Liebe Leserin, lieber Leser,
 Foto: Foto Hoffmann Bald beginnen die Ferien. Dann werden die Koffer gepackt und los geht es... Raus aus dem Alltag, rein in den Urlaub. Fremde Stadt, fremde Länder, andere Leute. Dabei muss man gar nicht so weit fahren, um Schönes zu erleben. Ich war in Berlin. Zweimal die Woche ist türkischer Wochenmarkt in Kreuzberg am Ufer des Landwehrkanals. Da gibt es Obst und Gemüse in Hülle und Fülle, was das Herz begehrt. Türkische Gemüsestände stehen neben einem deutschen Bienenzüchter, ein asiatischer Gewürzstand gegenüber dem Tuchhändler... Fisch- und Geflügelwagen... Das sind Gerüche und Stimmen wie auf einem orientalischen Basar. Ein Geheimtipp für Berlintouristen. Amerikanische Gäste schlendern von Stand zu Stand. Besucher aus Russland schnuppern an den Seifen und Düften einer Seifenhändlerin, ein spanisches Paar befühlt die Stoffballen eines Tuchhändlers. Eine deutsche Schulklasse wundert sich über den türkischen Gemüsehändler (in einem T-Shirt in schwarz-rot-gold), der der deutschen Nationalmannschaft die Daumen drückt. Verschleierte Türkinnen neben solchen mit Sommerhemd mit Spagetti-Trägern und Minirock, ein Studententrio mit Bass, Gitarre und Klarinette spielt „O happy day“, unterlegt mit latein-amerikanischem Rhythmus. Die Sonne scheint, Leute lachen und unterhalten sich angeregt. Ein Sikh ist un-schwer an seinem Turban zu erkennen. Multikulti ist ein Reichtum und wie bescheuert ist es, wenn Leute die Verschiedenheit der Religionen, der Kulturen und der Herkunft gegeneinander ausspielen. Das andere Leben, das viele im Urlaub suchen, gibt es auch zuhause. Und mir fällt der 133. Psalm ein: „Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Menschen einträchtig beieinander wohnen... Denn dort verheißt der Herr den Segen und Leben bis in Ewigkeit.“ Schöne Ferien!
Bernd Hofmann
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