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Inhaltsverzeichnis:
Vorwort des Trägers 1. Die E v. - Luth. Kinderspielstube 2. Wir stellen uns vor 3. Räumliches Angebot 4. Unser Außengelände 5. Christliches Menschenbild 6. Die Kirchengemeinde als Träger
Unsere Bildungsarbeit: 7. Ich- Kompetenz 8. Sozialkompetenz 9. Lernkompetenz 10. Sachkompetenz 11. Rolle der Fachkraft 12. Partizipation 13. Inclusion 14. Genderbewußtsein 15. Lebensweltorientierung 16. Nachhaltigkeit 17. Interkulturalität 18. Körper, Gesundheit und Bewegung 19. Sprache, Zeichen, Schrift 20. Mathematische Bildungsprozesse 21. Politik, Kultur und Gesellschaft 22. Religion, Philosophie und Ethik 23. Musisch-kreativer Bereich und Medien 24. Das letzte Jahr vor der Schule 25. Familienarbeit 26. Zusammenarbeit mit der Schule 27. Zusammenarbeit mit anderen
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Vorwort des Trägers
Wir freuen uns, die Konzeption der Ev.- Luth. Kinderspielstube vorlegen zu können. Die Konzeption ist auf der Grundlage des Leitbildes für die Kindertagesstättenarbeit im Kirchenkreis Neumünster erstellt worden. Sie hat zum Ziel, die Arbeit der Einrichtung für Eltern, Erziehungsberechtigte und den örtlichen Träger der Jugendhilfe transparent zu machen. Die Konzeption ist im Kirchenvorstand beraten und verabschiedet worden. Die Kirchengemeinde dankt ihren Mitarbeiterinnen für die umfangreiche und sorgfältige Arbeit bei der Erstellung dieser Konzeption.
Immer deutlicher ist in den vergangenen Jahren die Bedeutung der Kindertagesstätten für die Entwicklung der Kinder ins öffentliche Bewusstsein getreten. Wir sind herausgefordert, pädagogisch angemessen auf die veränderte Lebenswelt der Kinder zu reagieren. Den Kindern gehört die Zukunft. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, ihnen den gebührenden Platz zu geben. Die Kindertagesstättenarbeit mit nun mehr 8 Einrichtungen nimmt einen zentralen Platz im Engagement unserer Gemeinde ein. Jede Kindertagesstätte hat ihr eigenes Profil, ihre eigene Konzeption, in der die Mitarbeiterinnen darlegen, wie sie methodisch und didaktisch arbeiten, um den Kindern den Weg in die Zukunft zu ebnen. Dabei wird festgelegt, wie der im KiTaG festgeschriebene Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag konkret im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird.
Die Ev.-Luth. Kinderspielstube besteht seit dem 1. September 1984.
Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht das Wohl des Kindes und die Förderung seiner Persönlichkeit und seiner Fähigkeiten. Die Konzeption beschreibt das breite pädagogische Angebot von Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten, durch die die sozialen, emotionalen, geistigen, sprachlichen und körperlichen Fähigkeiten der Kinder spielerisch gefördert und entwickelt werden.
Der ganzheitliche Ansatz in einer Atmosphäre des Vertrauens soll den Kindern einen Rahmen bieten, sich selbst und andere wahrzunehmen, zu verstehen und zu bejahen und Zuversicht für die Zukunft zu gewinnen. Dazu gehört die Partizipation der Kinder an der Gestaltung des Zusammenlebens in der Einrichtung. Persönliche Wertschätzung, gegenseitige Unterstützung, auch das Aushalten von Konflikten und die Einübung von Lösungsmöglichkeitengehören zum Erfahrungsraum der Kinder.
