|
Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort 2. Unsere Einrichtung und unser Träger 3. Rechtliche Grundlagen 4. Unser christliches Menschenbild 5. Bindung und Bildung 6. Unser Bild vom Kind 7. Bildungsbereiche 7.1. Bewegung Körperwahrnehmung und Gesundheit 7.2. Kommunikation, Sprache, Zeichen und Schrift 7.3. Mathematik, Technik und Naturwissenschaft 7.4. Kreativität und Medien 7.5. Kultur, Gesellschaft und Politik 7.6. Religion, Philosophie und Ethik 8. Querschnittsdimensionen 8.1. Alltag und Lebenswelten 8.2. Partizipation 8.3. Nachhaltigkeit 8.4. Interkulturalität und Interreligiosität 8.5. Inklusion 8.6. Genderbewußtsein 9. Beobachtung und Dokumentation 10. Unsere Teamarbeit 11. Zusammenarbeit mit unserem Träger 12. Kooperation mit anderen 13. Kooperation mit der Schule 14. Neuaufnahme von Kindern 15. Kinder vor der Einschulung 16. Unsere Familiengruppe
------------
1. Vorwort Wir freuen uns, die Konzeption der Kindertagesstätte Arche vorlegen zu können. Die Konzeption ist auf der Grundlage des Leitbildes für die Kindertagesstättenarbeit im Kirchenkreis Neumünster erstellt worden. Es hat zum Ziel, die Arbeit der Einrichtung für Eltern, Erziehungsberechtigte und den örtlichen Träger der Jugendhilfe transparent zu machen. Die Konzeption ist im Kirchenvorstand beraten und verabschiedet worden. Die Kirchengemeinde dankt ihren MitarbeiterInnen für die umfangreiche und sorgfältige Arbeit bei der Erstellung dieser Konzeption. Immer deutlicher ist in den vergangenen Jahren die Bedeutung der Kindertagesstätten für die Entwicklung der Kinder ins öffentliche Bewusstsein getreten. Wir sind herausgefordert pädagogisch angemessen auf die veränderte Lebenswelt der Kinder zu reagieren. Den Kindern gehört die Zukunft. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, ihnen den gebührenden Platz zu geben. Die Kindertagesstättenarbeit mit nun mehr 8 Einrichtungen nimmt einen zentralen Platz im Engagement unserer Gemeinde ein. Jede Kindertagesstätte hat ihr eigenes Profil, ihre eigene Konzeption, in der die MitarbeiterInnen darlegen, wie sie methodisch und didaktisch arbeiten, um den Kindern den Weg in die Zukunft zu ebnen. Dabei wird festgelegt, wie der im KiTaG festgeschriebene Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag konkret im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird. Die Kindertagesstätte Arche besteht seit 1971. Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht das Wohl des Kindes und die Förderung seiner Persönlichkeit und seiner Fähigkeiten. Die Konzeption beschreibt das breite pädagogische Angebot von Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten, durch die die sozialen, emotionalen, geistigen, sprachlichen und körperlichen Fähigkeiten der Kinder spielerisch gefördert und entwickelt werden. Der ganzheitliche Ansatz in einer Atmosphäre des Vertrauens soll den Kindern einen Rahmen bieten, sich selbst und andere wahrzunehmen, zu verstehen und zu bejahen und Zuversicht für die Zukunft zu gewinnen. Dazu gehört die Partizipation der Kinder an der Gestaltung des Zusammenlebens in der Einrichtung. Persönliche Wertschätzung, gegenseitige Unterstützung, auch das Aushalten von Konflikten und die Einübung von Lösungsmöglichkeiten gehören zum Erfahrungsraum der Kinder.
Grundlage dieses Wirkens ist die Wahrnehmung der Taufverantwortung. Mit der Taufe des Kindes hat die Kirchengemeinde das Versprechen gegeben und die Verpflichtung übernommen, die Eltern bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder partnerschaftlich zu unterstützen. Wir arbeiten auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes. Dabei verstehen wir unsere Einrichtungen als Begegnungsort für Kinder und deren Familien, unabhängig von ihrer religiösen Orientierung. Wir sind offen für Kinder aller Nationalitäten, Religionen und christlichen Konfessionen. Wir möchten durch Offenheit, Toleranz und partnerschaftlichen Umgang das Zusammenleben fördern. Eine Konzeption lebt davon, dass sie im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird, dass sie mit Leben erfüllt wird und durch das Gespräch und die Erfahrungen verändert und erweitert wird. Wir wünschen, dass diese Konzeption für alle an der Kita-Arbeit Beteiligten die Basis für gute Gespräche und Zusammenarbeit bildet. ------------
2. Unsere Einrichtung und unser Träger Die Kindertagesstätte Arche liegt in der Südweststadt von Bad Bramstedt. Das Einzugsgebiet unserer Einrichtung erstreckt sich auf die Stadt Bad Bramstedt und folgende umliegende Dörfer, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde gehören: - Bimöhlen
- Föhrden-Barl
- Fuhlendorf
- Hagen
- Heidmoor
- Hitzhusen
- Mönkloh
- Weddelbrook
- Wiemersdorf
Die Kindertagesstätte ist ein Teil der Kirchengemeinde und des Gemeindelebens. Der Träger unserer Einrichtung ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bad Bramstedt. Diese wird durch den Kirchenvorstand als Entscheidungsgre- mium vertreten. Der Kirchenvorstand schafft für die acht Kinder- tagesstätten der Kirchengemeinde die Rahmenbedingungen für die Einbindung in die gemeindepädagogische Arbeit. Aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensbedingungen haben wir seit dem 01.08.2006 folgende Angebote in unserer Einrichtung: - Halbtagsgruppe von 8.00 bis 12.00 Uhr
- Dreivierteltagsgruppe mit Mittagessen von 8.00 bis 14.00 Uhr
- Familiengruppe mit Mittagessen von 8.00 bis 16.00 Uhr
- Ganztagsgruppe mit Mittagessen von 8.00 bis 17.30 Uhr
Zusätzlich bieten wir Frühdienste ab 7.00 und 7.30 Uhr an sowie einen Spätdienst bis 18.00 Uhr.
