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Inhalt:
Vorwort
1. Unser rechtlicher Rahmen 2. Das christliche Menschenbild 3. Die Ev.-Luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe 4. Unsere Bildungsarbeit 4.1. Die Lernkompetenzen der Kinder 4.2. Die Rolle der Fachkraft 4.3. Das Bild vom Kind 4.4. Die Querschnittsdimensionen von Bildung 4.4.1. Partizipation 4.4.2. Integration 4.4.3. Genderbewußtsein 4.4.4. Lebensweltorientierung 4.4.5. Nachhaltigkeit 4.4.6. Interkulturalität 4.5. Die Bildungsbereiche 4.5.1. Sprache und Kommunikation 4.5.2. Mathematisch, technisch, naturwissenschaftlicher Bereich 4.5.3. Ethik, Religion und Philosophie 4.5.4. Musisch-kreativer Bereich und Medien 4.5.5. Körper, Gesundheit und Bewegung 4.5.6. Kultur, Politik und Gesellschaft 5. Beobachten und Dokumentieren 6. Familienarbeit 7. Aufnahme neuer Kinder 8. Das letzte Jahr in der Kindertageseinrichtung 9. Kindertageseinrichtung in der Kirchengemeinde 10. Zusammenarbeit mit Anderen 11. Zusammenarbeit mit der Schule 12. Teamarbeit
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1. Unser rechtlicher Rahmen
Die Arbeit in der Kindertagesstätte unterliegt verschiedenen gesetzlichen und rechtlichen Bestimmungen. Unser Alltag und die damit getroffenen verbindlichen Regelungen werden durch diese bestimmt.
Es sind folgende:
- Das „ Nordelbische“ Kirchengesetz
- Das Sozialgesetzbuch VIII der Bundesrepublik Deutschland und seine Erweiterung (KICK)
- Das Tagesbetreuungsausbaugesetz
- Das Kindertagesstättengesetz des Landes Schleswig-Holstein und die Kindertagesstättenverordnung
- Die Kindertagesstättensatzung und die Gebührensatzung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt
- Die Richtlinien der Unfallkasse des Landes Schleswig- Holstein
- Das Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit der Hygieneverordnung
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2. Das christliche Menschenbild
Aus der Liebe Gottes und der Liebe zu unserem eigenen Leben erwächst für uns die Liebe zum Nächsten. Unser Vertrauen zu Gott gibt uns die Kraft und die Zuversicht, die wir brauchen, um mit den Kindern und ihren Familien mit Freude zu arbeiten. Alles was wir selbst erfahren, glauben, hoffen und wünschen legen wir in die Gestaltung des Alltags. Jede von uns hat ihren eigenen Standpunkt im christlichen Glauben. Diesen entwickeln wir gemeinsam und jede für sich selbst weiter.
- Wir können vertrauen, weil Gott uns vertraut
- Wir gehen tolerant mit anderen um, weil wir uns akzeptiert wissen, wie wir sind
- Wir sind hilfsbereit, weil wir Hilfe erfahren
- Wir geben Hoffnung, weil wir hoffen können
- Wir haben Verständnis für andere, weil wir uns verstanden wissen
- Wir lieben, weil wir uns geliebt wissen
- Wir können trösten, weil wir Trost erfahren
Jesus sagt: „ Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen kommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte.“ Matthäus 18.20
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3. Die Ev.-Luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe
Unser Kindergarten, der im Januar 1997 eröffnet wurde, hat seine Räumlichkeiten im Kulturhaus der Gemeinde Wiemersdorf. Wir betreuen am Vormittag 58 Kinder in zwei Gruppen. Diese heißen Mäusegruppe, Delfingruppe und Löwengruppe. In jeder Gruppe arbeiten eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin. Unsere Gruppenräume sind hell und freundlich. Zusätzlich nutzt jede Gruppe einen Kuschelraum, einen Waschraum und eine Garderobe. Verbunden sind die Gruppenräume durch einen Mittelraum. Außerdem nutzen wir die Küche und den Mehrzweckraum.
Jeder Gruppenraum hat eine Tür, durch die unser Außengelände erreicht werden kann. Dort haben die Kinder vielfältigste Möglichkeiten zum Spielen und Bewegen. Es gibt Schaukeln, einen Wall mit Rutsche, sowie Turnstangen, Spielhäuser, eine Feuerstelle und eine große Sandkiste mit Matschanlage.
Unsere Öffnungszeiten:
Montag – Freitag von 8:00 bis 15:00 Uhr Frühdienst von 7:00 bis 8:00 Uhr Spätdienst von 12:00 bis 12:30 Uhr Spätdienst von 14:00 bis 15:00 Uhr
Elternbeiträge:
Die Elternbeiträge richten sich nach der aktuellen Gebührensatzung.
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4. Unsere Bildungsarbeit
4.1. Die Lernkompetenzen der Kinder
Kinder erschließen sich ein Bild von der Welt auf Grund ihrer Wahrnehmungen und der Erfahrungen, die sie in der Kindertageseinrichtung sammeln können.
Die Kinder erfahren Vertrauen in sich, zu anderen, sowie zu ihrer Umwelt. Ihnen wird bewusst gemacht, dass auch Gott sie vorbehaltlos liebt und ihnen auch in neuen und schwierigen Situationen zur Seite steht.
Jede von uns hat besondere Gaben, Fähigkeiten und Schwächen, diese wollen wir entdecken. Wir gehen wertschätzend miteinander um und akzeptieren jeden mit seiner Individualität. Im gemeinsamen Spiel lernen wir mit anderen zu kooperieren und Verantwortung für eine gemeinsame Sache zu übernehmen.