Grundlage dieses Wirkens ist die Wahrnehmung der Taufverantwortung. Mit der Taufe des Kindes hat die Kirchengemeinde das Versprechen gegeben und die Verpflichtung übernommen, die Eltern bei der Erziehung und Bildung Ihrer Kinder partnerschaftlich zu unterstützen. Wir arbeiten auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes. Dabei verstehen wir unsere Einrichtung als Begegnungsort für Kinder und deren Familien, unabhängig von ihrer religiösen Orientierung. Wir sind offen für Kinder aller Nationalitäten, Religionen und christlichen Konfessionen. Wir möchten durch Offenheit, Toleranz und partnerschaftlichen Umgang das Zusammenleben fördern.
Eine Konzeption lebt davon, dass sie im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird, dass sie mit Leben erfüllt wird und durch das Gespräch und die Erfahrungen verändert und erweitert wird. Wir wünschen, dass diese Konzeption für alle an der Kita-Arbeit Beteiligten die Basis für gute Gespräche und Zusammenarbeit bildet.
Bernd Hofmann Pastor
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1. Die Ev.- Luth. Kinderspielstube
Die Kinderspielstube ist im Gemeindehaus Maria Magdalena integriert. Die Kinder, die Eltern und die Mitarbeiterinnen werden von Maria Magdalena im Eingang gegrüßt. Das geschieht still und unaufdringlich. Sie schaut aus ihrem Bilderrahmen auf die Kommenden, die in das Haus gehen. Die Figur stammt vermutlich aus einer Hamburger Meisterwerkstatt, wo sie um das Jahr 1490 angefertigt wurde. Das Original steht in unserer Kirche - eine Maria-Magdalenen Kirche. Als das Gemeindehaus 1984 eingeweiht wurde, erhielt es ebenfalls den Namen dieser Frau aus Magdala. Die Bibel sagt: Sie war die erste Zeugin der Auferstehung Jesu Christi.
Das Gemeindehaus Maria Magdalena ist als Begegnungsstätte für die Südweststadt gebaut. Es liegt in einem großen Neubaugebiet. Die Kinderspielstube in diesem Haus ist für Kinder und Eltern eine überschaubare Einrichtung der Ev.- Luth. Kirche in Bad Bramstedt.
Sie startete bereits am 1.September 1984 mit einer 2- und einer 3-Tagesgruppe. 1990 wurde die Einrichtung durch eine 5-Tagesgruppe erweitert. Seit 2005 gibt es hier zwei 5-Tagesgruppen.
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2. Wir stellen uns vor
Die Ev.- Luth. Kinderspielstube ist eine zweizügige Einrichtung im Gemeindehaus Maria Magdalena.
Wir bieten Betreuungsplätze für 40 Kinder von 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt in zwei Vormittagsgruppen.
Unsere Öffnungszeiten:
- Kernzeit 8.00 bis 12.00 Uhr
- Frühdienst 7.30 bis 8.00 Uhr
- Spätdienst 12.00 bis 13.00 Uhr
Unser Team:
Leitung: Brigitte Sorgenfrei Leitung / Erzieherin
Gruppe I Gruppenleitung: Frau Sorgenfrei Erzieherin
Assistentin: Frau Hagemann
Kinderpflegerin
Gruppe II Gruppenleitung: Frau Harder Erzieherin
Assistentin: Frau Widerkehr Kinderpflegerin
Herr Makowka, rel. päd. Begleitung
Diakon
Dagmar Dreja Reinigungskraft
Marc Haake Gärtner
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3. Räumliches Angebot
Beide Gruppenräume der Ev. Luth. Kinderspielstube befinden sich im Erdgeschoss des Gemeindehauses Maria Magdalena. Die Raumgröße beträgt jeweils 42 qm. Jeder Gruppenraum besitzt eine Terrassentür. Die Fenster der beiden Räume zeigen nach Osten. Somit genießen wir die Morgensonne. Beide Räume sind durch eine bewegliche Wand geteilt, so dass zu besonderen Anlässen ein großer Raum geschaffen werden kann. Beide Gruppenräume sind mit Akustikdecken ausgestattet. Neben den Gruppenräumen stehen der Kinderspielstube die Halle, der kleine Gemeindesaal, die Garderobe, die Küche, die sanitären Anlagen, ein Büro im Obergeschoss und ein Keller als Lagerraum zur Verfügung.
