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Inhalt:
Vorwort
I. Rahmenbedingungen 1.1. Die Kindertagesstätte 1.2. Personenkreis 1.3. Betreuungszeiten 1.4. Dienstbesprechungen vom pädag./nichtpädagogischen Personal 1.5. Personalschlüssel 1.6. Räumlichkeiten 1.7. Außengelände 1.8. Fahrdienst 2. Tagesablauf
II. Pädagogische Leitlinien 2.1. Grundsätzliche Aussagen 2.2. Fördern und Begleiten von Kindern in den Gruppen 2.3. Formen unserer pädagogischen Arbeit 2.4. Situationsorientierter Lernansatz 2.5. Psychomotorischer Lernansatz 2.6. Kreatives Gestalten 2.7. Erziehung im lebenspraktischen Bereich 2.8. Erziehung zur Sozialfähigkeit 2.9. Rhythmische und musikalische Erziehung 2.10. Spiel 2.11. Projektarbeit 2.12. Zusammenfassende Aussagen
III. Bildungsauftrag in der Kindertagesstätte „Mullewapp“ 3.1 Bildungsqualität ist Lebensqualität für die Welt von heute und morgen 3.2 Umsetzung des Bildungskonzeptes 3.3 Bildungsbereiche 3.3.1 Spiel 3.3.2 Körper, Gesundheit und Bewegung, insbesondere die Teilbereiche Wahrnehmung und Grob- und Feinmotorik 3.3.3 Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation 3.3.4 Deutsch als Zweitsprache 3.3.5 Literatur 3.3.6 Medien 3.3.7 Künstlerisches Gestalten, Darstellen, Musik, Theater 3.3.8 Kultur, Gesellschaft und Politik 3.3.9 Interkulturelle Pädagogik 3.3.10 Ethik und Religion 3.3.11 Naturwissenschaften und Experimentieren/ Natur- und Umwelterfahrung
IV. Kooperation und Übergänge und Dokumentation 4.1 Zusammenarbeit mit den Eltern 4.2 Zusammenarbeit mit Institutionen hier: Projektplanung hier: Kooperationsvertrag Kita „Mullewapp“ - Schule
V. Religionspädagogische Leitlinien
VI. Elternarbeit in der Kindertagesstätte
VII. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
VIII. Fort- und Weiterbildung / Supervision
IX. Öffentlichkeitsarbeit
X. Nachwort
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Gemeinsames Vorwort der Trägerschaft von Lebenshilfe für Behinderte e.V. und Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt
Mit diesem Papier legt die Kindertagesstätte "Mullewapp" ihr pädagogisches Konzept vor. Wir verbinden damit den Wunsch, für Eltern und Kinder einen Bereich des Schutzes, der Geborgenheit und des gegenseitigen Vertrauens zu schaffen.
Die Kindertagesstätte "Mullewapp" besteht aus der Heilpädagogischen Tagesstätte und dem Integrationskindergarten.
Die beiden Träger der Kindertagesstätte, die Lebenshilfe für Behinderte e. V. und die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt haben in den vergangenen 25 Jahren zum Wohle der Kinder gewirkt und die Integration von Kindern mit und ohne eine geistige Behinderung das Lebensumfeld gefördert und ermöglicht.
Wir wollen dazu beitragen, Menschen mit geistiger Behinderung von der Geburt an ein Leben ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht, die bestmögliche Entfaltung ihrer Persönlichkeit gewährleistet und auf das Zusammenleben aller Menschen in unserer Gesellschaft hinwirkt.
Das gemeinsame Ziel der Träger seit der Gründung im Jahr 1971 war es, neue Formen gemeinsamer Kindergartenarbeit zu entwickeln. Mit der Einrichtung einer Integrations-kindergartengruppe im Jahr 1981 kamen wir diesen selbstgesteckten Anforderungen näher.
Der Kindergarten für ALLE ist mit seinen pädagogischem Konzept eine wohnortnahe Einrichtung. Durch die Einbeziehung aller Kinder ergeben sich neue pädagogische Möglichkeiten.
Der Kindergarten bietet dem Kind konkrete Hilfen für die Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Lebenssituationen. Im Kontakt mit dem Elternhaus bemüht sich der Kindergarten, dem Kind zu Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lernfreude anzuregen und zu verstärken, seine individuellen Neigungen und Begabungen zu fördern. Durch ein vielfältiges Angebot von Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten sollen die sozial-emotionalen Kräfte, die geistigen und die körperlichen Fähigkeiten des Kindes entwickelt und gefördert werden. Grundlage aller Arbeit im Kindergarten ist das Spiel, das anregt und begleitet wird.
In einer Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit führt der Kindergarten das Kind dazu, dass es sich selbst und das Leben bejaht und Zuversicht für seine Zukunft gewinnt. Er hilft dem Kind, dass es sich nicht entmutigen läßt und dass es fähig wird, schwierige Situationen durchzuhalten und trotz Niederlagen neu anzufangen. Im Kindergarten kann das Kind lernen, den anderen neben sich zu verstehen, ihn zu tolerieren und anzunehmen und mit ihm gemeinsam zu leben und zu handeln.
Diese Zielsetzung liegt auch unserem christlichen Menschenbild zu Grunde. Als Kinder Gottes sind alle Menschen von Gott angenommen und vor ihm sind alle Menschen gleich. Neben der pädagogischen individuellen Förderung der Kinder sind wir auf eine religionspädagogische Begleitung der Gemeinschaft bedacht. Mit dem Erzählen und Gestalten biblischer Geschichten, durch gemeinsames Singen, Beten und Spielen und durch das Feiern christlicher Feste, will die Kindertagesstätte "Mullewapp" dieses christliche Menschenbild mit Leben erfüllen und christliches Leben in der Gemeinschaft einüben.
Dadurch ist ein selbstverständlicheres Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung möglich, das durch persönliche Wertschätzung, wechselseitige Anerkennung und gegenseitige Unterstützung von Kindern unterschiedlicher Fähigkeiten gekennzeichnet ist.
Der Kindergarten für ALLE unterstützt den Kontakt zwischen den Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung sowie den Fachkräften. Damit wird der Aufbau und die Fortsetzung gemeinsamer Lern- und Lebenserfahrungen über den Kindergarten hinaus in der sozialen Gemeinschaft und Nachbarschaft gefördert.
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I. Rahmenbedingungen
1.1. Die Kindertagesstätte
Der Integrationskindergarten und die Heilpädagogische Tagesstätte "Mullewapp" betreut zur Zeit 61 Kinder.
Als Durchschnittswerte gelten:
zwei heilpädagogische Kleingruppen mit je 8 Kindern drei Integrationsgruppen mit je 15 Kindern. In den Gruppen werden Kinder vom 3. Lebensjahr bis zur Einschulung betreut, begleitet und gefördert. Die Einrichtung ist von montags bis freitags geöffnet. Zusätzlich wird ein Frühdienst angeboten.
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1.2. Personenkreis In der Heilpädagogischen Tagesstätte und im Integrationskindergarten werden Kinder mit und ohne Behinderung nach dem Kindertagesstättengesetz (KiTaG) § 1 Abs. 2 und § 12 Abs. 2 aufgenommen. Weiterhin erhalten Kinder in der Einrichtung Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe gem. §§ 53 ff Sozialgesetzbuch XII (SGB XII) in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Nr. 2 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) und § 35 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).
Das Angebot der Leistung gilt für Kinder mit Behinderung, in der Regel im Alter von 3 Jahren bis zum Beginn der Schulpflicht, und zwar für
Kinder mit geistiger Behinderung Kinder mit körperlicher Behinderung Kinder mit mehrfacher Behinderung Kinder mit Hörschädigung Kinder mit Sprachauffälligkeiten Kinder mit Sehbehinderung Kinder mit seelischen Behinderung von solchen Behinderungen bedrohte Kinder. Die Zugehörigkeit zu diesem Personenkreis wird durch ein amtsärztliches Gutachten festgestellt.
Die Einrichtung verpflichtet sich, im Rahmen dieser Vereinbarung, den oben beschriebenen Personenkreis (wohnortnah) aus dem Einzugsbereich (siehe Anlage) im Umfang von insgesamt 62 Plätzen (davon 40 für behinderte Kinder, 22 für nichtbehinderte Kinder) aufzunehmen.
Für die Aufnahme sind folgende Kriterien von Bedeutung:
Paritätische Gruppenzusammensetzung in Bezug auf Alter, Geschlecht und Behinderung Anmeldedauer besondere soziale Situation Aufnahme von genehmigten Kindern (Kostenzusage durch das Kreissozialamt) Kostenzusage für Kinder aus Wohnortgemeinden. Eine wohlüberlegte Zusammensetzung von Behinderungsformen der Kinder ist Voraussetzung zur Führung von heilpädagogischen Kleingruppen und integrativen Gruppen. Die Gruppen sollen so zusammengesetzt sein, dass sie den Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden.
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1.3. Öffnungszeiten
In der Zeit von 7.30 - 8.00 Uhr wird für die Eltern mit Bedarf ein Frühdienst angeboten. Die Betreuungszeit der Kinder betrifft sechs Stunden in der Zeit von 8.00 - 14.00 Uhr. Die Öffnungszeiten und Vor- und Nachbereitungen sehen wie folgt aus:
Montag und Dienstag 7.30 Uhr - 17.00 Uhr Mittwoch 7.30 Uhr - 15.30 Uhr Donnerstag 7.30 Uhr - 14.30 Uhr Freitag 7.30 Uhr - 14.30 Uhr
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1.4 Dienstbesprechungen vom pädag./nichtpädagogischen Personal
Jede Woche trifft sich das pädagogische Personal von 14.30 Uhr - 17.00 Uhr in der Einrichtung zur Dienstbesprechung. Organisatorische und inhaltliche Aspekte der pädagogischen Arbeit werden besprochen und in verantwortliches Handeln umgesetzt. Gesprächsergebnisse und Beschlüsse werden protokolliert. MitarbeiterInnen, die nicht anwesend sind, informieren sich an Hand des Protokolls.
Am Montag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr findet die wöchentliche Besprechung zwischen Leitung ung stellvertretende Leitung statt, in der es darum geht, den Informationsfluß zu gewährleisten und sich über zukünftige Entscheidungen auszutauschen. In der morgendlichen Gesprächsrunde von 7.30 Uhr - 8.00 Uhr treffen sich jeweils ein/e MitarbeiterIn aus jeder Gruppe. Diese Gesprächsrunde findet dienstags, mittwochs und donnerstags statt. Sie dient dazu, organisatorisch notwendige Maßnahmen für den Tag zu koordinieren, Absprachen zu treffen und wichtige Informationen weiterzuleiten. (Welche Kinder sind erkrankt? u. ä.).
Zusätzlich findet ein Austausch zwischen den Gruppen statt. Der/die teilnehmende/r MitarbeiterIn informiert die anderen GruppenmitarbeiterInnen. Zusätzlich werden Kurzinfos in der Gesprächsrunde schriftlich festgehalten. Nichtteilnehmende MitarbeiterInnen (z. B.Zivis) informieren sich.
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1.5. Personalschlüssel
In den Gruppen stehen die gesetzlich vorgeschriebenen Kräfte zur Betreuung der Kinder zur Verfügung.