In den vier Gruppen sind 10 pädagogische Fachkräfte tätig. Die Leitung, eine Hauswirtschaftskraft, eine Reinigungskraft sowie ein Hausmeister vervollständigen das Team. Neben den Gruppenräumen und zwei Waschräumen bieten wir den Kindern zwei Ruheräume und einen Bewegungsraum sowie ein weitläufiges naturnah gestaltetes Außengelände. ------------
3. Rechtliche Grundlagen Unsere Arbeit wird durch folgende Gesetze und Regelungen bestimmt: - Kindertagesstättengesetz und -verordnung des Landes Schleswig-Holstein
- Tagesbetreuungsausbaugesetz
- Verfassung der Nordelbischen Kirche
- Sozialgesetzbuch VIII
- Infektionsschutzgesetz
- Hygieneverordnung
- Richtlinien der Unfallkasse Schleswig-Holstein
------------
4. Unser christliches Menschenbild Jeder Mensch ist einmalig. – „Vor Gott sind alle Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit wertvoll und wert geschätzt. Seine Liebe begleitet uns in unserer täglichen Arbeit.“ (Leitbild für die evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Neumünster) Wir begegnen allen Menschen mit Wertschätzung. Unsere MitarbeiterInnen sind pädagogisch und religionspädagogisch ausgebildete Fachkräfte, die sich in ihrer Arbeit vom christlichen Menschenbild leiten lassen. - „Wir gestalten gemeinsam mit den Kindern einen Lebensraum, in dem jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen angenommen wird. In dieser Gemeinschaft lernen wir voneinander und wachsen miteinander.
- Wie sehen das Kind als Persönlichkeit. Wir begleiten und fördern es in seiner Entwicklung ganzheitlich. Wir ermutigen das Kind, eigene Schritte zu gehen.
- Wir bereiten die Kinder darauf vor, in einer Umgebung zu leben, die von unterschiedlichen Lebenswelten und Kulturen geprägt ist. Sie entdecken ihre eigene Identität und lernen tolerantes Verhalten.“ (Leitbild für die evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Neumünster)
------------
5. Bindung und Bildung Kinder machen sich „über ihre Sinneserfahrungen und ihr Handeln ein Bild von der Welt, entwickeln innere Strukturen, auf denen alles spätere Denken und Fühlen der Kinder aufbauen wird. 'Aneignung von Welt' ist eine Aktivität der Kinder, die niemand für sie übernehmen kann“ (Laewen/Andres 2002). Gemeint ist damit also, dass Bildung vor allem Selbstbildung ist. Um sich bilden zu können brauchen Kinder sichere und verlässliche Bindungen zu Erwachsenen. Nach der Familie ist die Kindertageseinrichtung die erste öffentliche Bildungseinrichtung für die Kinder. - Wir wissen um den für Kinder und Eltern schwierigen Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte und gestalten diesen individuell und vorsichtig um eine sichere Bindung zwischen uns und den Kindern entstehen zu lassen.
- Wir unterstützen und beraten Eltern und beziehen sie mit in unsere Bildungsarbeit ein.
- Wir fördern und stärken kindliche Kompetenzen.
- Jedes Kind sehen wir als eigenständig handelndes Subjekt und stärken dessen Fähigkeiten sein späteres Leben zu meistern.
- Wir gegen den Kindern Raum und Zeit sich individuell ihren Bildungsweg zu erschließen.
- Durch Beobachtung und individuelle Förderung unterstützen wir sie dabei.
- Wir bieten ihnen die Möglichkeit sich andere Bildungswelten zu erschließen, indem wir ihnen vielfältige Angebote machen.
------------
6. Unser Bild vom Kind Grundlage für eine Bewältigung ihres zukünftigen Lebens ist der Erwerb von bestimmten Kompetenzen. Selbstkompetenz meint die Fähigkeit, für sich selbst verantwortlich zu handeln. - Wir geben den Kindern vielfältige Möglichkeiten, Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Sie erleben sich als Akteure und können so ein positives Selbstwertgefühl entwickeln.