 Grundrissplan
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4. Unser Außengelände
Der umzäunte Spielplatz ist durch die Terrassentüren der Gruppenräume und über den Parkplatz zu erreichen. Er besteht aus einer gepflasterten Terrasse und einer großen Rasenfläche von ungefähr 2000 qm. Hier gibt es Wälle, die im Winter als Rodelberge genutzt werden können. Das Grundstück ist umrandet von Büschen und Bäumen, die zum Klettern und Verstecken einladen. Auf der Rasenfläche befinden sich unterschiedliche Spielangebote wie Sandkiste, Reckstangen und Schaukeln. Für Ball- und Laufspiele steht den Kindern eine große freie Fläche zur Verfügung.

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5. Christliches Menschenbild
Wir wissen, dass jeder Mensch von Gott geliebt wird und dieses Wissen und unser eigener Glaube zu Gott trägt uns in unserer täglichen Arbeit. Was für uns alles dazu gehört, finden Sie in unserem Menschenbild.
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6. Die Kirchengemeinde als Träger
Die Ev.- Luth.- Kinderspielstube ist eine Einrichtung der Kirchengemeinde Bad Bramstedt. Die Arbeit findet in den Räumen des Gemeindehauses Maria Magdalena statt. Die Pastoren sind offen für Fragen und Probleme und stehen uns seelsorgerisch zur Verfügung.
- Es gibt regelmäßige Treffen mit Pastoren und Leiterinnen.
- Wir treffen uns mit dem Kindergartenausschuss.
- Wir erhalten Begleitung durch die Diakonin bei der religionspädagogischen Arbeit.
- Es finden regelmäßige Gottesdienste statt.
- Der Träger sorgt für finanzielle Mittel und die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsbedingungen.
- Der Träger fördert die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter.
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7. Ich - Kompetenz
Kinder brauchen Ich - Kompetenz, um für sich selbst verantwortlich handeln zu können. Sie brauchen Lebensräume, in denen ihr Selbstwertgefühl positiv gestärkt wird und ihnen autonomes Handeln ermöglicht.
Kinder haben die Möglichkeit:
- sich in der Gemeinschaft als einmalig wahrzunehmen
- sich im Spiel und in Gesprächsrunden mitzuteilen
- Bedürfnisse und Wünsche zu äußern
- zu üben, zuhören und sich zurück nehmen zu können
- entwicklungsentsprechende Fertigkeiten zu erlernen
- zu forschen, experimentieren, erfinden und die Welt in ihren vielfältigen Facetten zu begreifen
- ihre Gedanken musikalisch, gestalterisch oder im Rollenspiel auszudrücken
Bei allem stärken und unterstützen wir die Kinder.
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8. Sozialkompetenz
Kinder entwickeln Sozialkompetenz nur in der Gemeinschaft. Diese Zugänge finden Kinder durch:
- das Freispiel
- unterschiedliche Aktivitäten
- Gruppenspiele
- Gesprächsrunden
- Abstimmungen
Im Zusammenleben und im gemeinsamen Spiel übt das Kind:
- Bindungen einzugehen
- Mitgefühl zu entwickeln
- dem Schwächeren zu helfen
- achtungsvoll mit den anderen umzugehen
- Regeln zu entwickeln, aufzustellen und einzuhalten
- Konflikte auszuhalten und versuchen zu lösen
- Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen
- die Bereitschaft, sich mit unterschiedlichen Lebenswelten und Lebensgeschichten auseinander zu setzen
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9. Lernkompetenz
Kinder sind neugierig. Sie sind Weltentdecker. Sie haben Spaß daran zu lernen, zu konstruieren und Neues zu entdecken. Dazu haben Kinder Möglichkeiten
- mit Materialien und Spielzeug zum Forschen, Gestalten und Konstruieren
- mit alltäglichen Gegenständen Neues zu entwickeln, z.B. Schachteln und Rollen werden zum Kunstobjekt, der Löffel wird zur Schaufel
- mit Medien wie Kassetten, Sachbüchern und Lexika
- in Gesprächen, beim Experimentieren mit Sprache, beim Begleiten des Spiels mit Sprache
- sich zu erproben in Innenräumen und Außengelände, die vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bieten
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10. Sachkompetenz
Kinder brauchen Sachkompetenz, um ihr Leben jetzt und in Zukunft bewältigen zu können. Sie setzen sich in unterschiedlichen Situationen mit Dingen und Materialien auseinander und erfahren so die materiale Umwelt. Spielsachen und Materialien wie z.B. Farben, Knete, Klebe, Scheren u.s.w. stehen für Kinder erreichbar zur Verfügung, damit sie sie kennen lernen, ausprobieren und üben können, sachgerecht mit ihnen umzugehen.