Während der Kindergartenzeit wird für die Kinder in den Pflegestufen II und III eine zusätzliche Kraft für die persönliche und pflegerische Betreuung nach den Vorgaben des Landes vorgehalten.
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1.6. Räumlichkeiten
Zwei heilpädagogische Kleingruppen sind in einem Einfamilienhaus untergebracht.Im Sommer 1996 konnten zwei Integrations-Gruppen den Neubau beziehen. Eine weitere heilpädagogische Kleingruppe wurde im Sommer 2001 nach größeren Umbauten in einer Doppelhaushälfte eröffnet. Das Gebaüde ist über dem Hof mit dem Hauptgebäude Sommerland 2a verbunden. Seit Sommer 2003 existiert eine weitere heilpädagogische Kleingruppe in einem angemieteten Einfamilienhaus. Das Haus befindet sich ca. 50m vom Haupthaus entfernt . Alle Gruppen sind im Erdgeschoß untergebracht. MitarbeiterInnen- und Leitungszimmer befinden sich im Obergeschoß.
Die Gruppenräume sind unterschiedlich geschnitten und bieten von daher verschiedene Möglichkeiten, um Spiel- und Lernerfahrungen zu sammeln.
Jede Gruppe gestaltet ihren Raum selber. Je nach den Bedürfnissen der Kinder werden die Räume verändert, z. B. wird für ein schwerstbehindertes Kind eine erhöhte Liegefläche eingerichtet. Die Gestaltung der Räume spiegelt auch den Geschmack der MitarbeiterInnen wider, und so hat jede Gruppe ihre eigene Atmosphäre. Die heilpädagogischen Kleingruppen verfügen jeweils über einen Nebenraum. Die Integrationsgruppen nutzen gemeinschaftlich einen Nebenraum. Im Winter 1997/98 ist ein Mehrzweckraum fertiggestellt worden.
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1.7. Außengelände
Unser Garten befindet sich auf der Rückseite der Einrichtung und umfaßt 400 qm Spielfläche. Er bietet den Kindern viele Freiräume und Begegnungsmöglichkeiten. Kleine Spielflächen bestehen auch an den Gebäuden der beiden Außengrppen. Diese Gruppen nutzten jedoch häufig das Außengelände des Haupthauses. Auf dem Gelände sind noch zusätzlich ein Carport und zwei Abstellräume für Kinderfahrzeuge vorhanden.
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1.8. Fahrdienst
Allen Kindern aus dem Behindertenbereich steht ein Fahrdienst zur Verfügung. Die Einrichtung verfügt über fünf Kleinbusse, mit denen die Kinder befördert werden. Mit den Fahrern findet ein regelmäßiger Austausch über die Betreuung der Kinder während der Fahrt statt.
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2. Tagesablauf
ab 7.00 Uhr Beginn des Fahrdienstes 7.00 Uhr - 8.00 Uhr Frühdienst / parallel Austausch der Gruppenleitungen 8.00 Uhr - 12.30 Uhr Gruppenaktivitäten, Einzelförderung, Freispiel; verschiedene Therapien (Krankengymnastik, Logopädie, Psychomotorik, Ergotherapie, Reiten, Schwimmen); gemeinsames Frühstück in der Gruppe; pflegerische Tätigkeiten (Waschen, Zähne putzen, Wickeln); 12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen in der Gruppe; ab ca. 13.00 Uhr Gruppenaktivitäten, Freispiel, Einzelförderung; pflegerische Tätigkeiten (Waschen, Wickeln usw.); ab 14.00 Uhr alle Kinder werden nach Hause gefahren; ab 14.00-15.30 Nachbereitungszeit, in der folgendes stattfindet: bzw. 17.00 Uhr Reflexion, Dienstbesprechungen, Hausbesuche, Supervision, Telefonate, Fallbesprechungen, interne Fortbildung, Entwicklungsberichte.
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II. Pädagogische Leitlinien
2.1. Grundsätzliche Aussagen
In unserer Einrichtung streben wir viel Gemeinsamkeit zwischen nicht behinderten und behinderten, auch geistig schwer und mehrfach behinderten Kindern an.
Das Spielen, Lernen und Leben in unserer Einrichtung wird unter anderem möglich durch das:
wohnortnahe Zusammenleben im Kindergartenalltag Erfahren von Gemeinschaft und Anderssein Mitmachen bei Angeboten, Aktionen, Therapien. Daraus ergeben sich vielfältige Berührungspunkte, die helfen, Unsicherheiten und Ängste abzubauen und die individuelle und soziale Entwicklung aufzubauen und zu fördern.
1. Hilfe nach der Besonderheit des Einzelfalles
So besagt § 3 BSHG, daß eine Hilfe nach der Besonderheit des Einzelfalles ausgerichtet sein soll. Dies bedeutet eine individuelle Hilfe, nur ausgerichtet auf die Person, dem Förderbedarf der jeweiligen Person und den örtlichen Verhältnissen (Individualisierungsprinzip). Unser vorrangigster Grundsatz ist deshalb eine individuelle Förderung des Kindes, ausgerichtet auf seine persönlichen Bedürfnisse und Schwierigkeiten.
2. Diagnostischer Prozeß
Um diesem Grundsatz auf individuelle Förderung des Kindes gerecht zu werden, ist es notwendig, im Verlauf der Förderung festzustellen, welchen tatsächlichen Bedarf (§ 3 BSHG) jedes der von uns zu betreuenden Kinder hat. Dieser individuelle Bedarf ist als diagnostischer Prozeß zu verstehen, der handlungs- und prozeßorientiert ausgerichtet sein muß. Zum Beispiel: Benötigt das Kind eventuell Krankengymnastik wegen seiner motorischen Auffälligkeiten, eine Versorgung durch einen Logopäden bei Sprech- und Sprachstörungen oder einen zusätzlichen pflegerischen Mehrbedarf? Welche Strukturen finden wir im häuslichen Umfeld vor (z. B. Großfamilie, Einzelkind, Trennungskind)? Und welche Rückschlüsse gibt es dadurch wiederum bei der Erklärung des jeweiligen kindlichen Verhaltens?
3. Integration
Integration bedeutet Interaktion zwischen Menschen verschiedener Herkunft, verschiedener Kulturen, verschiedener Hautfarben und verschiedener Entwicklungsständen. Daraus ergibt sich die gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern. Durch gemeinsame Erziehung soll Aussonderung vermieden und eine soziale Isolation (z. B. von Familien mit behinderten Kindern) aufgehoben werden. Gemeinsame Erziehung beinhaltet das Selbstverständnis, dass Kinder aus einem bestimmten Wohngebiet unabhängig von Art und Schwere der Behinderung einzelner aufgenommen werden sollen. "Dabei wird der Kindergarten jedem Kind die individuelle Unterstützung geben, die es für seinen Erlebnis- und Lernfortschritt und seine Persönlichkeitsentwicklung benötigt." (Zitat: Lebenshilfe e. V. März 1987) Der Integrationsgedanke ist der rote Faden unserer Arbeit in der Einrichtung. Der integrative Prozeß findet überall statt, ist nicht auf Räumlichkeiten der Einrichtung beschränkt. Integration beinhaltet in unserer pädagogischen Praxis, dass alle Kinder mit einem gemeinsamen Gegenstand oder einer gemeinsamen Lehr-bzw. Lernsituation, in Kooperation miteinander auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau spielen und lernen können.
4. Familienorientierte Hilfen
Bei der Förderung des behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindes sollen die besonderen Verhältnisse in der Familie des zu betreuenden Kindes berücksichtigt werden. Die Hilfe in unserem Fall, die heilpädagogische Maßnahme und die Betreuung der Familie, soll die Kräfte der Familie zur Selbsthilfe anregen und den Zusammenhalt der Familie festigen (§ 7 BHSG).
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2.2. Fördern und Begleiten von Kindern in den Gruppen
Mit der Vorabinformation (Elterngespräche, Abklärungsgespräche und Auswertung von Daten, z. B. Bericht der Frühförderung, psychologische Berichte, Berichte von verschiedenen Therapeuten, Arztberichte, Anamnese) entsteht eine erste Feststellungsdiagnostik.
Am Eintrittstag des Kindes in den Kindergarten finden allgemeine und gezielte Beobachtungen statt. Diese bilden die Grundlage für eine fortlaufende Förderdiagnostik und die Erstellung der entsprechenden Förderpläne.
Um die individuellen Ziele für jedes einzelne Kind und der gesamten Gruppe zu erreichen, setzen wir unterschiedliche Methoden und Mittel in unserer Arbeit ein. Der Ausgangspunkt hierfür ist die innere Haltung. Diese beinhaltet die Wertschätzung gegenüber jedem einzelnen Menschen, ihn als Ganzes zu sehen und in seiner Gesamtheit ernst zu nehmen. Im Vordergrund stehen die soziale und emotionale Erziehung und deren Förderung.
Grundvoraussetzungen für alle methodischen Ansätze sind die Beobachtungen und die genaue Kenntnis über die Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes, unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes sowie deren ständige Überprüfung durch Reflexionen.
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2.3. Formen unserer pädagogischen Arbeit
Die Berücksichtigung von Lebensumständen und Zusammenhängen, in denen das Kind lebt und aufwächst, lässt uns nach dem Prinzip und Grundsatz der Ganzheitlichkeit handeln. Dies erfordert eine pädagogische Sichtweise, die nicht auf das Defizit/den Defekt des Kindes ausgerichtet sein darf.
Wir sprechen von der ganzheitlichen Förderung der Kinder und meinen damit, dass Entwicklungen miteinander kommunizieren und zu Verände-rungen beitragen. Körper, Seele, Geist und soziale Lebensbedingungen sind bei Kindern eng miteinander verflochten und in ihrem Ausdrucksverhalten wirksam. Deshalb werden Angebote für das einzelne Kind gestaltet, so dass verschiedene Fähigkeiten aus den unterschiedlichsten Entwicklungsbereichen angesprochen werden. Anwendung findet diese Methode auch in gemeinsamen Gruppenangeboten, bei denen jedes einzelne Kind für sich nach seinen Möglichkeiten angesprochen wird.
Modellernen:
Das Kind wird hierbei durch Nachahmung von Vorbildern zur eigenen Auseinandersetzung mit sich und seiner materiellen (funktionsorientierte Förderung) und sozialen (lebenspraktische Förderung) Umwelt angesprochen und zur Auseinandersetzung angeregt.
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2.4. Situationsorientierter und lebensbezogener Lernansatz
Der Ansatz zum Lernen ergibt sich aus den vielfältigen Situationen, die sich im täglichen Gruppenalltag ergeben.
Das Kind bestimmt hierbei den Lernprozeß. Es erlebt sich als kompetente, fähige und absichtsvolle Persönlichkeit, die sich auf vielerlei Art mit Problemen, Eindrücken und Interessen auseinandersetzt, die Lösungen will, sie sucht und bestimmt, wann sie sie gefunden hat. Dies stärkt die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen des Kindes und ist Grundlage für die weitere Motivation, sich in neue Lern- und Erfahrungsbereiche zu begeben.
Dieses Bedürfnis entwickelt sich in der Situation und durch ihren Fortgang, den das Kind mit Phantasie, Gefühlen, Gedanken und Deutung im Dialog mit dem anderen Kind zusammen praktisch handelnd aktiv beeinflußt.
