Nachrichten

10-jähriges Bestehen der Kita Schatzkiste
Eingestellt am: 16.02.2011

mehr...

alle anzeigen

Spendenprojekte

Förderverein Kirchenmusik

mehr...

alle anzeigen

Spaziergang durch Nordelbien:

Nordelbien Webring

Mitglieder im Webring

Konzeption der Kindertageseinrichtung Schlüskamp

Inhaltsverzeichnis:

  1. Vorwort  
  2. Die Ev.-Luth. Kindertageseinrichtung Schlüskamp
  3. Leitgedanke 
  4. Unser christliches Menschenbild 
  5. Kirchlicher und gesetzlicher Auftrag
  6. Die Rolle der Fachkraft  
  7. Die Bildungsbereiche  
     7.1. Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation
     7.2. Mathematik, Naturwissenschaft und Technik
     7.3. Ethik, Religion und Philosophie   
     7.4. Musisch-ästhetische Bildung und Medien
     7.5. Körper, Gesundheit und Bewegung
     7.6. Kultur, Politik und Gesellschaft 
  8. Die Querschnittsdimensionen von Bildung
     8.1. Partizipation
     8.2. Integration
     8.3. Genderbewusstsein
     8.4. Lebensweltorientierung
     8.5. Nachhaltigkeit
     8.6. Interkulturalität 
     8.7. Lernkompetenzen der Kinde
  9. Familienarbeit 
10. Beobachtung und Dokumentation
11. Aufnahme neuer Kinder
12. Das letzte Jahr in der Kindertageseinrichtung
13. Die Kindertageseinrichtung in der Kirchengemeinde
14. Zusammenarbeit mit der Schule
15. Zusammenarbeit mit Anderen 
16. Zusammenarbeit im Team 


------------

1. Vorwort

Wir freuen uns, die Konzeption der Kindertagesstätte Schlüskamp vorlegen zu können. Die Konzeption ist  auf der Grundlage des Leitbildes für die Kindertagesstättenarbeit im Kirchenkreis Neumünster erstellt worden. Es hat zum Ziel, die Arbeit der Einrichtung für Eltern, Erziehungsberechtigte und den örtlichen Träger der Jugendhilfe transparent zu machen. Die Konzeption ist im Kirchenvorstand beraten und verabschiedet worden. Die Kirchengemeinde dankt ihren MitarbeiterInnen für die umfangreiche und sorgfältige Arbeit bei der Erstellung dieser Konzeption.

Immer deutlicher ist in den vergangenen Jahren die Bedeutung der Kindertagesstätten für die Entwicklung der Kinder ins öffentliche Bewusstsein getreten. Wir sind herausgefordert pädagogisch angemessen auf die veränderte Lebenswelt der Kinder zu reagieren. Den Kindern gehört die Zukunft. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, ihnen den gebührenden Platz zu geben. Die Kindertagesstättenarbeit mit nun mehr 8 Einrichtungen nimmt einen zentralen Platz im Engagement unserer Gemeinde ein. Jede Kindertagesstätte hat ihr eigenes Profil, ihre eigene Konzeption, in der die MitarbeiterInnen darlegen, wie sie methodisch und didaktisch arbeiten, um den Kindern den Weg in die Zukunft zu ebnen. Dabei wird festgelegt, wie der im KiTaG festgeschriebene Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag konkret im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird.

Die Kindertagesstätte Schlüskamp besteht seit dem 15. Mai 1914.

Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht das Wohl des Kindes und die Förderung seiner Persönlichkeit und seiner Fähigkeiten. Die Konzeption beschreibt das breite pädagogische Angebot von Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten, durch die die sozialen, emotionalen, geistigen, sprachlichen und körperlichen Fähigkeiten der Kinder spielerisch gefördert und entwickelt werden. Der ganzheitliche Ansatz in einer Atmosphäre des Vertrauens soll den Kindern einen Rahmen bieten, sich selbst und andere wahrzunehmen, zu verstehen und zu bejahen und Zuversicht für die Zukunft zu gewinnen. Dazu gehört die Partizipation der Kinder an der Gestaltung des Zusammenlebens in der Einrichtung.