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11. Rolle der Fachkraft
In unserer Arbeit lassen wir uns vom christlichen Menschenbild leiten und arbeiten nach den Grundsätzen der Bildungsleitlinien von Schleswig-Holstein. Wir stellen Ihnen die Bildungsleitlinien gerne zur Einsicht zur Verfügung. In unserer Einrichtung arbeiten die Fachkräfte im Team zusammen und haben ihre Einstellung untereinander reflektiert.
- Wir bauen zu den Kindern tragfähige Beziehungen auf.
- Wir gehen wertschätzend mit den Kindern um.
- Wir beobachten die Kinder, führen Gespräche mit ihnen und greifen ihre Themen auf.
- Wir stellen Materialien bereit, damit Kinder sich Zugänge zu Bildung schaffen können.
- Wir sind uns über die eigene Position im Glauben und im Leben bewusst.
- Wir kommunizieren mit Eltern, Schule, Träger, Kommune, Presse.
- Unsere Arbeit ist immer ein Prozess.
- Wir verstehen uns als lebenslang Lernende.
- Wir sind offen für neue Themen und haben Lust auf Neues.
- Wir haben Freude am Ausprobieren und Forschen.
- Wir hinterfragen Dinge.
- Wir besprechen und entwickeln gemeinsam mit Kindern Vorgänge und Dinge.
- Wir geben Kindern Raum, selbstständig Lösungen zu finden. Gegebenenfalls bieten wir Unterstützung an.
- Wir wollen aufmerksam sein und beobachten.
- Wir wollen voneinander und miteinander lernen.
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12. Partizipation
Partizipation heißt Beteiligung und meint damit Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.
- Bei uns können Kinder im Freispiel ihren Aufenthalt selbst wählen.
- Wir machen einen Morgenkreis, in dem wir über die Wünsche der Kinder sprechen und gemeinsam abstimmen.
- Wir führen Abstimmungen durch und machen Kindern Mehrheiten deutlich.
- Wir beteiligen Kinder an der Auswahl unserer Bildungsthemen.
- Wir beteiligen Kinder bei der Raumgestaltung.
- Die Beteiligung an Angeboten basiert auf Freiwilligkeit.
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13. Inclusion
Inclusion: Wir verändern Prozesse und Strukturen, um für alle Kinder die Möglichkeit der Teilhabe zu schaffen.
- Wir sind offen für die Einmaligkeit eines jeden Kindes.
- Jedes Kind hat seine eigene Ausdrucksweise.
- Wir schaffen Bedingungen für jedes Kind, um Bildungszugänge zu ermöglichen, d.h. wir verändern Strukturen und Abläufe.
- Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen bahnen wir die nötige Förderung an, gegebenenfalls mit externen Fachkräften (z.B. Frühförderung, Logopädie, Ergotherapie).
- Die Erzieher nutzen in besonderen Fällen die Beratung von externen Fachkräften, um sich ein Bild von den notwendigen Bedingungen für das Kind zu verschaffen.