Situationsanlässe werden jedoch auch durch MitarbeiterInnen, Eltern und Umwelt initiiert, um den Kindern Lernerfahrungen anzubieten und Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen. Ein Beispiel für einen Situationsanlaß, der von ErzieherInnen intensiv begleitet und gefördert wird, könnte sein: Die Kinder hören von unserem Nachbargrundstück die Feuerwehr mit Signalton abfahren. Die Kinder sind ganz aufgeregt und fragen, was denn dort los wäre.
In dem folgenden Gespräch mit dem/der ErzieherIn stellt diese/r fest, daß bei den Kindern ein Bedürfnis vorhanden ist, mehr zu diesem Thema zu erfahren.
Es ergibt sich also eine Bedürfnisanalyse, u. a. mit folgenden Fragen:
Welche Fragen stehen im Vordergrund, was soll bearbeitet werden / Ziele, welche Informationen muss sich der/die ErzieherIn einholen, welche Bedingungen müssen geschaffen werden, um Lernsituationen zu initiieren, mit welchen Materialien und Methoden kann die Situation bearbeitet werden? Bei diesen Überlegungen ist der Aspekt des ganzheitlichen Lernens sowie der differenzierten Gruppenarbeit immer mit zu berücksichtigen. (Nicht jedes Kind hat das gleiche Interesse, an einem Thema zu arbeiten. Das muss der/die ErzieherIn berücksichtigen, damit für jedes Kind der eigene Lernprozess und die Lernerfahrung positiv verläuft und als motivierende Ausgangsbasis für weitere Lernsituationen dienen kann.)
Wichtig ist es, dass sich die Kinder in ihren Lernprozessen als Akteur erfahren, dass sie die Möglichkeit erhalten, Themen mit ihren Fragen und Erfahrungen, Phantasien und Ängsten zu bearbeiten und sich nicht in Strukturen hineindenken müssen, die vom Erwachsenen vorgegeben sind. Hierbei erlebt das Kind auch seine Fähigkeit, Problemlösungen zu entwickeln, zu modifizieren oder gänzlich fallen zu lassen. Es entscheidet selbst, wann und von wem es Hilfe benötigt. Es wird den Dialog mit anderen suchen, lernt deren Einsichten, Möglichkeiten, Lösungen kennen und sich damit auseinanderzusetzen. Es erfährt sich als soziales Wesen in einer Gemeinschaft.
Ziel ist es u. a., die Kinder zu befähigen, unterschiedliche Situationen weitgehend selbstständig zu bewältigen, sich spielerisch ständig besser kennenzulernen und selbstbewußt zu werden. Grundlegende Bedingung für den Erfolg dieses Lernansatzes ist die stimmige, positive Wärme ausstrahlende Beziehung zwischen den Kindern und dem/der ErzieherIn. Erst wenn ein Kind sich emotional angenommen, geborgen und sicher fühlt, kann es sich durch die daraus resultierenden Lernprozesse zu einer selbstsicheren, selbstständigen, offenen kleinen Persönlichkeit entwickeln.
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2.4.1 Bildungsauftrag in der Kindertagesstätte „Mullewapp“
Die Leitlinien vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein unterscheiden sich in sechs Bildungsbereiche:
Sprachen Zeichen / Schrift und Kommunikation Ethik, Religion und Philosophie Gestalten, Darstellen, Musik, Theater und Medien Körper, Bewegung und Gesundheit Kultur, Gesellschaft und Politik Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. Die einzelnen Bildungsbereiche sind nicht als „Unterrichtsfächer“, sondern als Teile eines ganzheitlichen Bildungsprozesses zu verstehen. Kinder erwerben in Selbstbildungsprozessen Selbst-, Sozial-, Sach- und Methodenkompetenzen. So ist kindliche Experimentierfreude unter anderem verbunden mit der Entwicklung von Selbstbewußtsein und Mut (Selbstkompetenz) und der Fähigkeit, sich auf ein Angebot in der Gruppe einzulassen (Sozialkompetenz). Ebenso gibt es stets Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen.
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2.5. Psychomotorischer Lernansatz
Diesem Ansatz liegt die Erfahrung zu Grunde, dass die psychische Situation und die Motive eines Menschen sich gegenseitig beeinflussen können. Diese Wechselwirkung merken wir im psychomotorischen Ansatz. In der Psychomotorik erleben die Kinder vielfältige Bewegungsformen und verbinden damit unterschiedliche Empfindungen.
Im Rahmen der Psychomotorik werden Spielmöglichkeiten (z. B. Bewegungsbaustelle, Ballspiele, Laufspiele usw.) in der Mehrzweckhalle, auf den Fluren, in den Therapien und im Hause sowie auf dem Außengelände angeboten und durchgeführt.
Dabei werden verschiedene Materialien (z. B. Holzkugeln, Papierrollen und Seile) ebenso eingesetzt wie Geräte(z. B. Bänke, Matten und Bälle). So sind geplante (z. B. "Werfe den Ball in den Eimer") und auch ungeplante (z. B. "Was können wir mit dem Ball machen?") Bewegungsangebote möglich.
Zu den psychomotorischen Spielen gehören Spiele
zum Hören zum Sehen zum Fühlen zum Erlernen des Körperschemas zur Förderung des Gleichgewichts zur Verbesserung der Raum-Lage-Orientierung zur Förderung des Sozialverhaltens.
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2.6. Kreatives Gestalten
Kreatives Gestalten ist ein phantasievoller Prozeß, bei dem, je nach Zielsetzung, verschiedene Fähigkeiten des Kindes gefördert werden können.
In kreativen Prozessen machen Kinder sensomotorische (in Form einer Wahrnehmungs-Handlungs-Einheit) Grunderfahrungen. Sie erleben Begriffe wie rund, spitz, eckig, gerade, weich/hart, hell/dunkel, farbig, kalt/warm, feucht/trocken. Sie sammeln Materialerfahrungen aller Art. Sie üben den Umgang mit Werkzeug und Materialien. Sie machen Erfahrungen im Bereich der Tiefensensibilität.
Kreative Prozesse sind häufig Gemeinschaftsprozesse. Kinder erkennen leichter, dass es wichtig ist, sich gegenseitig zu helfen, wenn es sie ihrem Ziel konkret näher bringt.
Somit verfolgen wir in der Kreativpädagogik einen ganzheitlichen Ansatz mit positiven Auswirkungen auf die Gesamtentwicklung (Persönlichkeitsentwicklung) des Kindes.
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2.7. Erziehung im lebenspraktischen Bereich
In der Erziehung im lebenspraktischen Bereich werden die Fähigkeiten der Kinder gefördert, die zur Bewältigung der einfachsten und wichtigsten Arbeiten des täglichen Lebens und zur Anpassung an das soziale Leben notwendig sind, z. B. An- und Ausziehen, selbständiger Toilettengang, Zähne putzen usw..
Soweit wie möglich versuchen MitarbeiterInnen die entsprechenden Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht als isolierte Funktion zu vermitteln, sondern in Handlungszusammenhänge einzubinden. Dies entspricht einerseits wiederum unserem ganzheitlichen Ansatz, zum anderen fördert es die Motivation der Kinder.
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2.8. Erziehung zur Sozialfähigkeit
In unserer Kindertagesstätte haben die altersgemischten Gruppen einen hohen Stellenwert, denn Kinder sind sich untereinander die besten "Lehrmeister", d. h. die Kleinen lernen von den Großen und umgekehrt. Gegenseitige Hilfe, Fürsorge und Verständnis bekommen eine neue Dimension für die Sozialerziehung und die Entwicklung sozialen Verhaltens. Durch die altersgemischten Gruppen wird ein Lern- und Lebensraum geschaffen, der die Kinder um zahlreiche Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten bereichert.
Um soziale Kompetenzen zu erwerben, ist es uns wichtig, daß die Kinder ihre Grundbedürfnisse ausleben können und darin bestätigt werden, z. B.
Geborgenheit emotionale Zuwendung Vertrauen konsequente Regelsetzung Autonomie und Freiheit Beobachtung Anerkennung Erfahrungsmöglichkeiten Räume zum selbständig werden Verläßlichkeit und Kontinuität. Durch die adäquate Bedürfnisbefriedigung in Bezug auf Nahrung, Kontakt, Spiel, Bewegung, Zärtlichkeit und Bestätigung von Seiten des Erwachsenen werden soziale Bahnen gelegt und weiter entwickelt.
Diese Zielvorstellungen versuchen wir mit folgenden Methoden zu erreichen:
miteinander kommunizieren (Interaktionsprozesse) spielerische Tätigkeiten Einsatz von Medien Sing- und Tanzspiele Elternarbeit Teilnahme an Integrationsprozessen.
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2.9. Rhythmische und musikalische Erziehung
In diesem Bereich sollen die Kinder Musik in der Bewegung erleben und sensibilisieren. Dadurch wiederum sollen die Kinder befähigt werden, sich selbst auch mit Hilfe der Musik auszudrücken.
Die intensivste Lebens- und damit Lernform des Kindes ist das Spiel, gestalten wir unsere Rhythmik als ein Spielgeschehen. Darin sollen dem Kind vielfältige Erfahrungsquellen angeboten werden, die ihm ermöglichen
seine Wahrnehmungsfähigkeit und ein damit verbundenes differenziertes Bewegungsverhalten zu entwickeln, um Sicherheit, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen in seinem Handeln aufzubauen, Orientierung in Raum und Zeit zu lernen und das geschickte Umgehen mit den Kräften zu üben, die die Bewegungen des Körpers beeinflussen, eigene schöpferische Ideen entfalten zu lernen, mutig zu werden, um diese ausdrücken zu können und weiterzuentwickeln. Die Kinder erleben in den Stunden spielerisch, über das eigene Tun, verschiedene Erscheinungsformen in der Musik.
Die Angebote beinhalten:
Sprechgesang, Lieder, Tänze, Bewegungsmusiken Erleben unterschiedliche Tempos Spiele mit dynamischen Elementen Spiele mit melodischen Elementen(z. B. Melodieverlauf) Klang- und Geräuscherfahrungen mit dem eigenen Körper mit Instrumenten und Materialien Wiederholungen und Varianten. In diesem Sinne sehen wir in der "rhythmischen Idee" auch einen Beitrag zur Menschlichkeit und des Einander-näher-kommens.
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2.10. Spiel
Die wesentliche Rolle des Spiels für die Entwicklung des Kindes besteht darin, dass eine Reihe von kognitiven, motorischen, sensomotorischen und sozialen Lernprozessen überhaupt nur über das Spiel stattfinden können.
Das Spiel des Kindes ist seine Arbeit, jedes Spiel ist zweckfrei und ein Lernvorgang. Die aktuelle Wirklichkeit mit ihren Fragen und Widersprüchen wird für die Kinder im Spiel erlebbar. Kreativität, Spontaneität, Phantasie und Spaß sind Faktoren, die die Lernvorgänge und -erfahrungen von Kindern positiv unterstützen. Wo Spiel und Arbeit, Kreativität und Ernsthaftigkeit in einem inneren Zusammenhang stehen, ist Lebensbewältigung möglich.
