
v.l.: Dr. Arnd Heling, Dr. Frost, Pastor Bernd HofmannDr. Hendrikson, Mitarbeiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt und selbst Öko-Bauer, schließt aus der BSE- und MKS-Krise, dass eine "grundlegende Neuorientierung" sowohl der Landwirtschaft als auch der Konsumgewohnheiten der Verbraucher notwendig sei. Die Verbraucher müssten sowohl die Höhe ihres Fleischkonsums verringern, als auch bereit sein, höhere Preise für Lebensmittel zu zahlen. Bauern und Verbraucher müssen umdenken Als Vertreter der Tierschützer stellte Dr. Frost aus Felde heraus: "Solange wir so mit den Tieren umgehen, ist die nächste Seuche oder Krise voraussehbar." Als Christ betonte er, dass "jedes Eingreifen in die gottgewollte Natur Risiken in sich birgt." Die Kirche hat Jahrhunderte lang weitgehend zu ökologischen Fragen geschwiegen. Ausdrücklich begrüßte Dr. Frost daher die deutlichen Worte der Bischöfe zur BSE-Krise. Auf der Nordelbischen Synode im Februar hatte der scheidenen Bischof Kohlwage die Massenschlachtung von Rindern allein zur Preisstabilisierung sogar als "blanke Gotteslästerung" bezeichnet. Dr. Arnd Heling, Referent im theologischen Dezernat der Nordelbischen Kirche, wünschte eine Abkehr von gegenseitigen Schuldzuweisungen. Die durch alle Medien gehenden "Bilder von den Scheiterhaufen" sind Ausdruck der gegenwärtigen Krise. Bei vielen Menschen ist durch diese Schreckensbilder ein Bewusstsein gewachsen, dass "es so nicht weitergeht.". In diesem Zusammenhang forderte Heling eine Umkehr von der "Verdinglichung der Mitgeschöpfe". Es gebe zwar "keinen himmlischen Tierfrieden auf Erden", aber der Respekt vor den Tieren fordere politische Konsequenzen.
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