Persönliche Wertschätzung, gegenseitige Unterstützung, auch das Aushalten von Konflikten und die Einübung von Lösungsmöglichkeiten gehören zum Erfahrungsraum der Kinder.

Grundlage dieses Wirkens ist die Wahrnehmung der Taufverantwortung. Mit der Taufe des Kindes hat die Kirchengemeinde das Versprechen gegeben und die Verpflichtung übernommen, die Eltern bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder partnerschaftlich zu unterstützen. Wir arbeiten auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes. Dabei verstehen wir unsere Einrichtungen als Begegnungsort für Kinder und deren Familien, unabhängig von ihrer religiösen Orientierung. Wir sind offen für Kinder aller Nationalitäten, Religionen und christlichen Konfessionen. Wir möchten durch Offenheit, Toleranz und partnerschaftlichen Umgang das Zusammenleben fördern.

Eine Konzeption lebt davon, dass sie im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird, dass sie mit Leben erfüllt wird und durch das Gespräch und die Erfahrungen verändert und erweitert wird. Wir wünschen, dass diese Konzeption für alle an der Kita-Arbeit Beteiligten die Basis für gute Gespräche und Zusammenarbeit bildet.  

Bernd Hofmann, Pastor
(Kindergartenbeauftragter)

------------

2. Die Ev.-Luth. Kindertageseinrichtung Schlüskamp

Die Kindertageseinrichtung Schlüskamp ist die erste und älteste Einrichtung für Kinder in Bad Bramstedt. Sie wurde am 15. Mai 1914 unter der Trägerschaft der Ev.-Luth. Kirchengemeinde gegründet. Die Kindertageseinrichtung liegt an einer Einbahnstraße im Ortskern der Stadt. Sie ist integriert in das älteste Gemeindehaus der Kirchengemeinde, das sich hinter der Kirche befindet.
In unserer Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsarbeit sind uns drei Pädagogen besonders wichtig. Es sind 1. Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“(Selbständigkeit), 2. Friedrich Fröbel „Die Welt wird im Spiel erfahren, und das Innere des Kindes wird ebenfalls im Spiel dargestellt.“(freies Spiel) und
3. Janusz Korczak „Wenn ich mich mit einem Kind beschäftige, habe ich zwei Empfindungen: Zuneigung für das, was es heute ist und Achtung vor dem, was es werden kann.“(Rechte der Kinder).
Unsere pädagogische Arbeit wird durch diese drei Pädagogen, die Situation des einzelnen Kindes mit seinen alters- und entwicklungsgemäßen Bedürfnissen, den Vorgaben des Ministeriums für Bildung und darüber hinaus durch die Jahreszeiten und die kirchlichen Feste geprägt.

Lage:       
Die Räume des Kindergartens ...                  ... und der Spielplatz

------------ 

3. Leitgedanke

Unser Erziehungsverhalten beruht auf einer christlichen Grundhaltung. Die alte Berufsbezeichnung „Kindergärtnerin“ umschreibt vergleichsweise sehr schön, dass Kinder wie Pflanzen wachsen und wir sie wie Gärtnerinnen beobachten, ihnen zur rechten Zeit geben, was sie brauchen und dort, wo Wildwuchs ist, unterstützend eingreifen. Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse an Boden, Wasser, Dünger und Zeit. Ob jetzt ein Kind mehr Zuwendung braucht oder weniger, mehr Zeit für die Entwicklungsschritte oder weniger, ist keine Frage von besser oder schlechter, sondern eine Frage an unsere professionelle, verantwortliche Begleitung jedes einzelnen Kindes.
Eine professionelle Erzieherin hat eine abgeschlossene Ausbildung. Wir identifizieren uns mit unserem Beruf als vorschulische Fachkraft, sind kontinuierlich lernende, denken gründlich und kritisch nach und setzen uns für Kinder, Familien und unsere Berufsgruppe ein. Unsere Professionalität zeigt sich in der Fähigkeit, uns selbst – unseren Körper, unseren Kopf und unser Herz – offen zu halten für die Einmaligkeit eines jeden Kindes.