- Wir geben viel Raum und Zeit für Gespräche, damit sie sich eine eigene Meinung bilden können, lernen sich für ihre Rechte einzusetzen, Kritik üben oder auszuhalten können und Hilfe anbieten oder annehmen können.
Sozialkompetenz meint die Fähigkeit, sozial relevante Fragen wahrzunehmen und zu bewältigen. - Kinder lernen bei uns, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen.
- Wir stellen gemeinsam Regeln auf und achten gemeinsam darauf diese einzuhalten.
- Durch die Auseinandersetzung beispielsweise mit anderen Kulturen erfahren Kinder andere zu achten und wertzuschätzen.
Lernkompetenz meint die Fähigkeit, Aufgaben als Lernanlässe zu erkennen, adäquate Lösungen zu finden und diese beurteilen zu können. - Wir geben den Kindern die Möglichkeit, ihre individuellen Lernwege zu finden. Sie können selbst erproben und eigene Lösungswege finden.
- Sie können sich dabei Unterstützung und Hilfe bei uns holen, ohne dass wir ihnen vorschnell Lösungen anbieten.
- Wir geben ihnen viel Raum zum Forschen und Experimentieren und sorgen für entsprechendes Material.
------------
7.1. Körperwahrnehmung, Gesundheit und Bewegung Neuere wissenschaftlichen Studien gehen davon aus, dass Bewegung für die Entwicklung und Förderung von Intelligenz durch die Vernetzung von Nervenzellen und Synapsenbildung in unserem Gehirn verantwortlich ist. Der kindliche Bewegungsdrang ist somit ein unverzichtbares Grundbedürfnis und trägt gleichzeitig zur eigenen Körperwahrnehmung bei. Das Kind erschließt sich seine weitere Entwicklung und Bildung durch die Grundwahrnehmungen des Gleichgewichts, der Wahrnehmung des eigenen Körpers (Tiefenwahrnehmung) und über die Haut. Die Kenntnis und die Akzeptanz des eigenen Körpers hat wiederum Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. - Unser Bewegungsraum steht den Kindern bei jedem Wetter mit bewegungsfördernden Materialien zur Verfügung.
- Es finden regelmäßige angeleitete Bewegungsspiele im Bewegungsraum statt.
- Unser Außengelände hat bewegungsauffordernden und -fördernden Charakter:
- Hügel
- Balancierbaumstämme
- Matschanlage
- Sandkasten
- Kletter- und Turnstangen
- Schaukeln
- Kletterbaum
- Parcour für verschiedene Fahrzeuge
- Tastwege
- Weidentunnel
- Rutschen
- Büsche und Bäume
- Fußballtor
- In den Gruppen steht den Kindern vielfältiges Material für Körper- und Sinneserfahrungen zur freien Nutzung zur Verfügung.
- Hochebenen in den Gruppen bieten Möglichkeiten sich zurückzuziehen, zu kuscheln und Körpererfahrungen zu machen.
- Themen zu kindlicher Sexualität werden mit den Kindern besprochen und mit Hilfe von Medien aufgearbeitet.
- Gesunde Ernährung und Ernährungsverhalten werden thematisiert und bei den täglichen Mahlzeiten praktiziert.
- Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Mahlzeiten wird auf Ausgewogenheit geachtet und Unverträglichkeiten bei einzelnen Kindern beachtet.
- Wir achten bei Allergien und Krankheiten von Kindern auf die Einhaltung von ärztlichen Vorgaben und thematisieren das “Anderssein” in den Gruppen.
- Körper- und Zahnhygiene werden täglich praktiziert.
------
7.2. Kommunikation, Sprache, Zeichen und Schrift Kinder haben das natürliche Bedürfnis sich mitzuteilen. Dies geschieht über Sprache oder Mimik und Gestik. - In den Gruppenräumen finden sich Buchstaben, Zahlen und Symbole in vielfältiger Form.
- Regelmäßig werden Bücher vorgelesen, Geschichten erzählt oder Bilderbuchbetrachtungen durchgeführt.
- Wir bieten an:
- Lieder
- Gebete
- Reime
- Gedichte
- Finger- und Singspiele
- Rollenspiele
- Den Kindern stehen verschiedene Medien, wie Bücher und Kassettenrecorder, zur freien Verfügung.
- Regelmäßige Gesprächsrunden, beispielsweise der Morgenkreis, finden statt.
- Für die Schulanfänger bieten wir gezielte Maßnahmen wie das phonologische Bewusstheitstraining an.
- Einmal jährlich findet eine Sprachstandsüberprüfung durch externe Kräfte statt. Bei Bedarf werden weitere Hilfen angeboten.
- Kinder nicht deutscher Erstsprache lernen bei uns spielerisch deutsch.