Konflikte sehen wir als Chance eigene Grenzen und die der anderen Menschen wahrzunehmen. Die Kinder lernen Konflikte auszuhalten und zu lösen. Dabei erfahren wir, dass man einander vergeben und neu beginnen kann.
In unserer Gemeinschaft lernen die Kinder sich in die Bedürfnisse der anderen hineinzuversetzen und Differenzen auszuhalten. Für ein soziales Miteinander werden Regeln erarbeitet und weiterentwickelt. Die eigenen Entfaltungsmöglichkeiten und die Orientierung an den Rechten der anderen sind eng miteinander verbunden.
Gemeinsam wollen wir unsere Welt entdecken und verstehen . Die Kinder lernen zu beobachten, Antworten zu suchen und eigene Lösungs- und Lernwege zu erproben.
Mit unserer Neugier stoßen wir aber auch an Grenzen. Auf viele Fragen gibt es Antworten, aber nicht auf alle. Die Fragen nach dem Woher und Wohin, nach Anfang und Ende des Lebens und der Welt gehören zu den Geheimnissen mit denen wir leben.
Neben dem Erkunden der Welt bieten sich Möglichkeiten der Gestaltung durch Ideen und Fantasien. Die Kinder können ihre Gedanken musikalisch, gestalterisch und im Spiel ausdrücken.
Sehr wichtig für Kinder sind die Erfahrungen des Gelingens und des Hoffens. Gott gibt uns Kraft immer die Hoffnung in uns zu tragen, auch mit dem Blick auf die Zerbrechlichkeit des Lebens.
„Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich. Lass mich tun und ich verstehe!“ Konfuzius

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4.2. Rolle der Fachkraft
Die Fachkräfte der ev.- luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe verstehen sich als Bindungspersonen und Bildungsbegleiterinnen. Sie sind getragen vom christlichen Menschenbild Unsere Fachkräfte sind selbst Forschende, Suchende und bleiben offen für die Themen der Kinder. Sie stehen im ständigen Dialog mit dem Kind, finden mit ihm gemeinsam Antworten und Lösungen. Praktikantinnen und externen Fachkräften vermitteln wir unsere Haltung. Im Team haben wir unsere Grundsätze fest geschrieben und achten auf deren Einhaltung.
- Wir sind Bildungsbegleiterinnen, keine Vermittlerinnen
- Beobachtungen sind ein fester Bestandteil in unserer Arbeit. Wir erweitern laufend unsere Kompetenzen in diesem Bereich.
- Die Fachkräfte unserer Kindertageseinrichtung verfügen über Wissen zum Thema Bindung. Sie haben ihre Haltung dazu reflektiert.
- Wir arbeiten mit aus- und fortgebildeten Kräften im Team
- Wir selbst haben Lust am Aneignen von Wissen
- Wir verfügen über eine umfassende Allgemeinbildung
- Wir regen die Denkfähigkeit der Kinder an und fördern diese
- Wir achten die besonderen Formen der kindlichen Konstruktionen und verstehen uns als Ko- Konstrukteure in Bildungsprozessen
- Wir haben unsere eigene Bildungsbiographie reflektiert
- Wir pflegen einen wertschätzenden Umgang
„Wenn der Mensch sich etwas vornimmt, so ist ihm mehr möglich, als man glaubt.“ Johann Heinrich Pestalozzi
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4.3. Das Bild vom Kind
Für das Team der Kindertageseinrichtung Sternschnuppe ist das Spiel die einzige, ernsthafte und nachhaltige Auseinandersetzung des Kindes mit der Welt. Im Spiel konstruiert das Kind sich ein Bild von der Welt. Dafür brauchen die Kinder kompetente Bildungsbegleiterinnen und eine vorbereitete Umgebung.
- Kinder wollen spielen
- Kinder brauchen Kinder
- Kinder brauchen Vertrauen in sich und in andere
- Kinder brauchen zeitlich und inhaltlich Freiräume, um kreativ sein zu können
- Kinder wollen experimentieren und forschen
- Kinder wollen sich ausdrücken und philosophieren
- Kinder brauchen Nähe und Geborgenheit
- Kinder brauchen Bindungen zu Kindern und Erwachsenen
- Kinder wollen Entscheidungen treffen und mitbestimmen können
- Kinder brauchen Erwachsene, die kompetente Spiel- und Bindungspartner sind
- Kinder brauchen eine herausfordernde Umgebung
- Kinder brauchen Anreize, die Grenzen ihres Könnens überschreiten zu wollen
- Kinder brauchen Schutz und Sicherheit
- Kinder brauchen Kommunikation
- Kinder wollen ihre körperlichen Grundbedürfnisse befriedigen
„Dass wir wieder werden wie Kinder, ist eine unerfüllte Forderung. Aber wir können zu verhüten suchen, dass die Kinder werden wie wir.“ Erich Kästner
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4.4. Die Querschnittsdimensionen von Bildung
4.4.1. Partizipation
„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben in der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und Lösungen für Probleme zu finden.“ Richard Schröder
- Wir machen für Kinder demokratische Prozesse erfahrbar, z.B. bei der Abstimmung die Klarheit der Mehrheit. Die Kinder erfahren welche Folgen für die einzelnen Kinder entstehen.
- Die Kinder entscheiden bei Abläufen im Gruppenalltag, wie z. B. Stuhlkreis, Bewegungsspiele, auf dem Spielplatz spielen...
