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Eingestellt am: 16.02.2011

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2009 Nr. 1

Gemeindebrief



Mitteilungen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt 

März - Juni 2009

 


Liebe Leserin, lieber Leser,


Pastor Jörg Möller-Ehmcke

     Ostern ist das Fest des Lebens, das Fest der Auferstehung Jesu. Das wird schon in dem alten Ostergruß deutlich: „Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden“.
     Nun bedeutet Ostern ja mehr, als sich über die Auferstehung Jesu zu freuen.
     Ostern liegt nicht umsonst an einer ganz bestimmten Stelle des Jahres. Wenn es morgens früher hell und auch schon etwas wärmer wird, beginnen die ersten Vögel zu singen. Auf den Hecken liegt ein erstes, zartes Grün. Nach Krokussen und Narzissen recken sich nun immer mehr Blumen und Pflanzen in den Gärten nach oben. Die Augen be-kommen wieder etwas zu sehen. Nach graubraun ist es nun wieder grünbunt.
     Auch die Nase bekommt wieder ihre Reize. Es riecht nach frischer Erde. Für viele, die unter den Pollen leiden, auch keine einfache Zeit.
     Und die Ohren haben etwas zu hören. Vielleicht erleben Sie es auch so, dass die Geräusche im Winter anders sind als im Frühjahr, jetzt vielfältiger, wie bei den unterschiedlichen Vogelstimmen. Damit ich auch hier nicht zu überschwäng-lich werde, gibt es noch die Krähen im Kurgebiet.
     Die Osterzeit ist eine sinnliche Zeit. Es ist eine Zeit, in der die Natur zu neuem Leben erwacht und aufsteht. Wir begehen dies mit den Festen, die zum Osterfestkreis gehören. Dabei spielt das gemeinsame Feiern und Essen eine wesentliche Rolle. Das Altarbild unserer Maria-Magdalenen-Kirche zeigt Jesus mit den Jüngern bei der Einsetzung des Abendmahls, Brot und Wein stehen mit auf dem Tisch. Dazwischen aber das Passah-Lamm. Es erinnert an den Aufbruch der Israeliten bei der Flucht aus Ägypten. Das gemeinsame Essen macht so deutlich: wir gehören zusammen. Das gemeinsame Essen wird zur Vergewisserung, dass Gott uns in die Freiheit des Lebens führt. Ob beim Osterfrühstück oder beim Familienessen am Ostersonntag: wir nehmen die-ses Zeichen auf. Es weist uns darauf hin, dass wir dem Leben und nicht dem Tod gehören. Gemeinschaft bei Essen und Trinken, sinnliches Erleben macht dies begreifbarer. Vielleicht hilft uns da die besondere Sinnlichkeit einer österlichen Lammkeule weiter. Oder etwas Anderes. Nur: Dieses Fest will gefeiert werden.

     Frohe Ostern wünscht

          Jörg Möller-Ehmcke