------------

4. Unser christliches Menschenbild

Die Kraft und die Zuversicht für unsere Arbeit schöpfen wir aus der Ehrlichkeit, Akzeptanz, Aufrichtigkeit und Toleranz im Umgang miteinander.
Wir haben unser christliches Menschenbild reflektiert. Wir haben uns an der Entwicklung des Rahmenkonzept für Bildung und des Leitbildes für evangelische Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Neumünster beteiligt. In unserer Arbeit legen wir für die Kinder das Fundament für verantwortliches und kritisches Handeln in Kirche und Gesellschaft.

  • Jedes Kind ist einmalig und von Gott gewollt.
  • Wir gestalten Alltagsprozesse im christlichen Glauben.
  • Wir begegnen anderen mit Achtung, Wertschätzung, Zugewandtheit und Interesse.
  • Wir sind Vorbilder bei der Vermittlung christlicher Werte, wie z. B. Wertschätzung, Akzeptanz, vorbehaltlose Annahme.
  • Wir gehen verlässliche Bindungen ein.

Die Jünger kamen zu Jesus und fragten ihn: „Herr, wer ist der Größte im Himmelreich?“ Da rief Jesus ein Kind, stellte es vor sie hin und sagte: „Im Gottesreich ist der Größte, wer so klein sein kann wie dieses Kind. Und wer in meinem Namen so ein Kind aufnimmt, der nimmt mich auf.“
                                                                                                  Matthäus18 1.2.4.5

------------

5. Kirchlicher und gesetzlicher Auftrag

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt stellt mit der Kindertageseinrichtung die Kinder in die Mitte ihrer theologischen Arbeit. Sie macht dies aufgrund ihres Auftrages, die Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen in Wort und Tat weiterzugeben.
Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind als pädagogische Fachkräfte im Auftrag der Kirche  beschäftigt. Unsere Arbeit unterliegt dem Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflegestellen des Landes Schleswig-Holstein und ist durch Verordnungen und Richtlinien geregelt.

  • Die Verfassung der Nordelbischen Kirche, 
  • Dem Sozialgesetzbuch VIII der Bundesrepublik Deutschland und seine Erweiterung (KICK ),
  • Dem Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG),
  • Dem Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit der Hygieneverordnung,
  • Den Richtlinien der Unfallkasse des Landes Schleswig-Holstein,
  • Der Kindertagesstättensatzung und der Gebührensatzung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt.

 

------------

6. Die Rolle der Fachkraft

Damit Kinder sich forschend mit der Welt auseinander setzen, brauchen sie Erzieher, die selbst forschen. Nur wer selbst anstehende Probleme löst, sich selbst Fragen stellt und staunen kann, kann Kinder in ihren Bildungsprozessen kompetent begleiten. Durch professionellen Einsatz bereiten wir das Umfeld für die Kinder entwicklungsfördernd.

Wir

  • sind Kindern zugewandt.
  • sind Partner der Kinder.
  • sind präsent, wir geben den Kindern so wenig Hilfe wie möglich – so viel Hilfe wie nötig.
  • fördern Kinder durch Angebote und gestalten eine Umgebung, die Kindern Bildungsprozesse ermöglicht.
  • hören Kindern zu, lassen sie ausreden und treten mit ihnen in einen Dialog.
  • begleiten Kinder, damit sie eigene Lösungswege finden.
  • ermutigen Kinder, mutig und selbstständig zu sein.
  • lassen Kinder eigene Erfahrungen machen.
  • beobachten Kinder.
  • verfügen über Wissen von Kindesentwicklung.
  • sind selbst forschende Pädagoginnen und  sehen uns als Spiel- und Aktionsbegleiter.
  • besuchen regelmäßig Fortbildungen, lesen Fachliteratur und nutzen Impulse und Erkenntnisse für unsere Arbeit.
  • sind kreativ im beruflichen Alltag und können diesen fachkompetent gestalten.
  • haben unseren Standpunkt im Glauben und unser christliches Menschenbild reflektiert.
  • pflegen einen regelmäßigen Austausch im Team.
  • machen Qualitätsentwicklung nach dem Nordelbischen Merkmalekatalog und evaluieren sie in einem fortlaufenden Prozess unserer Arbeit.
  • arbeiten vernetzt im Kirchenkreis mit Fachberatung, Leitungs-arbeitsgemeinschaften und in Qualitätszirkeln und entwickeln uns auch dadurch weiter.