- An Alltagsprozessen sind die Kinder beteiligt. Sie tragen für bestimmte Aufgaben und Rituale, die sie selbständig ausführen, die Verantwortung.
- In Gesprächskreisen werden Regeln für die Kommunikation aufgestellt und praktiziert
- Die Fachkräfte hören die Themen und Anliegen der Kinder und nehmen diese ernst
- Die Fachkräfte in der ev.- luth. Kindertageseinrichtung haben für ihre eigenen Entscheidungsprozesse Prinzipien aufgestellt
- An Entscheidungen für die Kindertageseinrichtung sind die Fachkräfte beteiligt
„ Der Geist der Demokratie kann nicht von außen aufgepropft werden, er muss von innen herauskommen“ Mahatma Gandhi
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4.4.2. Integration
Unsere Kindertageseinrichtung ist offen für alle Kinder, dies gilt für Kinder, die besonderer Förderung bedürfen, sowie Kinder mit besonderer Begabung. Wir erkennen die Themen aller Kinder und begleiten diese, damit alle ihre individuellen Bildungsprozesse erleben können. Gemeinsame Aktivitäten zwischen Kindern mit und ohne besonderen Förderbedarf ermöglichen wir und fördern ein barrierefreies Zusammenleben in unserer Kindertageseinrichtung.
- Wir führen Gespräche mit den Eltern zur Entwicklungsgeschichte der Kinder
- Wir arbeiten im Rahmen von Einzelintegrationsmaßnahmen mit Eltern und Heilpädagoginnen zusammen
- Kinder, die eine Einzelintegrationsmaßnahme erfahren, werden in Gruppen mit reduzierter Kinderzahl betreut
- Wir nutzen den Austausch mit anderen Kindertagesstätten, um unsere Kompetenzen ständig zu erweitern
- Pädagogische Prozesse sind so gestaltet, dass alle Kinder teilhaben können
„Wenn man einen Freund hat, braucht man sich vor nichts zu fürchten.“ Janosch
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4.4.3. Genderbewusstsein
In unserer Kindertageseinrichtung sind die Gruppen geschlechtsgemischt. Die Fachkräfte berücksichtigen den Umgang mit dem unterschiedlichen sozialen Geschlecht. Sie reflektieren ihre eigene Geschlechterrolle und geben Jungen und Mädchen die gleichen Voraussetzungen um lernen und spielen zu können.
- Spiele und Bücher zu verschiedenen Themen sind allen Kindern zugänglich
- Eine Werkbank mit Handwerkszeug steht den Kindern täglich zur Verfügung
- Beim Kochen, Backen und Tischdecken helfen Jungen und Mädchen selbständig mit
- In den Verkleidungsecken befinden sich Sachen für Jungen und Mädchen
- An Angeboten und Projekten der Einrichtung können Jungen und Mädchen gleichberechtigt teilnehmen
Genderbewusstsein meint die Berücksichtigung und den bewussten Umgang mit dem sozialen Geschlecht.
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4.4.4. Lebensweltorientierung
Gemeinsam mit den Kindern erkunden wir unsere Lebenswelt, das Dorf. Unsere Mitarbeiterinnen verfügen über gute Ortskenntnisse. Sie kennen die Aktivitäten der Gemeinde und des Sportvereins und können sich so mit den Kindern und Familien austauschen.
- Wir machen mit den Kindern Spaziergänge im Dorf
- Wir nutzen die Schulsporthalle
- Wir erkunden gemeinsam mit den Kindern das Dorf
- Wir machen bewusst, wo die Kinder wohnen
- Wir besuchen die Feuerwehr und die Polizei
- Wir gehen einkaufen
- Unsere Waldwoche findet in einem Waldstück in Bimöhlen, am Hallohberg statt
- Für Ausflüge nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel oder bilden Fahrgemeinschaften
- Für Gottesdienste treffen wir uns in der Maria- Magdalenen- Kirche in Bad Bramstedt
- Wir besuchen den Spielplatz in der nahe gelegenen Bäckertwied
- Bei bestimmten Aktivitäten, wie z.B. „Martini“ bringen wir uns mit ein
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4.4.5. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet, die Verantwortung für das eigene Handeln und deren langfristigen Folgen zu übernehmen.
Die Natur und unsere Umwelt sind unser größter Schatz. Sie zu achten und respektvoll mit ihnen umzugehen, sollte selbstverständlich sein. Die Wurzeln für dieses Umweltbewusstsein bei den Kindern zu legen, ist uns sehr wichtig.
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Wir sortieren mit den Kindern den Müll
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Wir beziehen die Milch in Mehrwegflaschen
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Für das mitgebrachte Frühstück benutzen die Erzieherinnen Mehrwegbehälter und sind somit Vorbilder für die Kinder
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Wir achten darauf, das mit angebotenen Materialien sparsam umgegangen wird
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Wir führen Gespräche mit den Kindern darüber, Gottes Schöpfung zu achten und sehr sorgsam mit ihr umzugehen
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Wir haben Hochbeete, in denen wir gemeinsam mit den Kindern etwas einsäen, pflegen und ernten
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Wir fördern das Umweltbewusstsein in Projekten
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Die Kinder erfahren den Umgang mit Tieren, indem wir gemeinsam die Kindergarten-Meerschweinchen versorgen.
