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10-jähriges Bestehen der Kita Schatzkiste
Eingestellt am: 16.02.2011

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Innenraum in der Maria-Magdalenen-Kirche

Innenraum
Innenraum

Treten Sie näher! Wir heißen Sie willkommen in unserer Kirche!

Im Innenraum finden Sie

  • den Altar
  • das Taufbecken
  • die Emporenbilder
  • die Figur der Maria Magdalena
  • die beiden Leuchter
  • den Aufgang zur Kanzel
  • das Epitaph von Christina Stedinges
  • die Orgel

Grundriss

Grundriss
Grundriss

A=Alte Balkendecke, Deckenbemalung
B=Triumphkreuzgruppe
C=Kanzel
D=Epitaph von Christina Stedinges
E=Taufe
F=Hauptaltar
G=Sakristei
H=Renaissance-Fenster mit Wappen
I=Figur der Maria-Magdalena
J=Barocke Kronleuchter
K=Emporen
L=Orgel

Der Altar in der Maria-Magdalenen-Kirche

Altar
Altar

Der hölzerne Flügel-Altar ist in seinem Aufbau in die drei Zonen: Flügelschrein, Aufsatz und Predella gegliedert.

Der alte Flügel-Schrein aus dem 14. Jahrhundert beherbergt in der oberen Reihe 16 Figuren, die um Jesus Christus als Herrscher der Welt und die himmlische Maria angeordnet sind. Die untere Reihe zeigt acht Stationen der Leidensgeschichte Jesu vom Gebet am Berg Gethsemane bis zur Grablegung Jesu Christi am Karfreitag.

Bei der Renovierung im Jahre 1625 erhielt der Schrein einen epithaphähnlichen Aufsatz. Als Stifter nennt die Inschrift "Casper Faget, AO 1625".

In Zusammenhang mit dieser Renovierung wurde auch die Predella mit der Szene des letzten Abendmahles neubemalt.

Die Empore in der Maria-Magdalenen-Kirche

Empore mit den 3 leeren Feldern
Empore mit den 3 leeren Feldern

ist bemalt mit einer Bilderbibel, die bei der letzten Kirchenrenovierung in den Jahren 1989/90 "wiedergefunden" wurde, die Bilderbibel früherer Generationen war übermalt worden.
In mühsamer Arbeit wurden bei der Renovierung die übergestrichenen Farbschichten abgetragen, bis die ursprünglichen Bilder zum Vorschein kamen. Diese wurden dann restauriert.
Einige Bilder konnten nicht gerettet werden. Drei der frei gebliebenen Felder, zu denen die Bibelstellen vorgegeben sind, hat der Kirchenvorstand ergänzen lassen. Alle Informationen über die Vervollständigung finden Sie hier.

Kanzel in der Maria-Magdalenen-Kirche

Kanzel
Kanzel

Die an der Nordwand befindliche, hölzerne Kanzel ist wahrscheinlich um 1625 zu datieren. Allerdings kann der Ursprung auch bis 1567 zurückreichen. Vermutungen hierfür geben die bis zur Renovierung von 1879 vorhandenen Stifter-Inschriften.

Die Seiten enthalten von links nach rechts die ca. 40 cm hohen Darstellungen "Matthäus", "Lukas", "Christus", "Johannes" und ""Markus" mit Evangelistensymbolen und Beschriftungen.

Die Schnitzarbeit muß als sehr gut bezeichnet werden. Die Kanzel hat durch die Renovierungen von 1680 und 1879 starke Veränderungen erfahren, insbesondere wurde die ursprüngliche Farbfassung ertfernt.

Kreuz in der Maria-Magdalenen-Kirche

Triumphkreuz
Triumphkreuz

Zwischen den beiden westlichen Fenstern hängt eine ausdrucksstarke, lebensgroße, gefaßte Triumphkreuzgruppe aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Die vier Enden des Kreuzes sind als Kleeblätter ausgebildet und tragen die Evangelistensymbole.

Der leicht zur Seite geneigte Kopf und der friedvolle Gesichtsausdruck des Gekreuzigten sowie der Faltenwurf des Lendentuches tragen gotische Züge.

Die Assistenzfiguren: Maria, trauernd, und Johannes, gläubig, andächtig, unter dem Kreuz.

Bei einer umfassenden Restaurierung in den Jahren 1904-07 wurden den Figuren die ursprüngliche Farbe genommen.

Leuchter in der Maria-Magdalenen-Kirche

Das Foto zeigt den großen Kronleuchter.
Der große Kronleuchter

Die beiden barocken Kronleuchter lassen die Kirche bei festlichen Gottesdiensten im Kerzenschein erleuchten.

Der große Leuchter, die sog. "Krone des Jürgen Fuhlendorf", hängt im Mittelgang in Höhe der Kanzel. Jürgen Fuhlendorf bewahrte den seinerzeitigen Flecken Bramstedt vor der Leibeigenschaft. Der Leuchter, in Goldguß gearbeitet, trägt 20 großzügig geformte Leuchterarme sowie die Inschrift des Stifters: "SOLY DEO GLORIA + GOTT ZU EHREN DER KIRCHEN ZUR ZIERDE HAT JÜRGEN FUHLENDORF AUS BRAMBSTET VNDT SEINE FRAU ANNA GEBOHRNE HENNINGS DIESE KRONE DER KIRCHE BRAMBSTET VEREHRET + ANNO 1700".