 

------------

7. Die Bildungsbereiche

Bildung beginnt mit der Geburt. Von Anfang an setzen sich Kinder aktiv und neugierig mit der Welt auseinander und entwickeln nach und nach ihr Verständnis von Zusammenhängen. Mit fortlaufendem Alter erweitern, differenzieren und erneuern sie ihr Bild von der Welt.
„Aneignung von Welt ist eine Aktivität der Kinder, die niemand für sie übernehmen kann“ (Laewen/Andres 2002). Bildung ist damit vor allem Selbstbildung.
Damit sich Kinder bilden können, brauchen sie eine verlässliche Basis, für deren Bereitstellung Erwachsene verantwortlich sind. Dazu gehören insbesondere sichere Bindungen zu Erwachsenen sowie ein Leben, das nicht von existenzieller Not durch Armut und Gewalt geprägt ist. Bindungspersonen finden die Kinder in der Regel zunächst in der Familie. Mit Eintritt in die Kindertageseinrichtung kommen andere Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher als weitere Bindungspersonen hinzu.
Kindertageseinrichtungen sind Bildungsinstitutionen, denen die Kinder außerhalb der Familie zuerst begegnen. Wir unterstützen Kinder darin, Zutrauen in eigene Lernfähigkeiten zu entwickeln sowie Lern- und Problemkompetenzen zu erwerben.
Im pädagogischen Alltag sind die einzelnen Bildungsbereiche nicht immer eindeutig abzugrenzen, Lebendigkeit lässt sich nicht in Kästchen fassen. Um aber die vielschichtige Bildungsarbeit der Kindertageseinrichtung durchschaubar zu machen, haben wir die einzelnen Bildungsbereiche aufgeschlüsselt.



------

7.1. Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation

Sprache ist für Kinder ein wichtiger Zugang zur Welt. Sie lernen Sprache durch Kommunikation. Um ihre sprachlichen Kompetenzen zu erweitern, erhalten die Kinder  Gelegenheiten und Anregungen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wir

  • sind selber Sprachvorbilder.
  • hören den Kindern zu und lassen sie ausreden.
  • nutzen Sprachanlässe wie Lieder, Reime, Kreisspiele und Fingerspiele zur Erweiterung des Wortschatzes.
  • experimentieren mit fremden Sprachen.
  • bieten einen Morgenkreis.
  • haben Gesprächsregeln.
  • animieren Kinder,  zusammenhängende Geschichten zu Bildern zu erzählen.
  • visualisieren Buchstaben und Zahlen für Kinder.
  • lesen regelmäßig Bücher, Kurzgeschichten und Bilderbücher vor.
  • erzählen Märchen und selbst ausgedachte Geschichten.
  • sichern die phonologische  Bewusstheit.

 (Phonologische Bewusstsein: die Fähigkeit, die einzelnen Bestandteile unserer Sprache, z.B. Wörter, Silben und vor allem Laute im Wortverbund zu erfassen.)

 
„Komm zu meinem Geburtstag“

------

7.2. Mathematik, Naturwissenschaft und Technik

Mathematische und naturwissenschaftliche Phänomene gehören zum Alltag von Kindern, auch in der Kindertageseinrichtung. Wir bereiten für die Kinder die Umgebung vor, gestalten Angebote und Projekte, die den Kindern die Möglichkeit für neue Erfahrungen und Experimente mit naturwissenschaftlichen Phänomenen bieten. Wir lassen den Kindern Zeit und Raum, um Dinge zu probieren und Fehler zu machen. Dort, wo es nötig ist, unterstützen wir sie individuell.

Wir

  • zählen im Alltag.
  • haben Alltags- und Spielmaterial, das zum Zählen anregt und Formen und Farben erfahrbar macht.
  • bieten Alltagsmaterialien, die Kindern Volumen- und Größenverhältnisse sowie Mengen verdeutlichen.
  • experimentieren mit Elementen.
  • säen, gärtnern, ernten.
  • bauen Elektrogeräte auseinander.
  • nutzen Magnete und machen unsere Erfahrungen damit.
  • visualisieren Zahlen und Buchstaben.
  • sortieren den Müll im Gruppenraum.
  • haben Angebote zum Messen und Wiegen.