Unsere pädagogische Absicht ist es, Möglichkeiten zu schaffen, damit die Kinder positive und vielfältige Lernerfahrungen erleben. Kinder benötigen Freiräume zur Selbstentwicklung. Das "Selbstsein" des Kindes wird in unserer Gesellschaft zunehmend eingeschränkt durch ständig wachsende Erwartungen der Erwachsenen und strukturelle Einschränkungen der Lebensumwelt. Das Kind wird häufig nicht ernst genommen; seine Grundbedürfnisse werden zwar wahrgenommen, aber z. T. nicht ernsthaft beachtet. Kinder werden in ihrem Selbstsein gestärkt, wenn sie ausreichend spielen können.
Das von uns angebotene Freispiel bietet dem Kind folgende Möglichkeiten:
Das Spiel wird von den Kindern nach eigenen Bedürfnissen entsprechend gestaltet, Spielmaterialien, -inhalte, -gegenstände, -orte und -partner werden selbst ausgesucht. Kinder halten sich im gesamten Haus und Außengelände auf und lernen dabei andere Gruppenräume, Kinder und ErzieherInnen anderer Gruppen sowie Gegebenheiten der gesamten Einrichtung kennen. Spielideen und neue Anregungen können gesammelt werden. Erfahrungen, Ängste, Träume, unverarbeitete Erlebnisse können ausgelebt werden. Kinder können in der Auseinandersetzung mit anderen Kindern Konfliktlösungsstrategien und Handlungen erfahren, erlernen, festigen und erweitern. Sie erfahren Trost und Hilfe, Anteilnahme, Akzeptanz und Ablehnung. Die ErzieherInnen nehmen hier ihr lenkendes Handeln zurück. Die Haltung, mit der wir den Kindern begegnen, ist gekennzeichnet durch Aufmerksamkeit, Neugier und Abwarten, um die Kinder nicht in ihrem Tun zu behindern.
Intensive Beobachtung der Kinder ist Aufgabenschwerpunkt in dieser Phase. Die Beobachtungen dienen u. a. nach deren Auswertungen dazu, weitere Förderangebote auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten des einzelnen Kindes abzustimmen und ihm anzubieten.
Dabei wollen wir die Bedürfnisse der Kinder erkennen, erkennen wo, Hilfe notwendig ist, um mit den Kindern gemeinsam weiterführende Handlungsstrategien zu entwickeln. Bitten die Kinder um Hilfe, geben wir Anregungen und Impulse, damit ein weiterer selbstständig gestalteter Spielverlauf möglich ist. Wir wollen den Kindern durch Zutrauen, Anregungen und durch Auseinandersetzung aus ihrem spielerischen Verhalten heraus Möglichkeiten schaffen, zu ihrem eigenen Selbst zu finden.
Die eigenen schöpferischen Fähigkeiten soll das Kind entdecken lernen und entwickeln, um zu Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zu gelangen.
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2.11. Projektarbeit
In unserer Tagesstätte definieren wir Projektarbeit als Planung und Durchführung eines größeren Vorhabens. Die verschiedenen Angebote eines Projektes müssen für unsere Kinder ein sinnvolles und nachvollziehbares "Ganzes" ergeben, z. B. vom Samenkorn zur Blume.
Das Kind soll angeregt werden zur Mit- und Selbstbestimmung, Selbsttätigkeit und Selbständigkeit.
Das Kind soll aus seiner Ich-Bezogenheit im Einzelspiel langsam zum Gruppenspiel gelangen.
Dies setzt eine sehr differenzierte Vorbereitung des Angebotes/Projektes voraus.
Die Durchführung eines Projektes gliedert sich in vier Phasen:
Zielsetzung Entscheidung für ein Projekt durch Kinder Planung Bereitstellungsplanung des Materials, der Geräte, der Organisation, der Finanzierung Ausführung Durchführung im handelnden Tun Beurteilung Besprechungen, Funktionsprüfung, Ausstellung o. ä.
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2.12. Zusammenfassende Aussagen
In der heilpädagogischen und integrativen Arbeit mit Kindern sind notwendige Erziehungshilfen und Förderungsansätze
zu erkennen zu planen durch geplantes und gezieltes Handeln in jeder Intervention zu begleiten und zu reflektieren. Die Intervention kann deshalb nie abgeschlossen sein, sondern bleibt in jeder Phase Teil des erzieherischen Tuns.
Die MitarbeiterInnen müssen dafür Sorge tragen, dass das Kind sich selbst als aktiv Handelnden erlebt/erleben lernt (Hilfe zur Selbsthilfe).
Hierzu müssen folgende Aspekte in die Arbeit einfließen:
Erfassen der Gesamtpersönlichkeit des Kindes das Wissen von Menschen und seiner Entwicklung (Frage nach den Fähigkeiten, der Entwicklung, Entfaltung und Wandlung des Kindes) die Frage nach dem psycho-sozialen Funktionsnetz und nach Interaktionsprozessen das Verhältnis von Diagnostik und Didaktik: Überdenken von Lern- und Förderplänen Therapieformen, die sich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Kindes orientieren. Hierbei sind Orientierungspunkte für Kinder sehr wichtig, da dieses die Grundvoraussetzung darstellt, um sich in einem sicheren Umfeld mit neuen Anforderungen auseinandersetzen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden immer wiederkehrende Rituale in den Tagesablauf eingebaut.
Eine Struktur innerhalb der pädagogischen Arbeit ist notwendig, um dem Kind Sicherheit zu bieten. Dieses bedeutet die gleichbleibende räumliche Struktur, sowie die innere konstante und konsequente Haltung der Mitarbeiter im Umgang mit den Kindern, den Eltern und untereinander.
Ein wesentliches Element unserer Arbeit ist die positive Verstärkung dessen, was das Kind mit in seinen Möglichkeiten zeigt bzw. anbietet, um dieses aufzugreifen und durch verbales und nonverbales Verhalten zu bestärken, zu intensivieren und zu unterstützen.
Um dem Kind Unterstützung in seiner individuellen Weiterentwicklung zu bieten, bedarf es der gezielten Motivation, um ein konkretes Ziel zu erreichen.
Durch Kenntnisse über die heutige Gesellschaft und deren Umgang mit Kindern ist es notwendig, sich immer wieder bewußt zu machen, welche Ansätze wir innerhalb unserer Arbeit anwenden. Dazu gehört insbesondere der indirekte Eingriff auf das Handeln und Tun des Kindes und somit die Steuerung seiner Verhaltensweisen durch Erwachsene. Zum anderen gehört hierzu der nondirekte Ansatz, der dem Kind die Möglichkeit zum selbständigen Handeln bietet.
Beides verwischt heutzutage immer häufiger miteinander. Gerade deshalb ist es in unserer pädagogischen Arbeit sehr wichtig, sich darüber bewußt zu sein, ob eine Steuerung stattfindet oder ob wir dem eigenen Handeln des Kindes Freiraum lassen. Kritische Reflexion der eigenen Person mit seinen Stärken und Schwächen ist unabdingbar für die pädagogische Arbeit.
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III. Bildungsauftrag in der Kindertagesstätte „Mullewapp“
3.1 Bildungsqualität ist Lebensqualität für die Welt von heute und morgen
Mit Inkrafttreten des Schleswig-Holsteiner Kindertagesstättengesetz vom 12. Dezember 1991, zuletzt geändert am 14. Dezember 2004, wurde in der Ausführung von § 4 Absatz 1 + 2 ein eigenständiger Erziehungs- und Bildungsauftrag mit dem Ziel beschlossen, allen Kindern durch differenzierte Bildungsangebote gleiche Entwicklungschancen zur Vorbereitung auf künftige Lebensanforderungen zu geben. Nach intensiven Diskussionen innerhalb des Teams in der Kita „Mullewapp“ waren wir uns dahin einig, dass die Vermittlung von Bildung im Wesentlichen drei Bereiche beinhaltet:
Hilfe beim Aufbau der eigenen Persönlichkeit (Personalisation) Hilfe beim Erlernen des Umgangs mit anderen Menschen (Sozialisation) Hilfe beim Erlernen der kulturellen Lebensweise (Enkulturation). Der damit verbundene Lern- und Erziehungsprozess geschieht durch eigenständiges Erfahren und Üben, aber auch durch die Herbeiführung gezielter Lernprozesse. Wenn es Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule gelingt, aus einem Kind eine starke und allgemein gültigen Werten verpflichtete Persönlichkeit zu machen, dann ist unserer Meinung nach der Bildungsauftrag erfüllt.
In diesem Zusammenhang betonen wir die große Bedeutung des Elternhauses als Fundament für jeden Bildungsprozess. Denn nur ein Kind, dessen körperliche und vor allem seelische Grundversorgung durch Fürsorge, Liebe und Zuneigung des Elternhauses gewährleistet ist, kann Bildungsangebote optimal aufnehmen und umsetzen.
Die Kindertagesstätte benötigt allerdings zu einer guten Umsetzung des Bildungsauftrags ebenfalls entsprechende Voraussetzungen. Sie umfassen sowohl angemessene strukturelle und personelle Bedingungen als auch die Auswahl angemessener pädagogischer Inhalte. Nur wenn alle qualitativen Grundlagen durch ein für alle Einrichtungen gültiges Konzept erfüllt sind, kann das gesamte Spektrum der Bildungsbereiche erfolgreich umgesetzt werden.
Seitens des konfessionellen Trägers und deren Kindertagesstätten ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben, dass sie das christliche Menschenbild als Grundlage ihres pädagogischen Handelns verstehen. Themen wie Religion und Ethik werden deshalb als wichtige Voraussetzung für die gesamte inhaltliche Arbeit begriffen und nicht gesondert betrachtet.
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3.2 Umsetzung des Bildungskonzeptes
Die Aneignung von Bildung ist ein aktiver ganzheitlicher Prozess. Die einzelnen Bereiche werden nicht getrennt voneinander bearbeitet. Jeder Bereich greift mindestens in einen anderen Bereich über. Es wird so gearbeitet, dass alle Bereiche überprüfbar angesprochen sind. Die gegebenen Anregungen sind exemplarisch und greifen in der Regel die bereits gängige Praxis auf. Unsere Kindertageseinrichtung konkretisiert und ergänzt sie mit Blick auf die eigenen Gegebenheiten und Möglichkeiten.
Bestimmte Bildungsbereiche können aber auch schwerpunktmäßig in die Arbeit eingebunden werden. Das heißt in einem Projekt, das sich mit Büchern befasst, werden die Schwerpunkte Sprache und Literatur sein.
Berücksichtigt werden aber auch die Bereiche:
● Kreativitätsförderung („Wir gestalten ein Buch selbst“). ● Natur- und Umwelterfahrung („Wir erfahren wie Papier hergestellt wird“). ● Naturwissenschaften und Experimente („Wir schöpfen Papier“).
Behandelt man dagegen einen Bildungsbereich völlig isoliert von allen anderen, so wird zwar dieser Bereich unter Umständen besonders intensiv ausgeschöpft, den Kindern ist es aber nicht möglich, ihn im Kontext zu den anderen wichtigen Lebensbereichen zu bewerten.
Die getrennte Darstellung der Bildungsbereiche ist jedoch sinnvoll um Transparenz zu erzielen und Verknüpfungen in der pädagogischen Arbeit deutlich zu machen. Diese Aspekte sind auch bei der Planung und Reflexion wichtig. Für Eltern und Interessierte wird die Arbeit dadurch gut nachvollziehbar.