------
7.3. Mathematik, Technik und Naturwissenschaft Neugierde und Wissensdrang erschließen Kindern in spielerischer Form die Welt der Mathematik, der Technik und der Naturwissenschaften. Wir unterstützen und fördern sie dabei indem wir ihnen Möglichkeiten an die Hand geben, selbst tätig zu werden und zu erforschen, zu entdecken, zu experimentieren oder auch nur zu beobachten, um eigene Erkenntnisse zu gewinnen. - Wir bieten ihnen die Möglichkeit selbst Experimente mit Wasser, Sand und anderen Materialien durchzuführen um eigene Erfahrungen und Beobachtungen von –
- Formen
- Größen
- Gewichten
- Volumen
- Mengen u.a. zu machen.
- Verschiedene Baumaterialien bieten Möglichkeiten Erfahrungen zu Statik, Beschaffenheit und Verwendbarkeit zu machen.
- Beim Bauen und Konstruieren können die Kinder physikalische Phänomene, wie Kraftaufwand, Hebelwirkung und Gravitation erforschen.
- Chemische Vorgänge lassen sich durch eigene Experimente beim Mischen von Flüssigkeiten entdecken.
- Unser Außengelände bietet durch die naturnahe Gestaltung vielfältige Möglichkeiten Natur zu beobachten und zu erkunden und mit Naturmaterialien zu experimentieren
- In den Gruppen stehen Spiele und andere Materialien zur freien Verfügung und regen Kinder an, diese beispielsweise zu zählen oder nach unterschiedlichen Kriterien zu sortieren.
- Zahlen und Mengen begleiten die Kinder in alltäglich wiederkehrenden Situationen wie beispielsweise beim Tischdecken.
------
7.4. Kreativität und Medien Eine wichtige Ausdrucksform von kindlichen Wahrnehmungen ist die des Gestaltens. Kinder setzen sich mit der Welt auseinander, indem sie kreativ tätig werden. Dies kann beispielsweise in Form von Farben oder Klängen, durch Bewegung, wie tanzen oder singen, geschehen. - Wir stellen den Kindern Werkzeuge und Materialien zur freien Verfügung: z.B.
- Scheren
- Pinsel
- Stifte
- Papier und Pappe
- Klebstoff
- Knete
- Hammer
- Säge
- Holz
- Naturmaterialien (Kastanien, Eicheln usw.)
- In unserem naturnahen Außengelände finden die Kinder Materialien zum kreativen Gestalten.
- Wir singen, tanzen und musizieren mit den Kindern regelmäßig. Dabei stehen ihnen verschiedene Klang- und Rhythmusinstrumente zur Verfügung.
- Die Kantorin kommt regelmäßig in die Einrichtung und singt mit den Kindern.
- Den Kindern stehen Materialien für Rollen- und Puppenspiele zur freien Verfügung.
- Kassettenrecorder mit Mikrophon geben den Kindern die Möglichkeit selbst tätig zu werden und stärken sie in ihrer Medienkompetenz.
------
7.5. Kultur, Gesellschaft und Politik Um Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen zu können, müssen Kinder positive Einstellungen hinsichtlich der aktiven Teilhabe und Gestaltung dieser Gesellschaft entwickeln. Sie sind die erziehenden Erwachsenen in der Welt von morgen, in der sie ihre Vorstellungen von Werten und Normen an die folgende Generation weitergeben. - Wir setzen uns beispielsweise beim Morgenkreis mit den Kindern über ihre verschiedenen Lebenswelten auseinander und geben ihnen so die Möglichkeit, ihre Akzeptanz des Andersseins zu erweitern.
- Wir geben den Kinder den nötigen Freiraum selbst tätig zu werden und unterstützen sie dabei.
- Die Kinder lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, indem wir ihnen Aufgaben übertragen und sie selbst Aufgaben übernehmen.
- Kinder werden an Entscheidungen zu Regeln und Abläufen in der Einrichtung beteiligt.
- Kinder lernen andere Kulturen durch Gespräche und Erzählungen von Kindern aus anderen Kulturen und über Medien, die ihnen zur freien Verfügung stehen, kennen.
------
7.6. Religion, Philosophie und Ethik Kinder beschäftigen sich schon früh mit Sinn-Fragen. Durch die Auseinandersetzung mit Fragen beispielsweise zu Gut und Böse oder Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit finden sie ihren eigenen Standpunkt und entwickeln Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Dies beeinflusst die selbstverantwortliche Gestaltung ihres Lebens und gibt ihnen Orientierung und Sicherheit. - Durch die Beschäftigung mit biblischen Themen, erfahren die Kinder mehr über die christlichen Werte unserer Gesellschaft.
- Im täglichen Umgang miteinander erfahren sie, das sie wertgeschätzt werden, dass sie so wie sie sind angenommen werden und erfahren praktizierte Nächstenliebe.
- In Gesprächen und Geschichten entdecken sie andere Religionen und Kulturen.
- Den Kindern stehen vielfältige Medien zur freien Verfügung, die diese Themenfelder behandeln.
- Im Morgenkreis sprechen wir mit den Kindern über deren aktuelle Themen, wie z.B. den Tod eines Angehörigen.
- Wir feiern mit den Kindern christliche Feste und Gottesdienste.
- Wir singen gemeinsam christliche Lieder.
- Einmal monatlich kommt der Pastor in unsere Einrichtung um mit den Kindern Glaubensfragen zu besprechen.