------

7.3. Ethik, Religion und Philosophie

Kinder beschäftigen sich früh mit den Sinn-Fragen. Sie fragen nach dem Woher und Wohin, nach Gut und Böse, nach dem Sinn, dem Ziel und dem Grund des eigenen Lebens und des Lebens überhaupt. Sie stellen religiöse und philosophische Fragen. Wir haben durch eigenes Leben erfahren, was Glaube ist und laden Kinder dazu ein,  akzeptieren aber ihre Weltsicht.

Wir

  • gestalten Alltagsprozesse im christlichen Glauben.
  • führen Gespräche über Gott und die Welt.
  • laden Kinder zu Fantasie- und Traumreisen ein.
  • haben eine Traumhöhle, in die die Kinder sich zurückziehen können.
  • pflegen mit den Kindern Rituale, z. B. durch eine Kerze.
  • lesen Geschichten und Bilderbücher.
  • begegnen allen mit Achtung und Respekt.
  • singen christliche Lieder.
  • beten.
  • gehen in die Kirche.
  • philosophieren mit den Kindern.

Religiöse Erziehung in der Kindertageseinrichtung ist kein gesonderter Bereich, sondern wird in alle Bereiche des pädagogischen Handelns einbezogen.
Wiederkehrende kirchliche Feste werden als Haltepunkte im Alltag der Kindertageseinrichtung genutzt.

„Ist Gott in echt oder in denk?“

------

7.4. Musisch-ästhetische Bildung und Medien

Wir unterstützen Kinder, ihre Wahrnehmungen auszudrücken. Mit musisch-ästhetischen Ausdrucksformen machen Kinder ihre Gedanken, Gefühle und Interpretationen in der Auseinandersetzung mit der Welt sichtbar.

Wir fördern die Kinder in ihren Ausdrucksformen durch:

  • Klang- und Rhythmikinstrumente, sie stehen den Kindern aber auch zur freien Verfügung, um Klangeigenschaften zu erforschen,
  • regelmäßige Tanz -und Bewegungseinheiten,
  • Anspannung und Entspannung, die wir im Alltag anbieten,
  • Nutzung von  CD- Abspielgeräten,
  • Bildbetrachtungen von Werken verschiedener Künstler,
  • miteinander singen,
  • Rollenspiele,
  • verschiedene Materialien und Werkzeuge, die wir zur Verfügung stellen,
  • bewusst machen im Umgang mit Medien und Fernsehgewohnheiten.


------

7.5. Körper, Gesundheit und Bewegung

Kinder erschließen sich ihre Welt zunächst über die Sinne, die Nah- und Fernsinne. Durch  die damit verbundene emotionale Verarbeitung beginnt das Kind, die Welt, in die es geboren wurde, zu strukturieren und zu begreifen. Wir bieten vielfältige Anregungen für Bewegung und Sinneserfahrungen.

  • Durch gezielte Angebote schaffen wir Möglichkeiten für Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen.
  • Wir vermitteln Grundsätze von Körper- und Zahnpflege.
  • Vom Gesundheitsamt bekommen wir regelmäßig Besuch.
  • Beim mitgebrachten Frühstück der Kinder achten wir auf die Vermeidung von Süßigkeiten.
  • Wir bieten den Kindern Selter, Milch und Tee an.
  • Wir essen mit den Kindern und thematisieren Essgewohnheiten und –formen.
  • Im Saal und auf dem Außengelände können die Kinder sich selbstbestimmt bewegen.
  • Auf unserem Außengelände üben sich die Kinder in Körperwahrnehmung und Körperbeherrschung.
  • Gezielte Bewegungsangebote im Saal mit und ohne Musik fördern das Körpergefühl der Kinder.
  • Wir haben in unseren Gruppenräumen verschiedene Raumebenen.
  • Das Inventar und die Materialien können variabel genutzt werden.
  • Spiegel, Kaleidoskope und Lupen erweitern die Sehgewohnheiten.
  • Wir bieten unterschiedliche Materialien an, um sensomotorische Erfahrungen zu ermöglichen.
  • Wir sind selbst aktiv und machen mit.
  • Ein Teil des Raumes ist so gestaltet, dass Ruhe möglich ist.
  • Wir bieten Musik, Geschichten und Fantasiereisen an.
  • Es gibt ein freies Frühstück von 7.30 – 10.00 Uhr.

