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10-jähriges Bestehen der Kita Schatzkiste
Eingestellt am: 16.02.2011

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Pfadfinder

Pfingstlager des VCP 2010


     Zur Jugendarbeit der Kirchengemeinde Bad Bramstedt gehört auch ein kleiner Pfadfinderstamm. Stamm – so nennt sich eine Gruppe Pfadfinder auf der Ebene eines Ortes. Unser Stamm hat dem Namen „Cassiopeia“ – benannt nach dem gleichnamigen Sternenbild.
     Ein Bezug für uns zur „Cassiopeia“ besteht darin, dass man im 17. Jahrhundert versucht hatte, das Sternenbild nach der biblischen Maria-Magdalena umzubenennen – der Namensgeberin unserer Kirche. Zu unserem Stamm gehört zur Zeit (nur noch) eine Gruppe – auch „Sippe“ genannt. Diese nennt sich die „Rotfüchse“.


     Wie aus den – für Außenstehende „merkwürdigen“ – Bezeichnungen deutlich wird, hat Pfadfinderei etwas mit Traditionen und auch Regeln zu tun. Diese werden schon äußerlich durch die Kluft – so unsere Bezeichnung für die Kleidung – deutlich. Wir tragen ein graues Hemd und ein Halstuch. Die Grundfarbe des Halstuches ist blau – ein wichtiges Zeichen der Zugehörigkeit zum Verband Christli-cher Pfadfinder (VCP). Neuerdings hat das blaue Halstuch farbig unterschiedliche Ränder – von orange bis bordeaux-rot werden so die unterschiedlichen Altersstufen und Funk-tionen der Pfadfinder deutlich.


     Das Hemd wiederum ist mit diversen Aufnähern geschmückt – und da komme ich zum Titel dieses Artikels – dem Pfingstlager 2010. Als Zeichen für die Teilnahme an einem Lager erhält ein Pfadfinder nämlich einen Aufnäher, der in jedem Jahr neu gestaltet ist.
Das Motto des diesjährigen Pfingstlagers war „Abenteuerland“. Passend dazu fand ein abenteuerliches Gelände-spiel statt. Allerdings reicht meist auch schon das ganze Drumherum eines Lagers, um dieses Motto zu erfüllen: Schlafen, Kochen und Leben in schwarzen Zelten, Zurechtkommen mit einem Minimum an Komfort, Lagerfeuer auch im Zelt, Spielen und Basteln unter freiem Himmel – Abbauen und Abreise (leider) bei Regen.


     Zu jedem Pfingstlager gehört auch ein Miteinander der verschiedenen Stämme: In diesem Jahr waren ca. 500 Pfad-finder aus ganz Schleswig-Holstein in Stevninghus (bei Abenrade / Dk) zusammengekommen. Die Pfadis lernten sich untereinander kennen, erkannten auch Unterschiede zwischen den Stämmen, nahmen gemeinsam die Workshop-Angebote der verschiedenen Stämme wahr und feierten traditionell am Pfingstsonntagmorgen einen gemeinsamen Gottesdienst.
Übrig bleibt von diesem Pfingstlager: vom Lagerfeuer verqualmte Kleidung – für die einen eine Zumutung, für die anderen eine „wohlriechende“ Erinnerung, mind. 150m² zum Trocknen aufgehängte Kohtenbahnen, aus denen die Zelte zusammengesetzt wurden und die Bestätigung, dass es sich immer wieder lohnt, auch ein paar kleine Entbehrungen auf sich zu nehmen.
Gern würden wir noch mehr Kindern und Jugendlichen diese Erfahrungen ermöglichen – es fehlt allerdings an Jugendlichen, die sich für die Pfadfinderei und letztlich für die Gruppenleitung begeistern lassen. Eine Gelegenheit besteht auf dem Konfi-Tag am 11.9.2010.

Stefan Dörksen