„Wir erben die Welt nicht von unseren Vätern. Wir leihen sie von unseren Kindern!“ Weisheit der Indianer
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4.4.6. Interkulturalität
Das Team der ev.-luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe nimmt die kulturellen Erfahrungen und Lebensbedingungen aller Kinder und deren Familien ernst und achtet diese. Wir sind uns der Rolle als Begleiter bei der Verbindung zwischen der kulturellen Herkunft und der Anforderungen unserer Gesellschaft bewusst. Wir haben uns mit unseren eigenen Erfahrungen des Fremdseins auseinander gesetzt. Unser Team zeigt sich aufgeschlossen und neugierig gegenüber unterschiedlichen Kulturen. Wir betrachten Mehrsprachigkeit als Entwicklungschance.
- In Elterngesprächen erfahren wir von den religiösen und kulturellen Hintergründen des Kindes
- Wir thematisieren mit den Kindern verschiedene Kulturen und Religionen
- Wir beachten die verschiedenen Essgewohnheiten der Kinder und nehmen Rücksicht
- Kinder nicht deutscher Erstsprache werden ggf. besonders gefördert
- Wir unterstützen ein Projekt unserer Kirchengemeinde in der Partnergemeinde Unenamwa in Tansania und haben dieses für Eltern und Kinder visualisiert
 Ein Holländerkind, ein Afrikanerkind, ein Chinesenkind drücken beim Spielen die Füße in Lehm. Nun gehe hin und sage, welcher Fuß ist von wem?
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4.5. Die Bildungsbereiche
4.5.1. Sprache und Kommunikation
Die Kinder in der ev.- luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe erhalten vielfältige Impulse, die Spracherfahrungen in Gang setzen. Uns ist es wichtig bei den Kindern die Lust am Sprechen und am Lesen zu ent- wickeln. Dazu gibt es regelmäßige und spielerische Angebote.
- Alle Kinder genießen eine tägliche Vorlesezeit
- Der gesamten Gruppe werden regelmäßig Bilderbücher vorgelesen und Geschichten erzählt
- Wir singen mit den Kindern Lieder, spielen Spiele und sprechen Reime
- Unsere Fachkräfte verstehen sich als Sprachvorbilder
- Wir begleiten die Kinder sprachlich in Spielen ( Rollenspiele, Handpuppenspiele u.a. )
- Wir machen besondere Angebote, wie Sprachförderspiele und Spiele zur Mundmotorik
- Wir hören den Kindern zu, lassen sie aussprechen und stellen Fragen
- In Gesprächskreisen regen wir die Kinder zum Sprechen an und wir haben dazu Regeln entwickelt(z.B. Es spricht nur einer zur Zeit, wer den Sprechstein hält kann sprechen, die anderen hören zu. )
- Kinder mit Migrationshintergrund erhalten Sprachanreize nach dem Beobachtungsverfahren Sismik
- Im letzten Jahr vor der Schule findet zur Intensivförderung der „ Phonologischen Bewusstheit“ ein Ohrentraining statt
- Wir benutzen Schriftzüge, Zahlen und Zeichen im Kindergartenalltag. Wir schreiben Regeln in Form von Worten und den dazugehörenden Symbolen auf.
- Wir arbeiten mit dem Sprachheilambulatorium der Bramauschule in Bad Bramstedt zusammen. Einmal im Jahr kommt eine Sprachheilpädagogin zur Beratung in unsere Einrichtung.

„Phonologische Bewusstheit“ ist die Wahrnehmung der formalen Eigenschaften der Sprache wie Wörter im Satz und Silben in Wörtern, der Klang der Wörter in Reimen und letztendlich vor allem die Laute der gesprochenen Wörter. Diese Fähigkeiten sind Voraussetzung für den Schriftspracherwerb in der Schule.
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4.5.2. Mathematisch, technisch, naturwissenschaftlicher Bereich
Die Kinder machen ständig neue Erfahrungen. Sie haben Spaß am Entdecken, Experimentieren, Konstruieren und stellen viele Fragen. Gemeinsam suchen wir mit ihnen nach Erklärungen und Wegen.
- In Alltagssituationen und im Spiel, z. B. in unserer Matschanlage (drinnen und draußen) erkennen und erfahren die Kinder physikalische Gegensätze wie heiß und kalt, flüssig und fest, hart und weich
- Grunderfahrungen mit Volumen und Gewicht beinhalten das Spielen mit Sand und Wasser
- Die Kinder experimentieren mit Magneten und erfahren die anziehende und abstoßende Kraft
- Unterschiedliche Materialien regen die Kinder zum Konstruieren an und lassen Erfahrungen mit Statik zu
- Wir nutzen unser Außengelände, erkunden die Umgebung und entdecken Spuren von Gottes Schöpfung
- Beim Backen und Kochen werden, z. B. mit Backpulver, chemische Prozesse nachvollzogen
- Im Spiel arbeiten wir mit Zahlen und Zeichen. Wir machen sie fühl- und sichtbar
- Technische Geräte, wie Kassettenrecorder und CD-Player nutzen die Kinder für ihr tägliches Spiel
- Küchengeräte wie z. B. Handmixer, Pürierstab... erfahren die Kinder bei der Zubereitung des gemeinsamen Frühstücks
- In unserer Einrichtung ist Tierhaltung möglich. Zur Zeit pflegen wir mit den Kindern Meerschweinchen.
„Zwei mal drei macht vier, wide, wide, witt und drei macht neune, ich mach´ mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Aus „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren
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4.5.3. Ethik, Religion und Philosophie
Kinder stellen Fragen nach dem Woher, Wozu, Wohin und Warum. Wir geben ihnen Raum und Zeit sich mit Religion und Glauben auseinander zusetzen, über Gut und Böse nachzudenken, über Sinnfragen zu philosophieren. Sie sehen die Welt mit ihren Augen und lernen Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen.