 

        
------

7.6. Kultur, Politik und Gesellschaft

In unserer Kindertageseinrichtung unterstützen wir Kinder, mit sich und der Gesellschaft zurecht zu kommen. Wir befähigen sie dazu, die Gesellschaft mit zu gestalten. Wir sind nicht allein auf der Welt, sondern leben mit anderen zusammen. Politische Bildung und Erziehung finden – ob gewollt oder ungewollt – durch Leben von Demokratie statt. Was immer wir Erwachsene tun, wie wir Kindern begegnen, was wir von ihnen erwarten oder ihnen vorleben, sie verwerten es. Aber wir wissen nie, auf welche Weise das geschieht; ob sie sich mit uns identifizieren oder sich von uns abgrenzen, unsere Angebote verwerfen oder sich ganz anders orientieren.

Durch unser verantwortungsbewusstes Vorleben

  • erleben Kinder, wie mit Konflikten zwischen einzelnen Kindern und in der Gruppe umgegangen wird.
  • erfahren die Kinder, wie man etwas aushandelt.
  • übernehmen Kinder Verantwortung.
  • mischen sich Kinder ein.
  • lernen die Kinder, Interessen anderer zu berücksichtigen.
  • lernen die Kinder, sich achtsam zu streiten.
  • lernen die Kinder,  es auszuhalten, wenn ihre Interessen nicht umgesetzt werden.
  • lernen die Kinder,  Kompromisse zu suchen.
  • erfahren die Kinder Partizipation, welche ein wichtiges Moment politischer Bildung ist.
  • übernehmen die Kinder Verantwortung für einen Raum, für die Fische, für die Blumen, für ein neues Kind.


------------

8. Die Querschnittsdimensionen von Bildung

Partizipation, Integration, Genderbewusstsein, Lebensweltorientierung, Nachhaltigkeit und Interkulturalität sind als Querschnittsdimensionen in allen Bildungsbereichen gleichermaßen von Bedeutung.

------

8.1. Partizipation

Partizipation heißt Beteiligung und bedeutet, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.
Wir gewährleisten den Kindern ein Recht auf Mitgestaltung. Die Entscheidungsräume der Kinder werden bewusst erweitert, Kindern wird selbstständiges Handeln zugetraut.

  • Kinder entscheiden, welchen Tätigkeiten sie nachgehen, in welchen Räumen sie sich aufhalten wollen, mit wem sie spielen wollen.
  • Kinder sind an der Planung der Innen- und Außenraumgestaltung beteiligt.
  • Wir gestalten Feste, Projekte und Ausflüge mit den Kindern gemeinsam.
  • Regeln wie z. B.:  „In den Gruppenräumen dürfen keine schmutzigen Straßenschuhe getragen werden“, werden mit uns und den Kindern ausgehandelt und von allen eingehalten.
  • Wir beobachten Konflikte unter den Kindern und greifen nicht vorschnell ein.
  • Konfliktlösungsbemühungen von Kindern haben Vorrang.
  • Wir lassen Streit zu, lassen sie aber nicht allein.
  • Wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung von Streitkompetenzen.
  • Wir sind Vorbilder.
  • Wir hören den Kindern zu, Kinder hören anderen zu.
  • Die Meinung der Kinder ist wichtig, sie zählt.
  • Probleme werden angesprochen.
  • Andere Meinungen werden akzeptiert.
  • Kinder geben Ideen und Anregungen.
  • Die Kinder lernen, Entscheidungen zu treffen und sich zu einigen durch Systeme, die auch Erwachsene verwenden, z. B. Punktesystem, Fotos u.a.

------

8.2. Integration

Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind wie alle Kinder darauf angewiesen, dass sie ihre eigenen Bildungswege gehen können und dabei entsprechend ihrer individuellen Situation Unterstützung und Begleitung erfahren. Wir schaffen diesen verhaltensoriginellen Kindern gute Bedingungen für Bildungszugänge.