- Gemeinsam mit anderen Kindertageseinrichtungen gestalten wir den Weltkindertag.
------------
8.1. Alltag und Lebenswelten In einer zunehmend unüberschaubarer werdenden Welt wird es für Menschen immer schwieriger sich zu orientieren. Wir unterstützen Familien indem wir als Vorbild und Partner ihrer Kinder Hilfe zur Selbsthilfe geben. Wir greifen die aktuellen Lebenswelten der Kinder auf und unterstützen sie bei der Erprobung lebenspraktischer Prozesse. - Wir gehen mit den Kindern einkaufen, z.B. um anschließend zu kochen oder zu backen.
- Bei Ausflügen nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel wie die AKN oder Busse.
- Wir besuchen ortsansässige Betriebe, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise die Bücherei.
- Wir erkunden die nähere Umgebung der Einrichtung und besuchen Veranstaltungen im Ort.
- Regelmäßige Besuche der Polizei und der Feuerwehr.
- Zu Gottesdiensten gehen wir mit den Kindern in die Kirche.
------
8.2. Partizipation Die Einbindung von Familien bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen in unserer Einrichtung geschieht auf verschiedenen Ebenen. Beteiligung von Kindern - Morgenkreis (Gesprächskreis) in den Gruppen.
- Planung der wöchentlichen Essenpläne.
- Planung von Ausflügen.
- Erarbeitung von gemeinsamen Regeln.
- Freie Wahl von Spielpartnern und -ort.
- Erarbeitung von Projekten.
Beteiligung von Eltern - Wahl von GruppenelternvertreterInnen
- Wahl von ElternbeiratsvertreterInnen
- Elternbefragungen z.B. zu Schließzeiten
- Elternabende
------
8.3. Nachhaltigkeit Agenda (=was zu tun ist) 21 heißt ein weltweites Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Es enthält Ziele und Maßnahmen für die Gestaltung und Sicherung einer lebenswerten (Um)Welt für gegenwärtige und künftige Generationen in allen Bereichen des täglichen Lebens. Man spricht auch von nachhaltiger Entwicklung oder Zukunftsfähigkeit. - Wir sehen diese Welt als Geschenk Gottes, die es zu bewahren gilt und vermitteln dies, beispielsweise durch die Schöpfungsgeschichte, an die Kinder.
- Wir trennen den anfallenden Müll in unserer Einrichtung und thematisieren die Müllvermeidung mit den Kindern.
- Unser Außengelände ist naturnah gestaltet. Hier können die Kinder erforschen, experimentieren und Gottes Schöpfung erfahren.
- Durch sähen, ernten, zubereiten und essen wird den Kindern ein ganzheitlicher Erlebnis von immer wiederkehrenden jahreszeitlichen Abläufen vermittelt.
- Durch Beobachtungen bei Spaziergängen in Feld und Wald und dabei gesammelten Naturmaterialien können die Kinder die Achtung und Wertschätzung unserer Umwelt verinnerlichen.
------
8.4. Interkulturalität und Interreligiosität Menschen anderer Religion und aus anderen Kulturkreisen sind bei uns herzlich willkommen. Wir freuen uns, wenn sie an unseren Festen teilnehmen und erfahren gerne von ihren Glauben und ihrer Kultur. Wir akzeptieren und achten andere Religionen, bewahren aber unsere eigene christliche Identität. Religiöse und kulturelle Besonderheiten sehen wir als Bereicherung unserer Bildungsarbeit. - Wir lassen Kinder anderer Religionen und Kulturen von ihrem Glauben und ihrem Leben erzählen.
- Wir besuchen die Moschee der türkische Gemeinde in Bad Bramstedt.
- Wir beachten bestimmte religiös bedingte Vorgaben bzw. Verbote z.B. beim Mittagessen.
- Wir unterstützen Hilfsprojekte in der Dritten Welt wie z.B. den Bau eines Aidswaisenhauses in Tansania und thematisieren dies mit den Kindern.
- Wir unterstützen Kinder nicht deutscher Erstsprache durch gezielte Förderung.
------
8.5. Inklusion Gemeint ist, dass auf alle Menschen mit ihren jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen angemessen reagiert werden muss. Unsere Einrichtung ist offen für alle behinderten, und nicht behinderten oder auffälligen Kinder. Jedes Kind bekommt die individuelle Unterstützung, die es benötigt. - Durch regelmäßige Fortbildungen unserer Fachkräfte können wir individuell reagieren.
- Beobachtung und Dokumentation hilft uns bei der Früherkennung von Problemen.
- Bei Bedarf ist die Zusammenarbeit mit der Frühförderung oder dem Jugendamt gewährleistet.
- Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern bildet die Basis des Gelingens.
- Regelmäßige Teamsitzungen gewährleisten den Austausch von Informationen um bei Bedarf schnell und angemessen handeln zu können.
