Liebe Leserinnen und Leser!

 Ich schaue aus dem Fenster. Ich sehe meinen Garten: das grüne Gras, die Bäume mit Früchten und Beeren, die bunten Blumen. Ich halte ein Glas mit frischem Wasser in der Hand. Ich esse eine Scheibe frisch gebackenes Brot mit Butter und Salz. Es schmeckt wunderbar. Das Salz zergeht auf meiner Zunge und gibt dem Leben Geschmack. Das reicht, um gut und zufrieden zu leben, oder nicht? Brauche ich wirklich so viel mehr? Was brauche ich wirklich? Was macht mein Leben aus? Zu viel macht nicht glücklich. Zu wenig auch nicht. Das rechte Maß finden, das ist wichtig im Leben. Essen, was mir Kraft gibt. Trinken, was den Durst löscht. Ein Dach über dem Kopf haben, ein gutes Zuhause. Daran kann ich mich freuen. Es ist genug. Ich kann dankbar dafür sein. Das ist die eine Seite. Die andere ist: Wir leben im Überfluss. Anderen Menschen fehlt, was sie zum Leben brauchen. Wir sollen versuchen, gerechte Verhältnisse zu schaffen: In der großen Politik, aber auch in unserem kleinen Alltag. Wir sollen Not lindern. Sich freuen an dem, was wir zum Leben haben, unseren Überfluss mit anderen teilen, für Gerechtigkeit sorgen – das bedeutet Erntedank. Ihre Pastorin
Barbara Landa
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