- Wir haben Bilderbücher und Kinderbibeln zur freien Verfügung
- Wir singen christliche Lieder
- In Gesprächen werden die Kinder zum Philosophieren und Nachdenken angeregt
- Biblische, moralische, ethische Geschichten werden von uns vorgelesen, erzählt und auch betrachtet
- Einmal im Monat besucht uns Pastor Hofmann. Er singt mit den Kindern und erzählt ihnen biblische Geschichten. Die Kinder haben Gelegenheit dem Pastor Fragen zu stellen. Zwei Kinder aus jeder Gruppe sprechen Fürbittengebete und zünden dabei Kerzen an.
- Den Altar für diese Gottesdienste gestalten die Kinder mit uns gemeinsam
- Wir haben unser christliches Menschenbild reflektiert
- Wir thematisieren mit den Kindern familiäre Lebenssituationen
- Wir haben nicht auf alle Fragen eine Antwort
- Wir geben den Kindern Raum und Zeit Fragen zu stellen, für eigene Gedanken und philosophieren mit ihnen gemeinsam
- Wir sprechen zum Frühstück ein Tischgebet
- Jedes Kind bedient sich beim Frühstück selbst. Es entscheidet, was und wie viel es essen und trinken möchte. Wir machen ihnen bewusst, nur so viel zu nehmen, wie sie essen oder trinken möchten
„Gott baut ein Haus, dass lebt; wir selber sind die Steine, sind große und auch kleine, du, ich und jeder Christ.“ Waltraud Osterlad
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4.5.4. Musisch-kreativer Bereich und Medien
Jedes Kind ist kreativ. Es teilt uns durch seine Fantasie mit, was es empfindet und was es erlebt hat. Eine Hemmschwelle ist zum Glück nicht vorhanden oder nur sehr klein. In unserer ev.- luth. Kindertageseinrichtung geben wir den Kindern und ihren Sinnen Raum und Zeit. Dabei achten wir auf Folgendes:
- Wir singen täglich mit den Kindern. Der Rhythmus wird mit Klatschen, Stampfen u.a. unterstrichen. Klanginstrumente stehen ihnen im Alltag zur Verfügung.
- Kreisspiele werden mit Fantasie und Bewegung gestaltet
- Der Kassettenrekorder und der CD-Player können im Gruppenalltag genutzt werden. Die Kinder hören Geschichten und Lieder, zu denen sie gerne tanzen.
- Kasperpuppen stehen den Kindern täglich zur Verfügung. Hier können sie ihre Fantasie ausleben. Die Kinder können oft ein Puppentheaterstück ansehen und genießen.
- Für den künstlerischen – kreativen Bereich stehen viele unterschiedliche Materialien den Kindern zur freien Verfügung. Sie malen, basteln oder werken. Modellieren und Matschen fördern die Sinne der Kinder.
- Die Kinder experimentieren mit unterschiedlichen Farben
- Mit verschiedensten Materialien wie z.B. Farben, Knete, Sand, Pappmasche u.s.w. drücken die Kinder ihre Gedanken und Gefühle aus
- Der Kantor singt einmal im Monat mit den Kindern und begleitet sie dabei auf seinem Akkordeon
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4.5.5. Körper, Gesundheit und Bewegung
Kinder erschließen sich die Welt durch Wahrnehmung und Bewegung. Durch ihre eigene Körperwahrnehmung entwickeln die Kinder von sich ein Bild und sammeln bedeutende Erfahrungen, wie etwas geschieht und warum es geschieht. Vielfältige Bewegungserfahrungen haben eine wichtige Bedeutung für die Bildungsprozesse der Kinder. Sie sind die Grundlage für den Spracherwerb und das Lernen. Da uns dieser Entwicklungs- und Bildungsbereich sehr wichtig ist, machen wir vielfältige Angebote.
- Hygiene und Körperhygiene werden mit den Kindern thematisiert, wir achten auf die Einhaltung der Regeln ( Hände waschen, Zähne putzen u.ä.). Die Kinder werden von uns begleitet und erlangen größtmögliche Selbständigkeit.
- Wir sprechen mit den Kindern über gesunde Ernährung und verstehen uns als Vorbilder
- In unserer Einrichtung gibt es einmal in der Woche ein Kita-Frühstück. Dazu sammeln wir Geld von den Eltern ein und die Kinder erhalten dafür an diesem Tag ein Frühstück, das sie selbst mit vorbereitet haben.
- Die Kinder erhalten während der gesamten Betreuungszeit zuckerfreie Getränke
- Einmal in der Woche gibt es einen Obst- und Gemüsetag. An diesem Tag bringen die Kinder nur Obst und Gemüse zum Frühstück mit.
- Jede Gruppe hat einmal in der Woche ihre eigene Bewegungszeit. Dazu gehen wir mit den Kindern in die Schulsporthalle.
- Zu den Bewegungszeiten sind die Fachkräfte Vorbild und tragen angemessene Kleidung
- Die Kinder sind an der Gestaltung der Bewegungszeiten beteiligt. Sie bestimmen zeitlich und inhaltlich über ihr Bewegungsbedürfnis.