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14. Genderbewusstsein
Genderbewusstsein meint die Berücksichtigung und den bewussten Umgang mit dem sozialen Geschlecht – sowohl der Kinder als auch der Erzieherinnen. In Kindertageseinrichtungen begegnen sich immer Mädchen und Jungen, Frauen und Männer mit individuellen geschlechtsspezifischen Erfahrungen. Die Mitarbeiterinnen haben ihre Haltung zu diesem Thema reflektiert und sind sich dessen bewusst.
- Unsere Verkleidungskiste bietet Möglichkeiten für unterschiedliche Rollen, z.B. Polizei, Bauarbeiter, Feuerwehr, Sheriff, Prinzessin.
- Mädchen und Jungen haben gleichberechtigt Zugänge zu Bildungsthemen und Alltagssituationen.
- Es stehen Bilderbücher mit unterschiedlichen Rollenvorbildern zur Verfügung.
- Fachkräfte sind selbst Vorbild, z.B. wenn die Erzieherin auch handwerkliche Tätigkeiten ausübt.
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15. Lebensweltorientierung
Wichtig für Kinder ist es wahrzunehmen, wohin sie gehören. Wir machen uns bewusst, dass die Welt hinter der Tür weiter geht. Deshalb unternehmen wir Exkursionen, um ihnen ihre Lebenswelt bekannt zu machen.
- Wir erkunden die Wohnsituationen der Kinder.
- Wir machen ihnen die städtische Struktur Bad Bramstedts bewusst.
- Wir benutzen öffentliche Verkehrsmittel.
- Wir gehen einkaufen.
- Wir erkunden öffentliche Institutionen wie Schule, Bücherei, Sportverein, Schwimmbad, Rathaus.
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16. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet, die Folgen des eigenen Handelns für sich und die anderen für die Zukunft zu bedenken. Dieser Verantwortung stellen wir uns in unserer Einrichtung und haben in unseren Alltag folgende Inhalte und Aktivitäten integriert:
- Wir gehen mit Gottes Schöpfung den Menschen, Tieren, der Natur und den Dingen wertschätzend um.
- Wir säen, pflanzen und gärtnern im geringen Umfang mit den Kindern.
- Wir trennen mit den Kindern den Müll.
- Wir verwenden Mehrwegverpackungen.
- Wir beteiligen uns an „Eine – Welt – Projekten“.
- Wir halten Kinder dazu an, verantwortungsvoll mit Strom und Wasser umzugehen.
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17. Interkulturalität
Kinder aus Familien mit anderem kulturellem religiösen Hintergrund sind uns herzlich willkommen. Wir sind neugierig auf ihre Traditionen, bewahren dabei aber unseren eigenen christlichen Glauben.
- In unserer Gemeinde gibt es alle zwei Jahre ein Deutsch/Türkisches Fest.
- Bei Projekten und Anlässen thematisieren wir andere Kulturen und Religionen.
- In der Einrichtung steht Literatur zur Verfügung.
- Wir zeigen Filme und Bilder von anderen Ländern.
- Wir sprechen mit Kindern über ihre Urlaubserinnerungen.
- Wir unterstützen mit unseren Kindern „Eine – Welt – Projekte“.
- Wir achten die Essgewohnheiten aller Kinder.
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18. Körper, Gesundheit und Bewegung
Kinder erschließen sich die Welt zunächst über ihre Sinne. Über Körperwahrnehmungen, die Nah- und Fernsinne und die damit verbundene emotionale Verarbeitung beginnt das Kind, die Welt, in die es geboren wurde, zu strukturieren und zu begreifen. Um sich bilden zu können, brauchen Kinder vielfältige Möglichkeiten, ihren Körper und ihre Sinne zu nutzen und sich in der Nutzung zu üben.
- Zum Thema Gesundheit, Ernährung und Zahnpflege bekommen wir regelmäßig Besuch von Referenten des Gesundheitsdienstes aus Bad Segeberg.