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3.3 Bildungsbereiche
3.3.1 Spiel
Seine Bedeutung für das Lernen im Elementarbereich
Kinder erfahren durch Spiel die Welt. Das Kinderspiel verdient als Welterfahrung und eigenen Aktivität des Kindes und damit auch als Alternative zur „Medienkindheit“ - der passiven Hinnahme eiliger Bildern – heute besonderes Interesse. Das Spiel hat die gleiche pädagogische Bedeutung wie Aktivitäten unter Anleitung von erwachsenen.
Das Spiel ist die angemessene Form kindlicher Auseinandersetzung mit der Welt, es fördert das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit. Im Spiel entwickelt das Kind Körperbeherrschung, Sprache, Sozialverhalten, Selbstbewusstsein, Freude und Fantasie. Hier begreifen Kinder ihre Umwelt experimentell, lernen mit Frustation umzugehen. Entwickeln Fähigkeiten und Fertigkeiten, zeigen Eigeninitiative und können ihren Wünschen und Bedürfnissen nachspüren. Ebenso werden vergangene, gegenwärtige und zukünftige Erlebnisse verarbeitet.
Dabei hat das selbst bestimmte Spiel den entscheidenden Vorteil, dass das Kind selbst entscheidet, mit welchem Inhalt es sich in welcher Intensität befasst. So ist das Kind aus sich heraus motiviert und hat damit die besten Lernerfolge.
Voraussetzungen und Erkenntnisse
Um das Spiel mit allen seinen Lern- und Erfahrungsbereichen zu ermöglichen, müssen bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sein:
Anregend gestaltete Räume, die alle Lern- und Erfahrungsbereiche abdecken (etwa Rückzugs-, Bewegungs- und Aktionsmöglichkeiten). Die Kinder brauchen für ihr Spiel Zeit. Das heißt, dass sie ohne Druck und Hetze der selbst gewählten Tätigkeit nachgehen dürfen. Absprachen und Regeln müssen gleichwohl getroffen werden. Sie strukturieren die Spielphasen und schaffen Orientierung. Die Erkenntnis, dass Kinder durch das Spiel die Welt erfahren, ist eine wichtige Grundlage für Bildungsangebote im Vorschulalter. Kinder lernen ganzheitlich mit allen Sinnen, und durch das Spiel lassen sich Lerninhalte nachhaltig vermitteln.
Kinder lernen beim Spiel in erster Linie – Spielen. Sie üben und betreiben dies von ihrer frühesten Lebensäußerung an bis hin zur vollen Teilnahme an der Kinder- und Erwachsenenkultur. Das Spiel muss – behutsam gefördert werden. Die Frage, was Kinder im Spiel lernen, ist nur eine der möglichen Zugänge. Andere Fragen gelten dem, was sie erleben, was sie an Glück und Ängsten erfahren, was sie an Eindrücken und Problemen verarbeiten und wie sich ihnen im Spiel die Welt öffnet. Das Spiel ist prozessorientiert, das heißt: der Weg ist das Ziel.
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3.3.2 Körper, Gesundheit und Bewegung, insbesondere die Teilbereiche Wahrnehmung und Grob- und Feinmotorik
Ziel:
Kinder erschließen sich die Welt zunächst über ihre Sinne. Über Körperwahrnehmungen, die Nah- und Fernsinne und die damit verbundene emotionale Verarbeitung beginnt das Kind, die Welt in die es geboren wurde, zu strukturieren und zu begreifen.
Um sich bilden zu können, brauchen Kinder vielfältige Möglichkeiten, ihren Körper und ihre Sinne zu nutzen und sich in der Nutzung zu üben. Über körperliche Sinneserfahrungen gelingt es bereits Neugeborenen, erste Ordnung in die vielfältigen Eindrücke, die auf sie einstürmen, zu bringen. Dabei spielt vor allem Bewegung eine wichtige Rolle. Die Psychomotorik macht deutlich, wie eng Körpererfahrungen und die Entwicklung von Denkschemata zusammen hängen. Anders ausgedrückt:: „Bewegung ist eine elementare Form des Denkens“. Dabei werden Körper- und Sinneserfahrungen immer in sozialen Situationen gemacht.
Inhalte und Methoden
Bewegung / Grobmotorik
Psychomotorische Angebote in Groß- und Kleingruppen insbesondere vielfältige Bewegungslandschaften, Übungen zur Wahrnehmung etc. Wassergewöhnung / Schwimmen Nutzung des Außengeländes mit Spielgeräten und verschiedenen Fahrzeugen, z. B. Roller/Dreirad fahren, Ball- und Hüpfspiele, bauen in der Sandkiste etc. Naturerlebnisse.
Bewegung / Feinmotorik
Bastelarbeiten Malarbeiten Fädeln Perlen stecken Konstruktionsmaterial bauen Hammerspiel Fingerspiele Feinmotoriktherapie
Wahrnehmung
Taktil: Rasierschaum, Creme, Bohnenbad, Taststraße, Knete, Speisestärke Visuell. Farben, Formen, Gegenstände fixieren und verfolgen, gleiche Gegenstände zuordnen Auditiv: Hörmemory, Instrumente erkennen, Unterschiede hören, Richtungshören, unterschiedliche Lautstärken erkennen Gustatorisch: Geschmacksrichtungen erkennen – süß, sauer, salzig, bitter, Geschmacksmemory, verschiedene Konsistenzen schmecken Olfaktorisch: Geruchsmemory, verschiedene Gerüche anbieten und Unterscheiden und zuordnen Kinästhetisch: Bewegungsformen darstellen, Tierbewegungen nachahmen, Bewegungslandschaften anbieten Vestibulär: Verschiedene Schaukelformen, wippen, Fahrzeuge fahren, balancieren Emotionell: Zulassen von Gefühlen und Zärtlichkeiten, Selbstbewusstsein entwickeln, „Nein“ sagen können. Körper
Übungen zur Entwicklung
des Körperimagos (Das Körperimago eines Menschen ist die subjektive Erfahrung die er von seinem Körper gewonnen hat – das Fühlen seinen Körpers durch taktil-kinästhetische und vestibuläre Sinne), des Körperbegriffs (Der Körperbegriff eines Menschen ist das Wissen um seinen Körper) und des Körperschemas (Das Körperschema reguliert die Lage der Muskeln und Körperteile in Bezug zueinander in jedem Augenblick und ändert sich in Abhängigkeit von der Lage des Körpers. Das Gleichgewicht eines Menschen hängt von seinem Körperschema ab). Bilderbuchbetrachtungen: „Woher kommen die kleinen Kinder?“ „Wir entdecken unseren Körper.“
Gesundheit
Gesundes Frühstück als Angebot im Kiga (1-mal wöchentlich Müsli) Abwechslungsreiche Mittagsverpflegung und Nachtisch 1-mal wöchentlich gemeinsame Zubereitung von Mittag und Nachtisch, dies wird gruppenintern besprochen, gestaltet und eingekauft Tägliches Angebot von Obst und Gemüse. Hygiene
Feste Abläufe für hygienische Verrichtungen wie z. B. Hände und Mund waschen, Windeln wechseln, Toilettengang, regelmäßiges und gemeinsames Zähne putzen Individuell wird Toilettentraining durchgeführt Regelmäßiges kindgerechte Aufklärung zur Zahngesundheit und Zahnpflege vom Gesundheitsamt.
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3.3.3 Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation
Die Sprache hat eine entscheidende Bedeutung bei der Herausbildung und Stabilisierung der Identität, sie bedingt die Entwicklung der Basispersönlichkeit jedes Kindes. Sprachkompetenz ist die Grundvoraussetzung für eine soziale Integration. Weiterhin ist Sprache die Basis für das Lernen, Verstehen von Zusammenhängen und die Weiterentwicklung des eigenen Wissens und der eigenen Fähigkeiten.
Für nicht sprechende Kinder bieten wir eine nonverbale Kommunikation in Form von Gebärdensprache in Verbindung mit einem elektronischen Kommunikationsmittel (Talker) an.
Ziele: Die Ziele von Sprachförderung für Kinder in unserer Kindertagesstätte sind die Entwicklung kommunikativer und sprachlicher Kompetenzen:
sich mitteilen können hören und zuhören lernen Freude am Sprechen und Erzählen entdecken Sprachaufgaben verstehen und umsetzen können angstfrei vor einer Kindergruppe sprechen können. Inhalte: Sprache entwickelt sich durch die wechselseitige Beeinflussung von
Bewegungserfahrung Sinneserfahrung kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen. Sprache ist also keine isoliert zu fördernde Fertigkeit. Beim Spracherwerb wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt; bei der Planung eines Projektes sollen alle genannten Bereiche berücksichtigt werden. Die geplanten Projekte müssen am unmittelbaren Erfahrungsbereich der Kinder anknüpfen.
Um Informationen über den Entwicklungsstand der Kinder zu bekommen, sind systematische Beobachtungen und Dokumentationen unerlässlich. Nicht zuletzt ist auch im Hinblick auf den Spracherwerb intensive Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Eltern eine wichtige Grundlage.
Methodische Ansätze für eine gezielte Sprachförderung
Erzieherin ist Sprachvorbild für die Kinder, d. h. alltägliche Handlungen werden von ihr sprachlich begleitet und die Erzieherin achtet auf ein deutliches, einfühlsames und variationsreiches Sprechen. Die Kinder werden zum Sprechen angeregt. In jeder Gruppe arbeiten feste Bezugspersonen, da die Sprache im persönlichen Kontakt der ihnen zugewandten Bezugsperson vom Lernerfolg am effektivsten ist. Die Erzieherin hört „aktiv“ zu, d. h. Sie zeigt Neugierde auf die Mitteilung der Kinder und stellt offene Fragen. Kinder werden angeregt ihre Konflikte selber zu lösen. Eine sprachfördernde Atmosphäre durch non-verbale Kommunikation, d. h. Die Erzieherin achtet auf Mimik, Gestik, Körperhaltung, Stimmlage, Tonfall und Augenkontakt. Eine aktive Teilnahme der Kinder im Gruppenalltag z. B. im Morgenkreis; sich einander austauschen und Erlebnisse erzählen.Durchführung von Fingerspielen, Liedern, Reimen, Gedichten. Bilderbuchvorlesungen (für die Sprachentwicklung von großer Bedeutung, fördert das Sprachinteresse, den Spracherwerb, das Zuhören, die Leselust, das Lesenlernen und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Spiele zu Sprachförderung. Brettspiele zur Sprachförderung, v. a. Auch Förderung von Zeichen/Schrift. Vielfältige Anlässe für Gespräche im päd. Alltag, d. h. Raum und Zeit für Gespräche, Theaterbesuche, Theater spielen. Zusammenarbeit und Austausch mit den Logopäden. Testverfahren zur Erkennung von Legasthenie. Förderung der phonologischen Bewusstheit in einer Kleingruppe. Achtung der Erzieherin auf richtige Grammatik und Aussprache bei den Kindern. Im September bis November werden alle Regelkinder, die im nächsten Jahr eingeschult werden sollen im Bereich der phonologischen Bewusstheit mit dem BISC-Verfahren überprüft. Falls einige Kinder hierbei ein Risiko zur Legasthenieentwicklung aufweisen, wird ab Januar über ein Zeitraum von 20 Wochen das Würzburger Trainingsprogramm durchgeführt, um diesen Entwicklungsbereich speziell zu fördern.
