Liebe Leserinnen und Leser!

Die Taube als Sympol für den Heiligen Geistjedes Jahr am ersten Freitag im März feiern Christen in der ganzen Welt Gottesdienste zum Weltgebetstag. Ich freue mich jedes Jahr auf diesen Gottesdienst, denn ich lerne viel. Warum? Jedes Jahr gestaltet ein anderes Land den Gottesdienst, der dann weltweit gefeiert wird. Und überall in der ganzen Welt sind Menschen eingeladen, diesem Land und den Menschen, die dort leben, zu begegnen. Deshalb lerne ich jedes Jahr ein neues Land kennen. Dieses Jahr ist es der südamerikanische Staat Guyana. Ich glaube, wenn es den Weltgebetstag nicht gäbe, hätte ich nie erfahren, das dieses Land zwar so groß ist wie die alte Bundesrepublik, dort aber nur etwa 730 000 Menschen leben. Ich wüsste nicht, dass die meisten Einwohner entweder Nachfahren ehemaliger Sklaven oder angeworbener Gastarbeiter aus Indien sind. Ich hätte auch nichts von den Problemen erfahren: dass sich das Land jetzt nach einer langen Diktatur auf dem Weg zur Demokratie befindet, dass auch dort Konflikte zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu Gewalt führen, oder dass dort die Frauen für gleiche Arbeit denselben Lohn wie Männer erhalten. Weltgebetstag – ein Fenster zur Welt. Eine Einladung, sich auf Freud und Leid in anderen Teilen der Welt einzulassen. Eine Einladung, Frauen aus anderen christlichen Zusammenhängen zu begegnen und diese Verschiedenheit als Bereicherung und Anreiz zu erleben, dem eigenen Glauben näher zu kommen. Ihre Pastorin Barbara Landa _________________
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