- Wir öffnen zu bestimmten Zeiten unseren Mehrzweckraum und bieten betreute Bewegungsangebote an
- Kleingruppen von vier Kindern können während der gesamten Betreuungszeit den Mehrzweckraum für Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten nutzen
- Den Kindern unserer Einrichtung steht der gesamte Kita-Bereich zum freien Bewegen zur Verfügung ( außer der Küche )
- Es gibt Fahrzeuge für den Innenbereich
- Den Kindern stehen ein Bällebad, verschieden eingerichtete Ecken, Decken und Kissen zur Verfügung. Diese bieten Möglichkeiten zur Entspannung und zum Rückzug.
- Unser Außengelände bietet unterschiedliche Bepflanzung und Spielhäuser zum Rückzug
- Eine große Freifläche lädt zum Toben, Rennen und Ball spielen an. Feuerstelle und Wasserspielanlage, Windspiele und Hochbeete lassen die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde erlebbar werden.
- Eine riesige Sandkiste lädt zum Buddeln und bauen ein.
- Den Kindern stehen verschiedene Fahrzeuge für das Außengelände zur Verfügung
- Einmal in der Woche sperren wir den Parkplatz vor der ev.- luth. Kindertageseinrichtung für die Kinder ab, die sich ein Fahrzeug von zu Hause mitgebracht haben. Die Kinder fahren dort mit Roller, Fahrrad, Laufrad u.ä.
- Für das Spiel im Freien stehen den Kindern verschiedene Materialien zur Verfügung ( Holz, Steine u.ä. )
- Einmal im Jahr führen wir mit allen Kindern eine Waldwoche durch. Hier haben die Kinder die Möglichkeit Bewegung und Wahrnehmung mitten in der Natur zu erleben ( Psychomotorik ).
- Die Kinder erleben im Alltag Angebote zur Förderung der sensorischen Integration ( Matschen, Kneten, Fühlen u.ä. )
- Die Fachkräfte thematisieren kindliche Sexualität und haben ihre Haltung dazu reflektiert
- Übungen zur Wahrnehmung und zu Gefühlen werden in Projekten angeboten
- In den Gruppen steht ausreichend Material zur umfassenden Sinneswahrnehmung zur Verfügung
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4.5.6. Kultur, Politik und Gesellschaft
Kinder in Wiemersdorf leben in unterschiedlichen familiären, sozialen, kulturellen und religiösen Zusammenhängen. Es ist uns wichtig, dass jeder erkennt, dass wir verschieden sind und somit jeder etwas Besonderes ist. So wollen wir Kindern die Möglichkeit eröffnen, sich als aktiv Teilhabende und Gestaltende in der Gesellschaft zu erleben.
- Die Unterschiede in den Familienstrukturen und die Lebensbedingungen der Kinder werden thematisiert
- Über Abläufe in den Gruppen werden Abstimmungen durchgeführt
- Aktionen und Projekte reflektieren wir mit den Kindern Die Kinder sind an der Gestaltung von Festen beteiligt
- Jedes Kind wird an seinem Geburtstag besonders gefeiert
- Verschiedene Berufe werden thematisiert
- Aktuelle dörfliche und politische Ereignisse wie Wahlen, Sport und andere Veranstaltungen werden besprochen
- Verschiedene kulturelle Lebensformen lernen wir kennen
- Musik und Lieder aus aller Welt werden integriert
- Kinder sind an der Raumgestaltung beteiligt
- Das Team erweitert die Partizipationsmöglichkeiten der Kinder
„Wir sind die Kleinen in den Gemeinden, doch ohne uns geht gar nichts, ohne uns geht´s schief. Wir sind das Salz in der Suppe der Gemeinde, egal was andre meinen, wir machen mit!“
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5. Beobachten und Dokumentieren
Das Team der ev.- luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe nutzt Beobachtungen und Dokumentationen um Bildungsprozesse der Kinder festzuhalten und weiterzuentwickeln. Dabei steht für die Fachkräfte im Vordergrund zu erfahren, wie die Kinder sich die Welt erschließen und welche Themen sie beschäftigen, welche Interessen und Neigungen die Kinder haben. Unsere Fachkräfte nutzen Fachliteratur und Tabellen, um die Entwicklung der Kinder aufzuzeigen.
- Wir nutzen Beobachtungsbögen für Spielsituationen und Bindungen der Kinder
- Wir dokumentieren Angebote in den Gruppen
- Wir dokumentieren mit und für die Kinder Projekte (Waldwoche, Gottesdienste u. ä. )
- Wir dokumentieren Planungen und Abläufe von Gottesdiensten
- Wir nutzen unsere Beobachtungen für Elternarbeit
- Für jedes Kind dokumentieren wir Kompetenzen ( Das kann ich schon) und wir führen Mal- und Bastelmappen
- Kinder mit Migrationshintergrund werden nach dem Bogen Sismik in der Sprachentwicklung beobachtet
- Teamsitzungen und Dienstbesprechungen werden protokolliert
- Gespräche und Sitzungen werden protokolliert
- Die Dienstzeiten der Mitarbeiter werden dokumentiert
- Die Kindertagesstätte befindet sich in der Qualitätsentwicklung und erarbeitet ein Qualitätshandbuch
- Unsere Fachkräfte führen ein Gruppenbuch
- Abläufe und Absprachen in den Gruppen werden den Eltern präsent gemacht
- Wir veröffentlichen Umfrageergebnisse von Eltern und Kindern
- Verschiedene Statistiken über Fachkräfte, Kinder und Gruppen liegen vor
- In der ev.-luth. Kirchengemeinde werden Veröffentlichungen über die Kindertageseinrichtung archiviert
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6. Familienarbeit
Die ev.-luth. Kindertageseinrichtung befindet sich in einer dörflichen Gemeinde. Viele Familien kennen sich untereinander und kennen auch das Team der Sternschnuppe. Daher ist ein vertrauensvolles Zusammenarbeiten zwischen den Eltern und dem Team für die Bildung und Erziehung der Kinder möglich.