- Wir thematisieren mit Kindern Fragen der gesunden Ernährung.
- Wir besuchen regelmäßig den Zahnarzt und das Krankenhaus Kaltenkirchen.
- Der Rettungsdienst kommt zu uns in die Einrichtung und stellt uns seinen Wagen vor.
- Wir pflegen regelmäßigen Kontakt zu einem Seniorenwohnheim.
- Einmal in der Woche machen wir eine Bewegungszeit in Kleingruppen. An den anderen Tagen nutzen die Kinder selbsttätig den kleinen Gemeindesaal als Bewegungsraum.
- Im Flurbereich stehen abwechselnd Hüpfpferde, Swingcarts, Rolle und Schaukel als Bewegungsangebote zur Verfügung.
- Im Alltag sind vielsinnliche Erfahrungen möglich, z.B. das Bohnenbad.
- Den Flurbereich können die Kinder in ihr Rollenspiel mit einschließen.
- Wir machen den Kindern spielerisch ihr Körperschema bewusst.
- Wir nehmen die Neugier und das Interesse an dem unterschiedlichen Geschlecht wahr und pflegen einen wertschätzenden Umgang damit.
Bewegung macht Spaß
Kinder wollen sich bewegen Kindern macht Bewegung Spaß, weil sie so die Welt erleben, Menschen, Tiere, Blumen, Gras. Kinder wollen laufen, springen, kullern, klettern und sich drehn, wollen tanzen, lärmen, singen, mutig mal ganz oben stehn, ihren Körper so entdecken und ihm immer mehr vertraun, wollen tasten, riechen, schmecken und entdeckend hören, schau’n, fühlen - wach mit allen Sinnen innere Bewegung - Glück! Lass die Kinder dies gewinnen und erleben Stück für Stück!
Verfasser unbekannt
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19. Sprache, Zeichen, Schrift
Sprache ist für Kinder ein wichtiger Zugang zur Welt. Sie ist der Schlüssel zu Bildungszugängen. Sie hilft Kindern, ihre Wahrnehmungen der Welt zu benennen, zu strukturieren und mit der Welt zu kommunizieren. Wir bieten vielfältige Möglichkeiten:
- Wir visualisieren Buchstaben.
- Kindern zugeordnete Dinge sind mit ihren Namen in Großbuchstaben gekennzeichnet.
- Wir machen Kindern Bilderbücher präsent zum Anschauen und Lesen.
- Wir führen mit den Kindern tägliche Gesprächsrunden und haben dafür Regeln vereinbart.
- Wir lassen Kinder ausreden und hören zu.
- Wir sind offen für die Fragen der Kinder.
- In Finger-, Kreis- und Reimspielen sind Sprache und Rhythmus für Kinder erfahrbar.
- Wir regen Kinder dazu an, Konflikte verbal zu regeln und ihre Bedürfnisse zu benennen.
- Im Jahr vor der Schule führen wir Angebote zur phonologischen Bewusstheit durch.
- Im Jahr lernen wir 3 – 4 mal Gedichte.
- Wir lesen Kindern Bücher mit fortlaufenden Geschichten vor.
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20. Mathematische Bildungsprozesse
Kinder sind Forscher und Konstrukteure. Sie staunen über die Natur. Sie sind neugierig, Lösungen zu erkunden und logische Prozesse nachzuempfinden.
- Wir machen Angebote für mathematische Grunderfahrungen im Messen und Wiegen, für Größen und Formen.
- Im Bohnenbad machen sie Erfahrungen mit Mengen, Volumen und Messen.
- Es gibt Angebote im physikalischen Bereich, z.B. Magnetismus und Elektrizität .
- Draußen können Kinder mit trockenem und feuchtem Sand arbeiten und erste Statikerfahrungen machen.
- Den Kindern stehen für das Bauen unterschiedliche Materialien wie Bauklötze, Lego, Lego Tuloo und Lasy zum Ausprobieren und Experimentieren zur Verfügung.
