken und dankbar zu benennen, was uns zum Leben dient. Da gibt es eine Vorsicht, die sagt: „Sicher, da gab es manches, das war gut und schön, aber müssen wir nicht die Aufgaben anpacken, die vor uns liegen?“ Ja, das müssen wir, und wir schaffen das, weil wir entscheidende Lebensmittel geschenkt bekommen. Sie wachsen und reifen wie das Korn auf dem Feld und wie die Früchte im Garten. Gott sei Dank.
Ihr
Rainer Rahlmeier
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