------
8.6. Genderbewußtsein Menschen werden als Mädchen oder Jungen geboren, sind also weiblich oder männlich, was dem biologischen Geschlecht entspricht. Das Geschlecht ist aber auch immer eine soziale Konstruktion (=gender). Mädchen und Jungen unterscheiden sich schon früh im Sozialverhalten und Nacheifern unterschiedlicher Geschlechtsmuster und haben unterschiedliche Interessengebiete. Was typisch mädchenhaft oder jungenhaft ist, wird ständig in der Interaktion und Kommunikation mit anderen Menschen, hauptsächlich Erwachsenen, hergestellt. Durch die Bewusstmachung dieser Vorgänge können wir in unserer Arbeit gezielte Angebote machen, um allen Kindern vielfältige Bildungsfelder zu eröffnen. - Unsere Verkleidungsecken bieten den Kindern Möglichkeiten in weibliche und männliche Rollen zu schlüpfen.
- Unsere Materialien und Angebote können geschlechtsunabhängig genutzt werden.
- Aufgaben wie Aufräumen, Tischdecken oder –abwischen werden von allen Kindern wahrgenommen.
- Wir achten beim Kauf von Kinderbüchern auf diesen Aspekt.
------------
9. Beobachtung und Dokumentation Durch Beobachtung und Dokumentation findet eine ständige Überprüfung der Effektivität und Effizienz des pädagogischen Handelns statt, um einen für die Kinder förderlichen Rahmen zu gestalten und Bildungsprozesse aktiv zu begleiten.
Wir - führen Gruppentagebücher.
- protokollieren Teamsitzungen.
- protokollieren Elterngespräche.
- machen Qualitätsentwicklung nach dem Merkmalekatalog der NEK.
- führen Elternbefragungen durch.
- dokumentieren Projekte und Feste.
- führen Beobachtungsbögen.
------------
10. Unsere Teamarbeit Arbeiten im Team bedeutet intensiven Austausch und gemeinsame Umsetzung des gesetzlichen Bildungs- und Betreuungsauftrags: - wir führen wöchentliche Teamsitzungen durch
- wir führen Gruppentagebücher
- wir beobachten und dokumentieren
- wir nehmen Supervision in Anspruch
- wir bilden uns regelmäßig fort und tauschen uns darüber aus
- wir planen und gestalten gemeinsam Feste und Gottesdienste
------------
11. Zusammenarbeit mit unserem Träger Eine komplexe Struktur und verschiedene Austauschmöglichkeiten bieten eine optimale Grundlage einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Team der Kindertagesstätte und der Kirchengemeinde. - Gemeinsame Dienstbesprechung zwei Mal im Monat.
- LeiterInnenbesprechung einmal im Monat.
- Bei Bedarf Teilnahme an Kindergartenausschusssitzungen.
- Bei Bedarf Teilnahme an Kirchenvorstandssitzungen.
- Regelmäßige Gemeindeausschusssitzung.
- Bei Bedarf Teilnahme des Pastors an der wöchentlichen Teamsitzung.
- Gemeinsame Planung von Gemeindefesten und Gottesdiensten.
- Bei Bedarf Teilnahme an anderen Ausschusssitzungen, beispielsweise Personal- oder Bauausschuss.
- Einmal monatlich Besuch des Pastors in der Einrichtung um mit den Kindern religionspädagogische Einheiten durchzuführen.
- Mitarbeit von zwei Mitgliedern des Kirchenvorstands im Beirat der Einrichtung.
------------
12. Kooperation mit anderen Um Bildung gelingen zu lassen ist eine intensive Zusammenarbeit mit anderen notwendig. Eingebunden in die Strukturen unseres Trägers ist eine vielschichtige Vernetzung mit den Familien und anderen Institutionen vorhanden. Zusammenarbeit mit Eltern - In jeder Gruppe gibt es gewählte ElternvertreterInnen, zu denen wir engen Kontakt halten und mit denen wir Informationen austauschen.
- Dem Beirat der Einrichtung gehören zwei der ElternvertreterInnen an. Hier werden alle wichtigen Belange der Kindertagesstätte besprochen und Empfehlungen für den Kirchenvorstand erarbeitet.
- Wir bieten Elternabende an.
- Wir führen Elterngespräche und beraten.
- Wir informieren mit Elternbriefen, Aushängen in der Einrichtung, über Artikel im Gemeindebrief und im Internet.
- Wir führen Kurzinformationsgespräche zwischen „Tür und Angel“.
- Wir feiern gemeinsam Feste und Gottesdienste.
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen - Wir arbeiten mit Ärzten, Therapeuten und Beratungsstellen vor Ort zusammen.
- Wir lassen uns beraten von Jugendamt, Gesundheitsamt und Unfallkasse.
- Auf Kirchenkreisebene arbeiten wir mit anderen Einrichtungen und der Fachberatung zusammen.
- Wir pflegen Kontakte zu Vereinen, Geschäften und Politikern vor Ort.
------------
13. Kooperation mit der Schule Mit den Grundschulen haben wir einen Vertrag abgeschlossen, der den Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule regelt. Kooperationsvertrag zwischen Kindertagesstätten (KiTa) und Grundschulen (GS) nach dem Kindertagesstättengesetz (KiTaG) § 5 Absatz 6 mit Gültigkeit zum 1.08.2006 Bis zum 15.09. eines jeden Jahres laden die jeweiligen Grundschulen zu einem gemeinsamen Elternabend ein.
