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Eingestellt am: 22.03.2012

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Herzlich wilkommen Antje Eddelbüttel!


Die neue Vikarin: Antje Eddelbüttel

     Auf dem langen Weg zur Pastorin folgt dem Theologiestudium an der Universität eine zweite Ausbildungsphase, das Vikariat. Antje Eddelbüttel, die neue Vikarin, wird diesen Teil der Ausbildung ab April in unserer Kirchengemeinde absolvieren. Wir, die Kollegin und Kollegen freuen uns darüber.

     Wann predigen Sie das erste Mal?
     In der Woche vor Ostern am Montag, den 6. April beginnt die Gemeindephase in Bad Bramstedt, und ich freue mich darauf, von da an in den Gottesdiensten mitzuwirken und zu predigen.

     Warum wollen Sie Pastorin werden?
     Ich bin neugierig auf die „großen“ Fragen des Lebens. Der Theologe Paul Tillich hat es so gesagt: „Theologie ist, was uns unmittelbar angeht!“ Ich hoffe deshalb auf lebendige Begegnungen mit anderen. Ich bin gespannt auf die Vielfalt der Menschen in einer großen Kirchengemeinde und auf den Raum, neue Beziehungen zu erfahren, zu wachsen und zu lernen.

     Wenn Sie Pastorin sein werden, was soll ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit sein?
     Ich bin jetzt neugierig auf die verschiedenen Arbeitsfelder, die zu dem Beruf der Pastorin gehören. Die möchte ich kennen lernen und ausprobieren. Zurzeit befinde ich mich noch in der Schulphase des Vikariats, in der ich in der Grundschule am Storchennest arbeite. Hier genieße ich den Kontakt mit den Grundschulkindern und bin sehr berührt von dem Vertrauen, der Neugier und der Klugheit der Kinder. Das Zusammensein mit den Kindern macht mir Spaß und ist inspirierend.

     Wie leben Sie?
     Ich lebe allein, koche gern und esse noch lieber indonesisch, wohin ich auch gern einmal reisen würde.

     Sie haben eine Wohnung in Hagen – warum sind Sie auf’s Land gezogen?
     Ich hatte Lust, etwas Neues auszuprobieren, da ich bisher in Hamburg und Leipzig gewohnt habe. (Diese Lust auf eine neue Wohnform ist zudem durch die doch recht stattlichen Mieten in Bad Bramstedt unterstützt worden).

     Sprechen Sie plattdeutsch?
     Trotz meines niederdeutsch klingenden Nachnamens spreche ich kein plattdeutsch.

     Woher stammt Ihr Nachname?
     Er stammt – so weit ich weiß – aus der Gegend um Ramelsloh, südlich von Hamburg.

     Haben Sie während Ihres Studiums für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen?
     Ich habe während des Studiums als Pförtnerin in einer geriatrischen Klinik gearbeitet, habe Nachhilfeunterricht in Englisch und Griechisch gegeben und war an der Universität als studentische Hilfskraft und Tutorin tätig.

     Wird man Sie in der Gemeinde auf dem Fahrrad sehen?
     Ich habe zu meinem 35. Geburtstag in diesem Jahr ein rotes Fahrrad geschenkt bekommen, das ich – am liebsten bei schönem Wetter – benutzen werde!

     Sind Sie ein „Naturmensch“?
     Nein, ich bin eher ein „Kulturmensch“; Ausstellungen, Konzerte und Kinobesuche  sind mir wichtig. Natürlich mag ich gern draußen sein.

     Wie stellen Sie sich die Arbeit mit Senioren vor?
     Während meiner Tätigkeit in der geriatrischen Klinik hatte ich viel mit älteren, sehr kranken Menschen zu tun. Die Nähe zu manchen von ihnen war schön. Ganz anders ist das Zusammensein mit Menschen, wie beispielsweise meinen Eltern, die zwar aufgrund ihres Lebensalters zu den Senioren zählen, die aber so unternehmungslustig sind, dass ich sie eigentlich kaum zu Gesicht bekomme. Hier sähe die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren sicherlich wieder ganz anders aus.

     Wie lange werden Sie bleiben?
     Das Vikariat dauert bis Frühjahr 2011.

     Sie haben theologisch-wissenschaftlich gearbeitet – was reizt Sie an der Praxis?
     Ich habe zwar gern an der Universität wissenschaftlich gearbeitet, aber wichtiger war mir das Unterrichten, weil ich die direkte Resonanz meines Gegenübers brauche. Dafür gibt es im Leben einer Gemeinde viele Gelegenheiten.

Die Fragen stellten: Erwin Behnke, Erika Borchert, Gisela Engel, Maren Freese, Silke Grunewald, Ina Koppelin, Ruprecht Spangenberg, Ulrike Suhr