Liebe Leserin, lieber Leser,

Pastor Rainer Rahlmeier (Foto: S. Saucke) manche bleiben stehen. Die Blütenpracht der japanischen Zierkirschbäume ist überwältigend. Wie rosa Wolken schweben sie über dem Gemeindehaus. Am 20. September feiern wir ein Fest, weil das Gemeindehaus Maria-Magdalena in der Holsatenallee vor 25 Jahren eingeweiht wurde. Ursula Klöpper öffnete damals die Spielstube, die ersten Kinder kamen und damit ging es los. Damals war die Stadt dort zu Ende, wo der Königsweg von der Holsatenallee abzweigt. Viele haben sich gefragt: „Warum bauen sie dort ein Gemeindehaus? Das ist doch viel zu weit weg!“ Bis dahin hatte „die Kirche“ bei uns ein Zentrum: Kirche, Pastorat und das Gemeindehaus am Schlüskamp. Im Eingang des Maria-Magdalenen-Gemeindehauses, wie es offiziell heißt, steht ein Wort aus dem 1. Petrusbrief: „Erbaut euch als lebendige Steine zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“
Wie macht Gott das?
Es geschieht jeden Tag, wenn morgens die Kinder in das Haus kommen. Etwas später am Vormittag sind Kurse für Eltern mit Kleinkindern in der Familienbildungsstätte. Manche Konfirmanden treffen sich lange vor Unterrichts-beginn. Rollstuhlfahrer sind dankbar, dass dies ein barrierefreies Haus ist, und wenn donnerstags der Caller beim Squaredance seine Kommandos ruft, dann wundern sich zwar manche Passanten, die hier vorbeigehen, aber die meisten freuen sich darüber. Noch viele andere Gruppen hatten und haben hier ihre Heimat: Der Donnerstags- und der Bibelgesprächskreis, der Posaunenchor und die „Musik auf der Diele“, der Singkreis Neue Kirchenlieder und das Bramstedter Blockflötenensemble. So ist dieses Haus im Laufe der Zeit zu einem Ort geworden, in dem das Gemeindeleben blüht, von dem tatsächlich Leben, Geist und Heil ausgegangen sind. Wir laden Sie und Euch dazu ein, dieses Blütenfest des Lebens mitzufeiern.
Ihr / Euer
Rainer Rahlmeier
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