Themen: SPRINT (Datenschutz und Haftung) SEPP Austausch über Schulreife und Schulfähigkeit Zu den Elternabenden werden die naheliegenden KiTa eingeladen. Die Einladungen an die Eltern werden über die KiTa mit verteilt.
Bis zum 15. 10. eines jeden Jahres lädt die KiTa „Mullewapp“, Sommerland 2 a, 24576 Bad Bramstedt, zu einem Gesamtelternabend ein.
Thema: „Mein Kind mit Förderbedarf kommt in die Schule“ (Info über I-Maßnahmen, sonderpädagogische Gutachten etc.)
Zu dem Elternabend werden verschiedene Schulleiter eingeladen, deren Arbeitsgebiet das o. g. Thema ist. Die Einladungen werden über die KiTa verteilt.
Bis zum 01. 11. eines jeden Jahres ist die Sprachstandfestellung des im darauf folgenden Jahr einzuschulenden Kindes durch die jeweiligen KiTa abgeschlossen und werden der zuständigen Schule bis 15.11. gemeldet.
Bis zum 15. 11. eines jeden Jahres sind Gespräche über die Kinder mit Verdacht auf Förderbedarf zwischen der KiTa und der zuständigen GS in Bezug auf Sprach- und Entwicklungsstand (SEPP, Sprachstand) sowie die Einleitung einer eventuellen Fördermaßnahme geführt worden.
Ab Januar eines jeden Jahres: Beginn der SPRINT-Maßnahme.
Im Frühjahr eines jeden Jahres: Besuch einer Lehrkraft in der jeweiligen KiTa in der täglichen Gruppenarbeit und ein Besuch der KiTa-Kinder in der jeweiligen GS zur Unterrichtsstunde (Mathematik oder Deutsch). Bitte rechtzeitige Terminabsprache.
Im Mai eines jeden Jahres sollte ein Gespräch zwischen GS, KiTa und der betreuenden Person des SPRINT-Programms stattfinden.
Mindestens 1-mal im Jahr: Treffen aller GS und KiTa zur fortlaufenden Workshop-Arbeit. Bad Bramstedt, den 07.07.2006
------------
14. Kinder vor der Einschulung Das letzte Jahr vor der Einschulung ist für die Kinder im allgemeinen eine Zeit der Vorfreude auf diesen neuen Lebensabschnitt. Als Schulkind steigt man auf der Leiter zum Erwachsenwerden ein großes Stück nach oben. - Wir nutzen das neue Selbstverständnis der Kinder und übertragen ihnen individuell mehr Verantwortung.
- Wir führen mit ihnen ein Training zur phonologischen Bewusstheit durch.
- Wir arbeiten eng mit den Grundschulen am Ort zusammen. Dies ist mit den Schulen in einem Vertrag geregelt.
- Wir gestalten mit den Kindern spezielle Angebote.
- Mit allen angehenden Schulkindern werden besondere Abschlussveranstaltungen, wie beispielsweise Ausflüge, gemacht.
- Die Kinder werden mit einem Gottesdienst von allen Kinder und Eltern verabschiedet.
------------
15. Neuaufnahme von Kindern Die Aufnahme in die Kindertagesstätte ist für Kinder in der Regel ein tiefgreifendes Erlebnis. Es ist oft das erste Mal, das Kinder für einen längeren Zeitraum von den Eltern getrennt sind. Dies ist meist für beide Seiten ein schwerer Schritt. - Wir bieten Eltern die Möglichkeit von Schnuppertagen für ihre Kinder.
- Die Eingewöhnungszeit wird individuell gestaltet und mit den Eltern abgesprochen.
- Es finden ausführliche Aufnahmegespräche mit den Eltern statt, bei denen sie individuell beraten werden.
- Eltern und Kindern wird die gesamte Einrichtung gezeigt.
- Elternabende erleichtern den neuen Eltern die Orientierung im Kindergartenalltag und bieten die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu Eltern mit Kindergartenerfahrung.
- Jedes neuaufgenommene Kind findet ungeteilte Aufmerksamkeit an seinem ersten Kindergartentag.
- Bei Schwierigkeiten setzen wir uns umgehend mit den Eltern in Verbindung.
- Wir vereinbaren bei Bedarf kurzfristig ein Gespräch zum Informationsaustausch.