Für das Miteinander gibt es folgende Angebote:
- In Gesprächen zwischen Tür und Angel werden wichtige und kurze Informationen ausgetauscht
- Es finden Einzelgespräche zwischen Eltern und Fachkräften zum Entwicklungsstand des Kindes statt
- Mit Eltern, Geschwistern und Großeltern feiern wir Feste
- Einmal im Jahr gehen wir mit den Vorschulkindern und deren Vätern boßeln
- Wir feiern gemeinsam Gottesdienste im Haus und in der Kirche in Bad Bramstedt
- Bei Familienproblemen helfen wir Lösungen zu finden oder wir vermitteln an entsprechende Beratungsstellen
- Mit den gewählten Elternvertretern treffen wir uns regelmäßig, so dass sie am Kindergartengeschehen teilhaben und mitwirken können
- Zu besonderen Anlässen unterstützen uns Eltern im Kindergartenalltag
- Im Kindergartenbeirat sind zwei Elternvertreter Mitglied und sind stimmberechtigt
- Wir laden zu verschiedenen Elternveranstaltungen ein, wie Gruppenelternabende, themenbezogene Elternabende in unserer Kindertagesstätte und in den anderen Einrichtungen der Kirchengemeinde sowie Elternabende mit Bastelangeboten
„Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen.“ Jesaja 44.3
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7. Aufnahme neuer Kinder
Mit dem Besuch einer Kindertageseinrichtung beginnt für die Kinder und deren Familien ein neuer Lebensabschnitt. Bis zu diesem Zeitpunkt sind für die Kinder die Eltern feste Bindungspersonen. Die Kinder brauchen sichere Bindungen, um sich die Welt zu erschließen. Unsere Fachkräfte sind sich der Rolle als weitere Bindungspersonen bewusst und laden die Kinder und Eltern zum Kennenlernen der Räume und Fachkräfte in die Kindertageseinrichtung ein.
- Wir stellen uns den neuen Eltern auf einem Elternabend vor und informieren über unsere Arbeit
- Wir laden die neuen Kinder in die ev.-luth. Kindertageseinrichtung zum „Schnuppern“ ein
- Es gibt einen einheitlichen Aufnahmebogen für jedes Kind, der von den Eltern ausgefüllt wird
- Wir führen mit den Eltern ein Aufnahmegespräch
- Für jedes Kind wird eine Mappe angelegt, in der die Entwicklung des Kindes dokumentiert wird
- Nach Absprache mit den Eltern gibt es für jedes Kind eine individuell gestaltete Eingewöhnungszeit
- Bei der Gruppeneinteilung werden Wünsche der Kinder und Eltern nach Möglichkeit berücksichtigt
- Für jedes Kind wird ein Fach eingerichtet, indem es persönliche Dinge aufbewahren kann. Name und Symbol des Kindes werden visualisiert.
- Jedes Kind erhält seinen Platz im Geburtstagskalender der Gruppe mit Namen, Geburtsdatum und Foto
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8. Das letzte Jahr in der Kindertageseinrichtung
Das letzte Kindergartenjahr vor der Schule ist ein besonderes Jahr für die Kinder. Sie übernehmen in der Kindertagesstätte eine wichtige Rolle und sind Vorbilder für die jüngeren Kinder. Es ist uns wichtig ihr Selbstbewusstsein zu stärken, so dass sie zu einer eigenen Persönlichkeit heranreifen können. Ebenso wichtig ist es uns, dass die Kinder Werte wie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft gegenüber anderen entwickeln.
- Die Vorschulkinder haben bei uns einen besonderen Namen. Sie sind die „6-er Bande “
- Wir visualisieren mit Bild und Namen die Kinder der 6er- Bande
- Die 6-er Bande übernimmt bei besonderen Aktivitäten besondere Rollen
- Wir unternehmen einen besonderen Ausflug mit der 6-er Bande
- Wir gehen mit der 6-er Bande und den Vätern boßeln
- Zur Bewegungszeit in der Sporthalle gibt es gesonderte Angebote
- Die 6-er Bande besucht die Schule zum Schnupperunterricht
- Im letzten Halbjahr vor der Schule nehmen die Kinder an einem täglichen Ohrentraining teil (Phonologische Bewusstheitsbildung )
- Wir visualisieren die letzten Tage vor der Schule in der Kindertagesstätte
- Wir haben einen Ranzentag
- Wir laden die 6-er Bande zu einem Schlaffest in die Kindertagesstätte ein
- Die Kinder der 6-er Bande erhalten ein Abschiedsgeschenk von der Kindertagesstätte
- Wir verabschieden die Kinder und ihre Familien in einem Gottesdienst
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9. Kindertageseinrichtung in der Kirchengemeinde
Die Kindertagesstätte Sternschnuppe ist Teil der ev.-luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt. Die Zusammenarbeit mit den anderen Kindertagesstätten und allen anderen Gruppen der Gemeinde ist uns wichtig. Dafür wurden folgende Kriterien der Zusammenarbeit vereinbart:
- Wir haben feste Termine mit den Pastoren, Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen der Gemeinde und dem Kirchenvorstand
- Unsere Kirchengemeinde und somit unsere Kindertageseinrichtung ist eingebunden in den ev.-luth. Kirchenkreis Neumünster und dessen Fachberatung für Kindertagesstättenarbeit. Es gibt ein gemeinsames Leitbild der ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis.