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3.3.4 Deutsch als Zweitsprache *
Von Zweitspracherwerb sprechen Fachleute, wenn die zweite oder dritte Sprache zu einem späteren Zeitpunkt als die Muttersprache erworben wird. Dies ist häufig bei Kindern aus Migrantenfamilien der Fall, wenn sie in unsere Kindertagesstätte kommen. Dabei wird unterschieden zwischen dem
gesteuerten oder gelenkten Zweitspracherwerb und dem natürlichen oder ungesteuerten Zweitspracherwerb. Der gesteuerte Zweitspracherwerb findet in der Regel durch strukturierten Unterricht vor allem in der Schule meist in abstrakten Lernsituationen statt.
Kinder in unserer Kindertagesstätte hingegen lernen anschaulich und konkret unter Beteiligung der Sinne. In unserer Kindertagesstätte erwerben sie die Zweitsprache in alltäglichen und natürlichen Handlungssituationen – hier: Beobachtungsbogen „sismik“ (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen).
Oft erfordert die Realität in unserer Kindertagesstätte zusätzliche und intensivere Maßnahmen etwa bei Migrantenkindern, die erst ein Jahr vor Schuleintritt eine Kindertagesstätte besuchen. Wichtig ist es diese Kinder so zu fördern, dass sie in die Gemeinschaft der Kinder integriert werden und bei Schuleintritt dem Unterricht folgen können.
Durch eine Entzerrung der Rahmenbedingungen wie kleinere Gruppen lässt sich eine Basis für eine altersentsprechende Sprachförderung schaffen. Diese soll sowohl Alltagssituationen betreffen als auch spezifische Sprachförderangebote umfassen, die in Kleingruppen mit spielerischen Elementen vermittelt werden - hier: SPRINT-Programm (Sprachintensivförderung).
Inhalte und Methoden
Bewusste Herstellung von Fördersituationen im Alltag durch Gespräche beim Essen, Spielen, Spazieren gehen usw. Gezielte Sprachförderangebote zur Erweiterung der Sprachkompetenz. * Der Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ bezieht sich mit Zielen, Inhalten und Methoden auf den Bereich 3.3.3
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3.3.5 Literatur
Ziele:
Vorbereitung zur Lesekompetenz
Kinder auf Bücher neugierig machen Kindern die Freude des Vorlesens und Zuhörens vermitteln Freude am Betrachten eines Buches vermitteln Kindern aus unterschiedlichen Elternhäusern und Kulturen an das Buch heranführen Umgang mit dem Buch vermitteln Sprachförderung allgemein Eltern von der Wichtigkeit des Lesens überzeugen.
Der Umgang mit Literatur soll folgendes bewirken:
zur Entspannung und Stille führen durch die Freude am Buch die Sprachentwicklung fördern durch das Vorlesen den Kindern sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten vermitteln Förderung der Konzentration Intensivierung der Wahrnehmung Förderung des aktiven Wortschatzes Sprechsicherheit, Sprechfreude und Sprechbeteiligung fördern Zuhören lernen Erinnerungsfähigkeit trainieren Vermittlung von Wissen.
Inhalte und Methoden
Vorlesezeiten fest einplanen Bücherkiste ordern gemütliche Lesebereiche schaffen und diese immer wieder interessant gestalten Einsatz von Fingerspielen, Liedern und Reimen Zeitschriften zugänglich machen Büchertische für Eltern anbieten Einsatz von Hörspielkassetten themenbezogene Bücher einsetzen Theaterbesuche organisieren.
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3.3.6 Medien
Ziele:
Elektronische Medien haben einen großen Stellenwert in der heutigen Lebenswelt von Kindern. Bereits in der früheren Kindheit werden Medien wie Fernseher, Computer oder Kassettenrecorder genutzt, häufig ohne Beisein oder Mithilfe von Erwachsenen. Die Vermittlung von Medienkompetenz ist deshalb eine wichtige Aufgabe unserer Kindertagesstätte; dazu gehören sachbezogenes Wissen sowie die Fähigkeit und Bereitschaft zu verantwortlichem Urteilen und Entscheiden. Möglichst früh werden den Kindern Grundkenntnisse und Erfahrungen mit verschiedenen Medien vermittelt, dabei lernen sie aktiv und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.
Medienerziehung ist in der Kindertagesstätte deshalb so wichtig, damit auch die Kinder erste Erfahrungen im Umgang mit Medien machen können, die zu hause keine Gelegenheit dazu haben.
Inhalte und Methoden
Es ist wichtig an der Lebensentwicklung der Kinder anzusetzen und sie anzuregen, ihre Medienerfahrungen spielend oder verbal zum Ausdruck zu bringen. Bei besonderen Interessen, Themen oder Bedürfnissen der Kinder führen wir medienpädagogische Projekte durch:
Rollenspiele ein Hörspiel erstellen selbst gesungene Lieder auf einer CD festhalten eine Bildergeschichte schreiben und malen.
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3.3.7 Künstlerisches Gestalten, Darstellen, Musik, Theater
Ziele:
Kinder entdecken die Welt mit all ihren Sinnen. Lernen über die Sinne ist die Grundlage für alles Wissen. Durch eine sinnansprechende Umgebung wird das kindliche Empfindungsvermögen für eine kultivierte Gepflegtheit, also der Sinn für Ästhetik, gefördert. Kinder brauchen Raum und Möglichkeiten, um durch sinnliche Wahrnehmungen – also mit allen fünf Sinnen – Kreativität zu entwickeln bzw. auszuleben. Die Kinder sollen kreative Fähigkeiten entwickeln, die sie in die Lage versetzen, Aufgabenstellungen zu erkennen und auch dann zu lösen, wenn es keine vorgegebenen Lösungswege gibt. Kinder brauchen den Freiraum für spielerischen und kreativen Umgang mit Vorstellungen, Ideen und Material. Sie sollen Zugang zu sinnlichen Ausdrucksformen wie Kunst und Musik bekommen und diese als Genuss erleben.
Inhalte und Methoden
Gruppenräume gemütlich und ansprechend gestalten schön gedeckte Frühstücks- und Mittagstische Zeit zum Experimentieren Material zum Gestalten, Werkzeug (Säge, Hammer, Zange, Raspel, Feile, Bohrer), Klebe, Papier, Holz, Gips, Ton, Knete, Nägel Utensilien (Kleidung, Schminke etc.) zum Verkleiden bereit stellen Durchführung von Rollenspielen und Theateraufführungen Besuch von Theateraufführungen und deren Auswertung Bilderbuchbetrachtungen Geschichten erfinden und erzählen Singen von Liedern Tanzen zur Musik Besuch von Musikaufführungen und Konzerten Klassische Musik hören CD's und Kassetten hören (Musik und Hörspiele) Musizieren mit Instrumenten Instrumente kennen lernen und selber herstellen Gespräche über Fernsehsendungen Umgang mit PC (Spielcomputer, Notebook) Erforschen verschiedener Medien (Erstellen einer Geräuschekassette oder eines eigenen Bilderbuches, ...).
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3.3.8 Kultur, Gesellschaft und Politik
Ziele:
Den Kindern soll ein Verständnis für demokratische Grundwerte vermittelt werden. Als Grundlage dafür sind das Grundgesetz und die allgemein gültigen Menschenrechte hervor zu heben. Sie beruhen auf grundlegenden Werten wie gegenseitige Achtung, Toleranz, Gleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher Abstammung, Rasse, Sprache oder Herkunft.
Themen wie Kinderrechte, das Recht auf Bildung und das Recht auf gewaltfreie Erziehung sollen ihnen vermittelt werden.
Alle Kinder sollen deshalb die Möglichkeit haben, sich an Entscheidungen zu beteiligen und dadurch lernen, eigenständig und mitverantwortlich zu handeln.
Grundsätzlich ist der Erwachsene für das Kind als Vorbild wichtig. Werte wie Respekt und Toleranz werden am besten vermittelt, indem sie vorgelebt werden.
Kinder sollen lernen, ihre Wünsche zu äußern, aber auch Kompromisse mit anderen Kindern und Erwachsenen zu schließen. Gemeinsam mit den Kindern sollen Modelle zur Konfliktlösung erarbeitet werden.
Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Kinder in diesem Rahmen ihren Bedürfnissen nachgehen können und den Tag nach ihrem Rhythmus selbst bestimmt gestalten. Wir wollen bei den Kindern ein Bewusstsein für die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen wecken.
Die Integration von Kindern mit Förderbedarf eignet sich zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Stärken und Schwächen von Kindern“. Unser Ziel ist es, zu vermitteln: „Es ist normal, verschieden zu sein“.
Inhalte und Methoden
Regeln und Spielräume werden mit den Kindern ausgehandelt und müssen eingehalten werden alle Formen von Mitbestimmung (Kinderkonferenz, Mitgestaltung des Tagesablaufs usw.). die Kinder stimmen bei der Gestaltung des Tagesablaufs, bei der Auswahl der Projektthemen und der Gestaltung der Räume mit angeleitete Diskussionen zum Thema „Das gefällt mir, das gefällt mir nicht“ Gespräche zum Thema „Das wünsche ich mir“ Rituale zur Konfliktlösung Lieder, Spiele Bilderbücher („Kleiner Rabe“, „Kennst du Blauland“...) Besuche öffentlicher Institutionen (z. B. Rathaus, Polizei, Feuerwehr ...) Besuche öffentlicher kultureller Veranstaltungen (z. B. Kasperletheater, Zirkus, Weihnachtsmarkt ...) Spazier- und Beobachtungsgänge (Kennenlernen der näheren Umgebung, wissenswertes über den Ort, Verhalten im Straßenverkehr ...) Pflege von Traditionen, Ritualen, Festen und Feier (Kirchenbesuche, Fasching, Ostern, Weihnachten, Jubiläen, Geburtstage ...) Akzeptanz unterschiedlicher kultureller Lebenswelten (z. B. verschiedene Glaubensrichtungen, verschiedene Nationalitäten ...) Vermittlung von Werten und Normen Vermittlung von angemessenem Umweltbewusstsein (Achtung und Wertschätzung der Umwelt und Natur sowie anderer Lebewesen, Müllvermeidung, Mülltrennung ...) stark vereinfachtes Aufarbeiten aktuell-politischer Themen.
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3.3.9 Interkulturelle Pädagogik
Ziele:
Interkulturelle Erziehung ist keine sonderpädagogische Maßnahme für Migrantenkinder, sie richtet sich vielmehr an zugewanderte und deutsche Kinder zugleich.
In unserer Kindertagesstätte wird das friedliche Zusammenleben und arbeiten von Menschen mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Hintergründen vorgelebt:
Interkulturelle Erziehung bereitet darauf vor, dass Kinder unterschiedlicher Kultur zusammen leben und sich dadurch gegenseitig bereichern. Die Kinder sollen lernen, kulturelle Unterschiedlichkeiten und Widersprüchlichkeiten wahrzunehmen, auszuhalten und vereinbarte Grundregeln und Absprachen einzuhalten. Interkulturelle Erziehung hat weiterhin zum Ziel, Kinder zu einem gleichberechtigten Zusammenleben zu befähigen. Kinder unterschiedlicher Kulturen sollen lernen, Konflikte friedlich und nach akzeptierten Regeln zu bewältigen. Den Kindern soll vermittelt werden, dass die eigene Lebensweise nicht der Maßstab ist, an dem andere Lebenseinstellungen zu messen und zu bewerten sind. Es geht darum, die Kinder bei der Entwicklung von Strategien zum Leben in zwei Kulturen und somit bei ihrer Identitätsfindung zu unterstützen. Inhalte und Methoden
Interkulturelle Erziehung darf sich nicht in einzelnen Projekten erschöpfen. Sie muss fester Bestandteil des Alltags sein und umfassend die Lebenssituation aller Kinder erfassen und berücksichtigen.