- Wir thematisieren die belebte Natur. Jährlich finden Ausflüge zur Erkundung der Natur statt, z.B. zur Umweltakademie Neumünster, Wildpark Eekholt, in den Wald und in die Feldmark.
- Kinder können unterschiedliche Erfahrungen mit Wasser machen, z.B. mit der Gartenpumpe, dem Sprenger, der Wasserbahn.
- Wir visualisieren Zahlen im Alltag.
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21. Politik, Kultur und Gesellschaft
Kinder nehmen sich in dieser Welt wahr. Sie stehen im Kontext zu ihren und anderen Kulturen.
- Wir erkunden regelmäßig unsere Stadt und führen Gespräche über Kommunalpolitik.
- Wir besuchen mit den Kindern Theater und Puppentheatervorführungen.
- Unsere Kinder kennen wichtige Orte in Bad Bramstedt: Kirche, Bücherei, Schule, Einkaufsmöglichkeiten (Lebensweltorientierung).
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22. Religion, Philosophie und Ethik
Kinder fragen nach Gott und der Welt. Wir machen uns mit den Kindern auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen.
- Wir hören biblische Geschichten und singen religiöse Lieder.
- Wir sprechen miteinander Tischgebete.
- Wir führen mit den Kindern Gespräche über unsere und andere Religionen.
- Unsere Mitarbeiter haben ihren eigenen religiösen Werdegang reflektiert.
- Wir thematisieren Feste und Rituale anderer Religionen.
- Wir halten Kinder an, Gottes Schöpfung zu achten.
- Wir bieten Elternabende zu religiösen Themen an.
- Wir lassen Raum für die Weltsicht der Kinder.
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23. Musisch-kreativer Bereich und Medien
Kinder bringen mit ihrem Körper Gefühle zum Ausdruck. Ihnen stehen dafür Material, Werkzeug, Raum und Zeit zur Verfügung.
- Den Kindern stehen Rhythmikinstrumente zur Verfügung.
- Wir singen täglich.
- Im Gruppenalltag führen die Kinder sich gegenseitig und bei besonderen Anlässen einem Publikum selbstgewählte Tänze, Lieder und Szenen vor.
- Den Kindern steht verschiedenes Farb - und Papiermaterial zur Verfügung.
- Kinder modellieren bei uns mit Knete.
- Zu Themen und Projekten können Kinder bei uns mit Holz werken.
- Kinder bedienen CD Player und Kassettenrecorder selbstständig.
- Musik (auch klassisch) verstärken wir durch Rhythmikerfahrungen.
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24. Das letzte Jahr vor der Schule
Im letzten Jahr vor der Schule haben wir für unsere Kinder besondere Angebote und Aktivitäten in den Alltag integriert.
- Wir führen ein Training zur phonologischen Bewusstheit durch.
- Wir besuchen eine erste Klasse, um die Schule und den Unterricht kennen zu lernen.
- Wir erkunden den Schulweg.
- Wir führen Gespräche zur Schuluntersuchung.
- Kinder stellen ihre Ranzen vor.
- Den Kindern wird mehr Verantwortung im Alltag gegenüber den andern übertragen.
- Sie bekommen Aufgaben, die sie herausfordern.
- Besonders im Jahr vor der Schule lesen wir Bücher, die einen Zusammenhang haben, um das Nacherzählen zu üben.
- Wir feiern ein Schlaffest.
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25. Familienarbeit
Wir arbeiten familienergänzend und begleiten Kinder und ihre Familien durch die Kindergartenzeit. Wir sind uns bewusst, dass es für viele Kinder und Eltern der erste Außenkontakt ist. Ein kontinuierlicher Austausch mit den Eltern ist uns wichtig.
- Wir führen Gespräche zwischen Tür und Angel.
- Wir haben einen Kindertagesstättenbeirat, für den es eine Satzung gibt.
- Wir haben gewählte Elternvertreter, die am Elternbeirat der Stadt teilnehmen.