- Zweimal monatlich finden Besprechungen der Dienststellenleiter der Kirchengemeinde statt
- Es gibt monatliche Treffen der Leitungen der Kindertagesstätten mit dem Kindertagesstättenbeauftragten der Kirchengemeinde
- In einer monatlichen Vernetzungsrunde des Kindertagesstättenausschuss und der Kindertagesstättenleitungen werden Absprachen getroffen
- Mindestens zweimal im Jahr besuchen wir Andacht in der Maria- Magdalenen- Kirche in Bad Bramstedt
- Einmal wöchentlich wird die Post durch eine Kollegin abgeholt oder ins Kirchenbüro gebracht
- Jeden dritten Freitag im Monat erzählt Pastor Hofmann eine Bibelgeschichte für die Kinder
- Pastor Hofmann nimmt an Teamsitzungen teil
- Gemeinsam mit unserem Pastor planen wir besondere Andachten u.a. zu Taufen oder christlichen Festen
- Die Mitarbeiterinnen erfahren Beratung und Seelsorge nach Absprache
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10. Zusammenarbeit mit Anderen
Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen bietet den Fachkräften der ev.-luth. Kindertageseinrichtung Sternschnuppe und natürlich auch den Kindern die Chancen auf Bildung. Es öffnet Augen, Ohren und Herzen der Menschen für das Miteinander, für das Zusammenleben, für das Voneinanderlernen, aber auch für die Unterschiedlichkeiten, für Diskussionen und den Erfahrungsaustausch.
Wir nutzen dafür Folgendes:
- Wir haben einen guten Kontakt zur Grundschule und nutzen die Sporthalle
- Gemeinsam mit der Frühförderung arbeiten wir integrativ
- Mit den Ergotherapiepraxen in Bad Bramstedt stehen wir in Kontakt
- Die Ärzte in Bad Bramstedt sind uns bekannt
- Fachkräfte in der weiteren Umgebung können wir benennen
- Mit den evangelischen Kindertageseinrichtungen in der Umgebung arbeiten wir zusammen. Wir erleben gemeinsame Gottesdienste, Theateraufführungen und Fortbildungen für das Team.
- Die Kindertagesstätten anderer Träger sind uns bekannt
- Von der politischen Gemeinde Wiemersdorf sind Mitglieder im Kindergartenbeirat vertreten. Gemeinderatsmitglieder werden zu Festen eingeladen.
- Unsere Einrichtung ist in der Leitungs-AG des Kirchenkreises Neumünster vertreten
- Die Kindertageseinrichtung ist in einem Qualitätsentwicklungszirkel
- Unser Team wird in inhaltlichen und organisatorischen Fragen von der Fachberatung des Kirchenkreises begleitet
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11. Zusammenarbeit mit der Schule
Unsere Kindertageseinrichtung und die Grundschule haben das gemeinsame Ziel, die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen sowie gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu begleiten und die Lernbereitschaft und Lernkompetenzen zu fördern. Dabei beachten beide Institutionen ihren eigenen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Unsere Fachkräfte sind sich ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages bewusst und haben ihre Haltung dazu reflektiert.
- Kindertageseinrichtung und Grundschule liegen in unmittelbarer Nachbarschaft
- Zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule gibt es eine schriftliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit
- Es gibt einen Schulbeauftragten für unsere Kindertageseinrichtung und einen Kindertagesstättenbeauftragten für die Grundschule Wiemersdorf
- Workshops zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen finden in regelmäßigen Abständen statt, auch trägerübergreifend für Bad Bramstedt und Umgebung
- Wir führen Gespräche mit den Eltern über die Entwicklung der Kinder
- Wir stehen im Austausch über die Entwicklung der Kinder mit der Grundschule, wenn das Einverständnis der Eltern vorliegt
- Die Eltern erhalten in der Kindertageseinrichtung Informationen über das Einschulungsverfahren
- Wir nehmen mit den Kindern am Schnupperunterricht teil
- Die Lehrkräfte besuchen uns in der Kindertageseinrichtung
- Die Erzieherinnen nehmen am Einführungselternabend der Schule teil

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12. Teamarbeit
In unserem Team arbeiten Fachkräfte mit verschiedenen Qualifikationen. Wir sind getragen vom christlichen Menschenbild. Gemeinsam entwickeln wir Prozesse in unserer täglichen Arbeit weiter und erarbeiten im Miteinander inhaltliche, pädagogische und organisatorische Abläufe. Wir treffen Vereinbarungen für eine gelingende Zusammenarbeit.
- Unsere Fachkräfte haben Zeit für die Vorbereitung und Reflexion
- Wir treffen uns regelmäßig in Teamsitzungen, beraten uns untereinander, tauschen uns fachlich aus und treffen Absprachen
- Konflikte werden offen angesprochen
- Wir nutzen Stärken der einzelnen Fachkräfte und haben Verantwortlichkeiten festgelegt
- Wir treffen Entscheidungen im Gesamtteam
- Veranstaltungen, Projekte und Gottesdienste werden mit allen Fachkräften geplant, durchgeführt und reflektiert
- Wir nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Im Team berichten wir darüber.
- Unser Pastor begleitet uns in der religionspädagogischen Arbeit mit den Kindern und deren Familien
- Praktikantinnen sind in unsrer Kindertagesstätte willkommen. Wir unterstützen die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte. Hierzu haben wir eine Vereinbarung erstellt.
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