Interkulturelle Elemente müssen im Alltag wahrgenommen und behandelt werden, um so interkulturelle Begegnungen zu unterstützen. Solche Begegnungen bringen Austausch, Veränderung und gegenseitige Anpassungsprozesse für alle Beteiligten mit sich.
Projekte zum Thema „Kinder aus aller Welt“, Bilderbücher zum Thema, Lieder, typische Mahlzeiten aus den Herkunftsländern der Kinder, Spielzeug aus anderen Ländern, gemeinsame deutsche und ausländische Feste (etwa das türkische Zuckerfest), Fingerspiele und Reime in verschiedenen Sprachen sind weitere Inhalte.
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3.3.10 Ethik und Religion
Ziele:
Ethik und Religion befassen sich mit Aussagen über moralische Werte und Handlungsnormen im gesamten Lebensalltag. Diese Bereiche korrespondieren mit den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Politik.
In unserer Kindertagesstätte werden auf der Grundlage demokratischer Grundwerte wichtige religiöse und gesellschaftliche Sitten und Bräuche vermittelt. Insbesondere sollen die Individualität der Geschlechter berücksichtigt und wahrgenommen werden, vor dem Hintergrund geschlechtsspezifischer Erfahrungen soll dies thematisiert werden, dazu gehören traditionelle Feste, z. B. Sankt Martin, Nikolaus, Weihnachten und Ostern. Hierbei findet Informations- und Wissensvermittlung über die Hintergründe und Zusammenhänge statt. Durch das Erkennen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten soll das Verständnis für einander wachsen.
Inhalte und Methoden
Kontinuierliche Angebote und Projekte werden auf die jeweilige Situation der Kinder und deren Umfeld zugeschnitten und ausgearbeitet. So kann individuell, kurzfristig und gezielt auf bestimmte Bedürfnisse eingegangen werden. Auch die Organisation von Kontakten zu anderen Institutionen wirkt unterstützend bei der Umsetzungsarbeit, z. B. Besuch der Katholischen Kirche.
Erzählungen, Gespräche, Bilder und Bücher vertiefen das Vorstellungsvermögen.
Sollten Kinder anderer religiöser und nationaler Herkunft betreut werden, wird auch über ihre Kultur und ihre Feste gesprochen.
In unserer kirchlichen Kindertagesstätte gehören christlich-religiöse Erfahrungen zum Alltag. Die Kinder hören biblische Geschichten, die auf vielfältige Weise erarbeitet werden, z. B.
religiöse Feste feiern (Ostern, Erntedankfest, Weihnachten etc.) Gottesdienste feiern (Schulgottesdienst, Erntedank- und Weihnachtsgottesdienst) biblische Geschichten vorlesen/erzählen und Bilder dazu betrachten/ besprechen gemeinsam Tischsprüche mit biblischen Inhalten vor den Mahlzeiten sprechen Akzeptanz unterschiedlicher Religion und Glaubensrichtung / Vielfalt der Religionen kennen (Glaube und Spirituatlität können sich unterschiedlich ausdrücken „Wie bete ich und wie du?“, der eigenen religiösen Herkunft bewusst werden, zentrale Elemente der christlichen Tradition und anderer Traditionen vereinfacht/ kindgerecht kennen lernen etc.) Besuch der Kirche (spielerisch Einrichtung/Gegenstände in der Kirche erkunden und etwas darüber erfahren, z. B. Altar, Taufbecken, Orgel etc. „Kirchenralley“) Besuch durch den Pastor einmal im Monat (in kleinen Gruppen gemeinsam singen, Bildergeschichten werden erzählt, Geschichteninhalte/Schlagwörter werden über den gesamten Körper wahrgenommen, z. B. riechen, anfassen, schmecken etc.) Rollenspiele/kleine Theaterstücke zu bestimmten religiösen Geschichten oder Festen im Kirchenjahr (z. B. Krippenspiel etc.) Bilder und Symbole spielerisch erarbeiten/veranschaulichen (z. B. grüner Kranz und rote Kerzen, Wachsen und Gedeihen, Ostersymbole, Pfingstsymbol) singen von unterschiedlichen religiösen Kinderliedern mit Instrumenten und Bewegungen. Zusammenleben in der Gruppe (Erfahrungen von gegenseitigem Respekt, von Rücksichtnahme, von Regeln und Grenzen, von Absprachen etc.) gemeinsames Philosophieren (z. B. „Die Erde ist rund „ Staunen – Fragen: „Wieso, weshalb, warum?“, Stärken von Lernkompetenzen, eigene Antworten finden; was beschäftigt/interessiert die Kinder gerade?) Gestaltung von Berufen Verkleidungskiste (Polizei, Feuerwehr, LKW-Fahrer/in etc.).
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3.3.11 Naturwissenschaften und Experimentieren/ Natur- und Umwelterfahrung
Naturwissenschaften und Experimentieren
Ziele:
Naturwissenschaft in unserer Kindertagesstätte umfasst die Begegnung und Auseinandersetzung mit der Natur, mit Tieren und Pflanzen,. Mit den Jahreszeiten, aber auch die Begegnung mit Technik und Werkzeugen. Aufgabe der Kindertagesstätte ist es, bei den Kindern ein erstes Verständnis für naturwissenschaftliche Grundlagen und Phänomene auszubilden.
Kinder bringen großen Forscherdrang und ständige Neugier mit, die der Motor kindlicher Lernprozesse sind. Ziel ist es, sie anzuregen Fragen zu stellen und durch eigene Untersuchungen und Forschungsprojekte nach Antworten zu suchen.
Inhalte und Methoden
Es ist wichtig Bedingungen und Gelegenheiten zum Experimentieren zu schaffen und den Kindern durch Erfahrungslernen, bei dem sie auch Fehler machen dürfen, Lernerfolge zu ermöglichen. Diese Methode – Learning by doing – entspricht den Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie, da Kinder im Alter bis zu sieben Jahren durch probierende Handlungen und Wiederholungen am effektivsten lernen. Was Kinder selbst mit allen Sinnen ausprobieren, behalten sie länger und besser.
Die Kinder werden zum Denken und Nachforschen angeregt. Es ist wichtig dabei, den Denkvorgang und nicht nur das Ergebnis in den Vordergrund zu stellen. Es wird erstes Wissen über naturwissenschaftliche Inhalte wie räumliches und zeitliches Denken vermittelt, Formen, Farben, Muster und Reihen werden gezeigt und erklärt. Sie können selbst Muster und Strukturen erfinden und damit experimentieren, indem sie anregendes Material zur Verfügung gestellt bekommen.
Knöpfe, Schrauben und Steine Autos, Wecker, technische Geräte in ihre Einzelteile zerlegen Forschungsinstrumente bereitstellen wie Waagen, Mikroskope, Lupen, Messinstrumente, Schläuche, Zangen, Pinzetten Gebrauch von Werkzeugen wie Hammer, Handbohrer, Säge aufgreifen der vielfältigen Möglichkeiten in der Natur, etwa zählen der Blätter eines Kleeblattes, sprechen über ihre Farbe und Form mit den Kindern die Ecken eines Gegenstandes zählen und die richtigen Begriffe für geometrische Figuren verwenden die Kinder anregen, Gegenstände nach bestimmten Kriterien zu sortieren oder nach einer bestimmten Logik hin zu legen vergleichen und messen von Gegenständen mit Schnüren oder Linealen, Verwendung von Begriffen wie mehr/weniger, größer/kleiner, gleich/viel experimentieren mit verschiedenen Erscheinungsformen, zum Beispiel von Wasser (flüssig, gefroren, dampfend) zeichnen einer Karte eines Raumes und markieren von verschiedenen Gegenständen – so lernen die Kinder Begriffe wie unter, über, zwischen kennenlernen und bestimmen von Tieren, Pflanzen, Steinen. Natur- und Umwelterfahrung
Ziele:
Es ist wichtig, dass die Kinder ihren eigenen Lebensraum und die Infrastruktur ihres Stadtteils kennen lernen. Dabei wird auch der wichtige Aspekt der Verkehrserziehung berücksichtigt.
Durch Bewegung an der frischen Lust wird das Immunsystem gestärkt und ansteckende Krankheiten tendenziell seltener übertragen. Hinzu kommt, dass keine akustische oder visuelle Reizüberflutung stattfindet.
Natur und Umwelt werden bewusst erlebt. Die Kinder lernen, in ihnen zu leben und sorgsam mit ihnen umzugehen (Umweltschutz). Zudem kann der Bewegungsdrang im Freien ungezwungener und spontaner ausgelebt werden.
Diese Art von Erleben und Erfahren bietet ein optimales ganzheitliches Lernen, das sensibel und aufnahmefähig für zukünftiges Wissen macht. Selbständigkeit und Vertrauen zu sich selbst sind wichtige Voraussetzungen für selbstbewusstes und selbstverantwortliches Lernen.
Inhalte und Methoden
Die Kinder sollen möglichst oft außerhalb der Kindertagesstätte über einen längeren Zeitraum Erfahrungen in Kleingruppen machen. Sie setzen ihre Phantasie ein, da die vorgefertigten Spielsachen durch alles, was die Natur bietet, ersetzt werden. Verhaltensauffälligkeiten können hier besser aufgefangen und kompensiert werden.
Die Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen. Diese vielseitige natürliche Anregung des Wahrnemungsvermögens fördert unter anderem die Konzentrationsfähigkeit. Viel Platz zum Spielen und Toben ermöglicht spontane und freie Bewegung, was die motorischen Fähigkeiten schult und die Grundlage für eine gute körperliche Entwicklung bietet. Außerdem finden Naturbeobachtungen statt, die im Gespräch oder beim Rollenspiel fortgesetzt werden können.
Die Umsetzung von Projekten kann naturnah geschehen, zum Beispiel beim Bau eines Nistkastens, einer Waldhütte oder dem Besuch eines Segelflugplatzes. Auch Kontakte zu anderen Institutionen (etwa vertreten durch einen Förster) unterstützen diesen Aspekt der pädagogischen Arbeit.
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IV. Kooperation und Übergänge und Dokumentation
4.1 Zusammenarbeit mit den Eltern
Um für die Kinder bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu schaffen, ist ein konstruktiver und vertrauensvoller Umgang zwischen Erzieherinnen und Eltern Voraussetzung – nur so kann der gemeinsame Erziehungs- und Bildungsauftrag erfüllt werden.