- Wir führen Anamnesegespräche über die Entwicklung des Kindes.
- Wir besprechen den Entwicklungsbogen zur Einschulung.
- Wir empfehlen Beratung und Hilfen für Familien.
- Wir sind offen für Hospitation von Eltern und Großeltern.
- Wir bieten unterschiedliche Elternabende an, z.B. Gesprächs-, Referenten -, Themenbezogene - oder Bastelelternabende.
- Wir feiern gemeinsame Feste.
- Wir beteiligen Eltern an Aktivitäten.
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26. Zusammenarbeit mit der Schule
In Bad Bramstedt gibt es trägerübergreifend einen gemeinsamen Workshop „Vernetzung Kita / Schule“. Zwischen Trägern und Schulen ist eine Vereinbarung über Absprachen für die Zusammenarbeit unterzeichnet.
Kooperationsvertrag zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen nach dem KiTaG § 5 Absatz 6 mit Gültigkeit zum 01.08.2006
1. Bis zum 15.09.eines jeden Jahres laden die jeweiligen Grundschulen zu einem gemeinsamen Elternabend ein. Themen: SPRINT (Datenschutz und Haftung) SEPP Austausch über Schulreife und Schulfähigkeit
Zu den Elternabenden werden die naheliegenden KiTa’s eingeladen. Die Einladungen an die Eltern werden über die KiTa’s verteilt.
2. Bis zum 15.10. eines jeden Jahres lädt die KiTa „Mullewapp“, Sommerland 2 a, 24576 Bad Bramstedt, zu einem Gesamtelternabend ein. Thema: „Mein Kind mit Förderbedarf kommt in die Schule“ (Info über I-Maßnahmen, sonderpädagogische Gutachten etc.) Zu den Elternabenden werden verschiedene Schulleiter eingeladen, deren Arbeitsgebiet das o.g. Thema ist. Die Einladungen werden über die KiTa’s verteilt.
3. Bis zum 01.11. eines jeden Jahres ist die Sprachstandfeststellung des im darauf folgenden Jahr einzuschulenden Kindes durch die jeweiligen KiTa abgeschlossen und werden der zuständigen Schule bis 15.11. gemeldet.
4. Bis zum 15.11. eines jeden Jahres sind Gespräche über die Kinder mit Verdacht auf Förderbedarf zwischen der KiTa und der zuständigen GS in Bezug auf Sprach- und Entwicklungsstand ( SEPP, Sprachstand) sowie die Einleitung einer eventuellen Fördermaßnahme geführt worden.
5. Ab Januar eines jeden Jahres: Beginn der SPRINT-Maßnahme.
6. Im Frühjahr eines jeden Jahres: Besuch einer Lehrkraft in der jeweiligen KiTa in der täglichen Gruppenarbeit und ein Besuch der KiTa-Kinder in der jeweiligen GS zur Unterrichtsstunde (Mathematik oder Deutsch). Bitte rechtzeitige Terminabsprache.
7. Im Mai eines jeden Jahres sollte ein Gespräch zwischen GS, KiTa und der betreuenden Person des SPRINT-Programms stattfinden.
8. Mindestens 1-mal im Jahr: Treffen aller GS und KiTa zur fortlaufenden Workshop-Arbeit.
Bad Bramstedt, den 07.07.2006
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27. Zusammenarbeit mit anderen
Für die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit und die Begleitung der Familien arbeiten wir mit folgenden Institutionen zusammen:
- Frühförderung
- Heilpädagogische Kindertagesstätte
- Sprachheilschule
- Logopäden
- Ergotherapeuten
- Zahnmedizinischer Dienst
- Zahnarzt
- Kinderärzte
- Feuerwehr
- Polizei
- Seniorenwohnheim
- kirchliche Kita’s in Bad Bramstedt und Umgebung
- Kita’s anderer Träger in Bad Bramstedt
- Leitungs AG im Kirchenkreis NMS
- Fachberatung des Kirchenkreises NMS
- Kommune
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