Der Innenschmuck besteht aus trompetenden, gehelmten Meermännern und lanzentragenden Gestalten in spanische Hofkleidung des 16. Jahrhunderts. Bekrönt wird der Leuchter von einem Doppeladler.

Maria-Magdalena, die Namenspatronin unserer Kirche

Maria-Magdalena
Maria-Magdalena

Zwischen den Fenstern der Südseite steht auf einem Sockel der wertvollste Kunstschatz der Maria-Magdalenen-Kirche, eine 95 cm große, ausdrucksvolle Figur der Namenspatronin der Kirche.

Sie ist aus Lindenholz geschnitzt und das Werk eines unbekannten Meisters aus der Zeit um 1500. Der trauernde, aber doch liebliche Gesichtsausdruck sowie der Faltenwurf des Gewandes tragen spätgotische Züge.
Auch nach der Einführung der lutherischen Kirchenordnung im Jahr 1542 wurde bis 1773 das Maria-Magdalenen-Fest noch regelmäßig gefeiert. Verschiedene Anlässe führten jedoch zur Absetzung des Festes. Zu dieser Zeit wurde die Figur aus der Kirche entfernt und gelangte auf den Kirchenboden.
Bei der Wiederentdeckung wies sie starke Beschädigungen auf: beide Hände waren abgebrochen. Die linke Hand mit dem Holzgefäß wurde wiedergefunden, wohingegen die rechte Hand von dem Kieler Holzbildhauer und Restaurator Herman Hensel neu gestaltet wurde.

Anläßlich der 650-Jahrfeier erhielt die Figur im Jahr 1963 ihren heutigen Standort in der Kirche. In Zuge der Renovierung im Jahr 1990/91 legte der Lübecker Restaurator Alwin Beetz die barocke Farbgebung wieder frei, welche weitgehend der ursprünglichen Fassung entspricht.

Taufbecken in der Maria-Magdalenen-Kirche

Taufbecken
Taufbecken

Mittig vor dem Altar steht eine frühgotische, aus Bronze gegossene, kesselförmige Taufe aus dem 13. Jahrhundert. Das dem "Dreiträgertypus" zugeordnete, älteste Ausstattungsstück der Kirche steht in der Tradition der norddeutschen "Fünten". An der Wandung sind in flachen Reliefs ein mehrfach thronender Christus mit Buch und zum Segen erhobener rechter Hand sowie kleine Medallions mit den Evangelistensymbolen dargestellt.

Der Kessel ruht auf dem Rücken von drei Jünglingen, deren Haartracht und Kleidung junge ritterliche Knappen vermuten lassen. Sie symbolisieren gleichsam jungendliche Kraft und Schönheit, die der Täufling durch die Taufe erhält.

Zum Kessel gehören zwei unterschiedlich große, aus Messing getriebene Taufschalen aus dem 17. Jahrhundert.

Epitaph in der Maria-Magdalenen-Kirche

Epitaph
Epitaph

Unmittelbar neben der Empore hängt an der Nordwand ein Epitaph aus dem Jahre 1586. Es erinnert an die im Alter von nur 28 Wochen und drei Tagen verstorbene Christina Stedinges.
Bis etwa 1870 hatte es seinen Platz auf der Empore, wo sich früher der Stuhl der Familie Stedinges befand. Der 354 cm hohe Grabstein im Sogenannten Floris-Stil ist aus Sandstein und war wahrscheinlich früher farbig gefaßt.
Im quadratischen Feld unter einem klassischen Giebel, eingerahmt von zwei Pilastern, erscheinen die Wappen der Familie Stedinges. Der auf einer bank ruhende Körper des toten Kindes wird von Löwenkopf und Klauen bewacht. Die Schrifttafel im unteren Bereich nennt den Namen des Kindes, seine Eltern und sein Alter.
Die Kartuschenmaske reiht das kunstwerk in die Bildnerei der Renaissance des Nordens ein.

Die Orgel in der Maria-Magdalenen-Kirche

Paschen-Orgel
Paschen-Orgel

Ein erster urkundlicher Bericht über eine Orgel in der Maria-Magdalenen-Kirche geht zurück in das Jahr 1573. Im Jahre 1667 benötigte man eine neue Orgel, weil das alte Instrument von durchziehenden Kriegern schwer beschädigt wurde. Es war allerdings eine gebrauchte Orgel, ein Positiv mit sechs Stimmen, das seinen Dienst bis 1701 tat. Die dann gebaute Orgel tat ihren Dienst fast 150 Jahre lang, bis 1845 der Orgelbauer Gottfried Wohlien aus Altona eine neue Orgel baute. Sie hatte 19 Register, verteilt auf zwei Manuale. 1934/35 erfuhr das Werk eine umfangreiche Änderung. 
Bedingt durch Witterungs- und Heizungseinflüsse verschlechterte sich der Zustand der Orgel zunehmend. 1970 beschloss man einen Orgelneubau. Beauftragt wurde die Kieler Orgelbaufirma Paschen. Die neue Orgel besitzt 29 Register, die zum Teil aus der alten übernommen wurden. Ebenfalls übernommen wurde das alte Gehäuse. Die Registeranlage wurde elektropneumatisch gebaut, die Spieltraktur blieb mechanisch.