------------
16. Unsere Familiengruppe In unserer Familiengruppe werden 15 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut. Davon sind bis zu 5 Kinder unter 3 Jahren. Die Öffnungszeit der Gruppe ist von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit der Möglichkeit eines Frühdienstes ab 7.00 Uhr. In der Gruppe arbeiten 2 Erzieherinnen und 2 Sozialpädagogische Assistentinnen. Es steht ein Gruppenraum und ein Nebenraum zur Verfügung, der außerhalb der Schlafzeiten Rückzugsmöglichkeiten bietet. In der Bringphase werden die Kinder von den Betreuerinnen der Familiengruppe begrüßt und es findet ein erster Informationsaustausch mit den Eltern statt. In der Zeit von ca. 8.30 Uhr bis 9.00 Uhr frühstücken wir gemeinsam. Als erster wichtiger Orientierungspunkt im Tagesablauf ist uns das gemeinsame Frühstück ein besonderes Anliegen und bietet den Kinder die Möglichkeit in einem geschützten und sicheren Rahmen in Ruhe „anzukommen“ und sich „zu finden“. Das Frühstück bringen die Kinder von zu Hause mit. Danach werden altersspezifische Projekte und Angebote gemacht und es gibt viel Raum für das freie Spiel. Den Kindern stehen hierfür unterschiedlichste Materialien zum Spielen, Experimentieren und Erforschen zur Verfügung. Während die älteren Kinder die vielfältigen Möglichkeiten im Haus und auf dem Außenspielgelände nutzen können, steht den unter 3jährigen der Familiengruppenraum und der Schlafraum als geschützter Ort ihrer Aktivitäten und der Befriedigung ihrer individuellen Bedürfnisse zur Verfügung. Hier wird ihnen altersgemäßes Spielzeug angeboten. Beim Spielen im Außengelände sorgen die Fachkräfte für einen sicheren Rahmen. Als zweiter wichtiger Orientierungspunkt im Tagesablauf wird in der Zeit von ca. 12.00 bis 12.30 Uhr gemeinsam im Familiengruppenraum Mittag gegessen. Dies bietet den Kindern die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, „zurück zu blicken“ und sich für den weiteren Tagesverlauf zu orientieren. Den Kindern wird täglich frisch zubereitetes, abwechslungsreiches Essen aus unserer Küche angeboten, wobei besondere Ernährungsvorgaben einzelner Kinder beachtet werden. Im Anschluss an das Essen putzen sich die Kinder die Zähne. Danach beginnt die Ruhezeit für Kinder, die schlafen wollen. Während die Kleineren den Schlafraum nutzen, haben die Größeren die Möglichkeit im Gruppenraum auf der Hochebene zu schlafen. Kinder die nicht schlafen möchten, können die anderen Räume der Einrichtung und das Außengelände für Aktivitäten in Anspruch nehmen. Die Ruhezeit endet um ca. 14.30 Uhr. In der Zeit von 14.30 bis 16.00 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit eigenen Interessen nachzugehen oder an Angeboten teilzunehmen. In dieser Zeit haben die Kinder auch die Möglichkeit kleinere, mitgebrachte Mahlzeiten individuell einzunehmen. Getränke stehen allen Kindern den ganzen Tag frei zugänglich zur Verfügung. Die Abholphase bietet Eltern und Betreuerinnen noch einmal Gelegenheit wichtige Informationen auszutauschen. Bei der personellen Besetzung der Familiengruppe legen wir im Wissen um die intensive Beziehungsarbeit zwischen der Fachkraft und insbesondere den jüngeren Kindern Wert auf Kontinuität. Für diese Kinder sind speziell fortgebildete Kräfte verantwortlich, die in Zusammenarbeit mit den Eltern, einen vertrauensvollen Rahmen schaffen, aus dem heraus die Kinder sich ihren Raum in einer geschützten und gesicherten Atmosphäre „erobern“ können. Hierbei wird in der Eingewöhnungsphase eine sichere Grundlage in engem Zusammenwirken geschaffen, die den Kindern ermöglicht, den Übergang stressfrei zu erleben und positive Impulse für die weitere Betreuung in der Einrichtung zu erhalten. Dies setzt ein Vertrauen voraus, dass in der Eingewöhnungsphase zwischen Kind, Eltern und Fachkraft geschaffen wird. Deshalb legen wir großen Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern und lassen uns genügend Zeit im Miteinander in dieser entscheidenden Phase. Wichtige gegenseitige Informationen sind auch für die weitere Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Einrichtung zum Wohle des Kindes unerlässlich. Den Kindern wird genügend Zeit eingeräumt, ihre Körperfunktionen wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Wir wickeln die Kinder nach Bedarf und lassen sie altersgemäß selbstständig auf die Toilette oder auf den Topf gehen. Die Kinder lernen ohne Druck durch die Bezugspersonen und durch Nachahmung in der altersgemischten Gruppe ihren eigenen Weg zu finden. Die Eltern unterstützen diese Phase mit individuellem Wickel- und Pflegematerial und den notwendigen Informationen über entsprechende Unverträglichkeiten. Für Kinder, die noch nicht das in der Einrichtung zubereitete Essen zu sich nehmen können, wird das von den Eltern mitgebrachte Essen in der Einrichtung bei Bedarf erwärmt und unabhängig von den festen Essenzeiten individuell gefüttert. Auch hier sind Absprachen zu individuellen Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln unerlässlich. Für Eltern besteht die Möglichkeiten, neben dem täglichen Austausch mit dem Fachpersonal während der Bring- und Abholphase, Gespräche zu vereinbaren, die, innerhalb der Öffnungszeiten der Einrichtung, in einer ungestörten Atmosphäre stattfinden.
|