Um den Bildungsauftrag so effektiv wie möglich umsetzen zu können, ist das Einbinden der Eltern in das aktuelle Tagesgeschehen der Kindertagesstätte eine wichtige Grundlage. Bestandteile der Zusammenarbeit mit Eltern sind:
Regelmäßige Gespräche über den Entwicklungsstand des Kindes Elternabende Beratungs- und Inforamtionsgespräche Teilnahme an Ausflügen und Kreativitätsangeboten gemeinsame Planung und Durchführung von Festen. Die Eltern werden über die laufende inhaltliche Arbeit informiert und bei der Planung von Projekten einbezogen, indem sie eigene Vorstellungen einbringen und das pädagogische Personal bei der praktischen Umsetzung durch ihre jeweiligen Kompetenzen unterstützen können. Zur Beratung der Eltern gehört ebenfalls, sie über besondere Förderangebote zu informieren.
Voraussetzung für eine möglichst effektive Bildungsarbeit in unserer Kindertagesstätte ist eine gesunde Entwicklung der Kinder in seelischer und körperlicher Hinsicht.
Um Kinder bei Bedarf frühzeitig fördern zu können, sind Zusammenarbeit sowie fachlicher Austausch mit folgenden Experten und Einrichtungen wichtiger Bestandteil der Arbeit in unserer Kindertagesstätte:
Frühförderstelle Kinderärzte Logopädische Praxen Ergotherapeutische Praxen Krankengymnastische Praxen Feinmotorikpraxen Therapeuten Erziehungsberatungsstelle Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes Grundschulen Staatl. Internatsschule für Hörgeschädigte Staatl. Schule für Sehgeschädigte.
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4.2 Zusammenarbeit mit Institutionen
hier: Projektplanung hier: Kooperationsvertrag Kita „Mullewapp“ - Schule
Für ein umfassendes und vielseitiges Bildungsangebot ist die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen von Bedeutung, z. B.
Grundschule Polizei Feuerwehr Kirche Rathaus.
Ein weiterer Inhalt des Bildungskonzeptes ist das Kennenlernen der örtlichen Infrastruktur, z. B.
ortsansässige Handwerksbetriebe Geschäfte Arztpraxen. Die Kinder lernen durch diese Außenaktivitäten ihr Lebensumfeld durch unmittelbares Erleben und Erfahren kennen und verstehen. Sie werden damit gut und lebensnahe auch auf spätere Situationen und Anforderungen vorbereitet.
Projektplanung (Projekt-Titel: Unsere Stadt)
In der Qualitätsdokumentation (QM-Handbuch) unserer Einrichtung ist die Durchführung von Projekten in ihrer Gliederung festgehalten. Sie sind in der Durchführung nicht als starre Vorgabe sondern als richtungsweisend anzusehen, wegen der grundsätzlichen Einbeziehung der Kinder in Projektabläufe.
Kooperationsvertrag Kita „Mullewapp“ - Schule
Zu einer gelungenen Ausführung des Bildungsauftrags gehört eine enge Zusammenarbeit mit der zuständigen Grundschule.
Der Übergang von der Kindertagesstätte zur Schule soll für die Kinder möglichst fließend vor sich gehen. Kindertagesstätte und Schule sollen sich als gleichwertige pädagogische Partner akzeptieren und vor allen Dingen im letzten Jahr vor der Einschulung eng zusammenarbeiten.
Ab dem 1.08.2006 ist ein Kooperationsvertrag mit den ortsansässigen Grundschulen geschlossen worden.
Koopertationsvertrag zwischen Kindertagesstätten (KiTa) und Grundschulen (GS) nach dem Kindertagesstättengesetz (KiTaG) § 5 Absatz 6 mit Gültigkeit zum 1.08.2006
1. Bis zum 15.11. eines jeden Jahres laden die jeweiligen Grundschulen zu einem gemeinsamen Elternabend ein.
Themen: SPRINT (Datenschutz und Haftung) SEPP Austausch über Schulreife und Schulfähigkeit
Zu den Elternabenden werden die naheliegenden KiTa eingeladen. Die Einladungen an die Eltern werden über die KiTa mit verteilt.
2. Bis zum 15. 10. eines jeden Jahres lädt die KiTa „Mullewapp“, Sommerland 2 a, 24576 Bad Bramstedt, zu einem Gesamtelternabend ein.
Thema: „Mein Kind mit/ohne Förderbedarf kommt in die Schule“ (Info über I-Maßnahmen, sonderpädagogische Gutachten etc.)
Zu dem Elternabend werden verschiedene Schulleiter eingeladen, deren Arbeits¬- gebiet das o. g. Thema ist. Die Einladungen werden über die KiTa verteilt.
3. Bis zum 01. 11. eines jeden Jahres ist die Sprachstandfestellung des im darauf folgenden Jahr einzuschulenden Kindes durch die jeweiligen KiTa abgeschlossen und werden der zuständigen Schule bis 15.11. gemeldet.
4. Bis zum 15. 11. eines jeden Jahres sind Gespräche über die Kinder mit Verdacht auf Förderbedarf zwischen der KiTa und der zuständigen GS in Bezug auf Sprach- und Entwicklungsstand (SEPP, Sprachstand) sowie die Einleitung einer eventuellen Fördermaßnahme geführt worden.
5. Ab Januar eines jeden Jahres: Beginn der SPRINT-Maßnahme.
6. Im Frühjahr eines jeden Jahres: Besuch einer Lehrkraft in der jeweiligen KiTa in der täglichen Gruppenarbeit und ein Besuch der KiTa-Kinder in der jeweiligen GS zur Unterrichtsstunde (Mathematik oder Deutsch). Bitte rechtzeitige Terminabsprache.
7. Im Mai eines jeden Jahres sollte ein Gespräch zwischen GS, KiTa und der betreuenden Person des SPRINT-Programms stattfinden.
8. Mindestens 1-mal im Jahr: Treffen aller GS und KiTa zur fortlaufenden Workshop-Arbeit.

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V. Religionspädagogische Leitlinien
Die Kindertagesstätte hat ihren Platz im Beziehungsgeflecht der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt.
Wir verstehen uns innerhalb der Kirchengemeinde als Begegnungsort für Kinder und deren Familien.
Unsere Tagesstätte ist offen für Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen. Wir haben die Bereitschaft zum gegenseitigen Verstehen und Miteinanderleben.
In der religiösen Erziehung geht es um die Entwicklung von Wertvorstellungen, Einstellungen, Haltungen, Bereitschaften bei dem Kind. Dies geschieht durch die Vermittlung biblischer Inhalte, die ebenfalls im Rahmen der sozialen Erziehung, der musischen Erziehung, der Verkehrserziehung, der Naturerkundung mit einfließen und in Zusammenarbeit mit den Pastoren kindgerecht aufgearbeitet werden.
Bei der Verinnerlichung, solcher Einstellungen und Grundhaltungen, ist für die Kinder das Vorbild der MitarbeiterInnen von Bedeutung.
Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt beteiligt sich in der Kindertagesstätte am öffentlichen Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern mit. Mit der Taufe des Kindes hat die Kirchengemeinde das Versprechen gegeben und die Verpflichtung übernommen, die Eltern bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder partnerschaftlich zu unterstützen.
Den Auftrag, die uns anvertrauten Kinder im Sinne des christlichen Glaubens zu erziehen, sehen wir darin, ihnen ein Welt- und Menschenbild zu vermitteln, das allen Geschöpfen gilt.
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VI. Elternarbeit in der Kindertagesstätte
Wir verstehen unter Elternarbeit:
einen regelmäßigen Austausch zwischen den MitarbeiterInnen und den Erziehungsberechtigten, zwecks gemeinsamer individueller und optimaler Förderung der Kinder wir wollen voneinander und miteinander lernen eine Basis des gegenseitigen Vertrauens aufbauen Unterstützung und beratende Hilfe innerhalb der Familie anbieten.
Die Umsetzung unserer derzeitigen Elternarbeit:
Gesamtelternabende werden zu besonderen Anlässen und Themenschwerpunkten gruppenübergreifend veranstaltet, z. B. Infoabende zu Beginn des neuen Kindergartenjahres; Elternabende mit Schwerpunkten, z. B. Sexueller Mißbrauch "Was braucht mein Kind für eine gute Entwicklung"; Wahlen (Elternbeirat, ElternvertreterInnen) Gruppenabende werden durchgeführt mit Inhalten und Zielen pädagogischer Gruppenarbeit, z. B. Organisation des Gruppenalltags, Planung gemeinsamer Feste und Feiern; Weitergabe von Informationen; Bastelveranstaltungen z. B. Osterbasar, Weihnachtsgeschenke Elternbeirat Hospitationen ermöglichen Eltern einen Einblick in den Gruppenalltag. Sie können mit ihren Kindern aktiv am Gruppengeschehen teilnehmen. Tür- und Angel-Gespräche dienen ausschließlich der kurzen Informationsweitergabe Einzelgespräche können jederzeit bei Bedarf mit MitarbeiterInnen vereinbart werden. Im Gespräch soll offen über das Kind gesprochen werden, um geeignete Hilfsmöglichkeiten gemeinsam zu finden. Bastel- und Gesprächskreise entstehen aus der Initiative der MitarbeiterInnen und Eltern und werden bei Bedarf von uns begleitet.
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VIII. Fort- und Weiterbildung / Supervision
Fort- und Weiterbildung bzw. Supervision ist für die MitarbeiterInnen unserer Einrichtung notwendig, um den vielfältigen Anforderungen der pädagogischen Praxis gerecht zu werden (Kindertagesstättengesetz (KiTaGe) § 19 Abs. 1)
In einer sich ständig wandelnden Gesellschaft wollen wir unsere pädagogischen Handlungsweisen, Inhalte und Ziele immer wieder überprüfen und hinterfragen, um den Bedürfnissen der Kinder unserer Einrichtung gerecht zu werden. Das Reflektieren der eigenen Erfahrung und die Einstellungen/Beziehungen zum einzelnen Kind haben dabei eine zentrale Bedeutung.
Fort- und Weiterbildung bzw. Supervision dienen der Neubestimmung und Auseinandersetzung unseres eigenen Standortes und erweitern unsere Handlungskompetenzen mit pädagogischen Fragestellungen, die die inhaltliche Arbeit unserer Einrichtung betreffen.
Die MitarbeiterInnen sollen Gelegenheit erhalten, unterschiedliche Themen aus der beruflichen Praxis zu reflektieren und mit bewährten Handlungskonzepten aus der Supervision neue Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. In der Supervision sollen bisher erworbene Kompetenzen genutzt werden, Lösungsstrategien auf diverse Arbeitssituationen zu übertragen und anzupassen. Supervision findet einmal im Monat in der Einrichtung statt.
Veranstaltungen von Fort- und Weiterbildung können von MitarbeiterInnen jährlich, nach den geltenden Bestimmungen, in Anspruch genommen werden.
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IX. Öffentlichkeitsarbeit
Die Kindertagesstätte beteiligt sich an Gemeinschaftsveranstaltungen der Träger, der Lebenshilfe e. V. und der Ev.-Luth. Kirchengemeinde, um sich einem breiten Kreis der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die Kindertagesstätte hält Kontakt zu den örtlichen Medien. Presserechtliche Aussagen werden nur von dem/der LeiterIn nach Rücksprache mit den Trägern gegeben.
Im Rahmen ihrer zeitlichen Verfügbarkeit bietet die Tagesstätte Eltern-Kind-Gruppen die Möglichkeit des gemeinsamen Treffens und des Spielens. Diese Gruppen sind altersgemischt von 0 - 4 Jahren. Sie sind durch die Lebenshilfe e. V. organisiert und versichert.
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