  • Wir gestalten die Umgebung ihren Bedürfnissen entsprechend.
  • Wir sehen jeden Menschen als einzigartig an und gehen auf Schwierigkeiten mit sensibler Reaktion ein.
  • Wir erkennen Bedürfnisse von Kindern und schaffen Möglichkeiten für die Befriedigung.
  • Wir nehmen Partei für diese Kinder.
  • Kinder mit integrativem Mehrbedarf sind uns willkommen, wir organisieren die nötige Förderung.
  • Wir respektieren Kinder mit Beeinträchtigungen und achten ihre Würde – so wie wir es gegenüber allen Kindern in der Einrichtung tun.
  • Wir stehen im Austausch mit Eltern und Fachdiensten (Therapeuten, Ärzte, Ämter).


------

8.3. Genderbewusstsein

In Kindertageseinrichtungen begegnen sich immer Mädchen und Jungen, Frauen und Männer mit individuellen geschlechtsspezifischen Erfahrungen. Uns Fachkräften ist bewusst, dass sich das Rollenbild von Männern und Frauen in einem stetigen Wandel befindet.

Wir

  • beobachten, wie sich Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Themen und Anforderungen auseinandersetzen.
  • thematisieren geschlechtsspezifische Fragen mit Jungen und Mädchen und auch mit Müttern und Vätern.
  • reflektieren und erweitern ihre eigenen Vorstellungen von Frauen- und Männerrollen.
  • bieten Spielmaterial für das Ausleben und Ausprobieren der unterschiedlichen Geschlechterrollen.
  • übertragen Verantwortung gleichermaßen an Jungen und Mädchen.

 


------

8.4. Lebensweltorientierung

Wir thematisieren die Lebenswelt der Kinder, begreifen sie als Lernfeld und beziehen sie in alle Belange der Kinder mit ein, indem wir die Umgebung bewusst machen.

  • Wir machen Ausflüge in die nähere Umgebung.
  • Wir besuchen verschiedene öffentliche Einrichtungen, wie die Feuerwehr, die Schule, die Polizei, den Bäcker, Altenheime usw.
  • Wir gehen mit den Kindern einkaufen.
  • Wir machen durch Gespräche und Besuche die Familiensituation bewusst und erfahren die Wohnsituation der Kinder.
  • Wir nutzen die AKN (Eisenbahn) und Busse für Ausflüge.
  • Wir besuchen Spielplätze in der näheren Umgebung.
  • Wir gehen in den Wald.
  • Wir besuchen einmal im Monat unsere Maria-Magdalenen Kirche, um einen kleinen Gottesdienst zu feiern.
  • Wir gestalten gemeinsame Familiengottesdienste.
  • Wir präsentieren uns durch Aushang von selbst gemalten Bildern oder durch Fotos in Schaufenstern von Geschäften, Firmen, im Gemeindebrief, in der Tageszeitung und im Internet.


------

8.5. Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet die Bewusstmachung der Konsequenzen des eigenen Handelns in sozialen, ökologischen, kulturellen und ökonomischen Bereich. Wir berücksichtigen und entwickeln die Eigenverantwortlichkeit in unserer Arbeit und thematisieren sie mit den Kindern.

  • Müll wird vermieden und getrennt.
  • Mit der Natur gehen wir achtsam um.
  • Tiere werden geachtet.
  • Wir sind selbst ein gutes Vorbild.
  • Mit uns selbst gehen wir achtsam um, ernähren uns gesund.
  • Mit Ressourcen (Wasser, Gas) gehen wir achtsam um.
  • Es gibt Eine-Welt-Projekte, z. B. werden Druckerpatronen gesammelt.
  • Getränke werden im Mehrweg-System angeboten.
  • Die Milch kommt aus der unmittelbaren Umgebung.
  • Zu den Themen werden passende Projekte angeboten (z. B. „Energie erleben“ (S.O.F.) ).
  • Wir gehen regelmäßig ins Freie.
  • Für unsere Ausflüge nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel.


------

8.6. Interkulturalität

In unserer Einrichtung werden Kinder unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft aufgenommen. Wir nehmen die kulturellen Erfahrungen und Lebensbedingungen aller Kinder und ihrer Familien ernst, achten sie und beziehen sie in unsere pädagogische Arbeit mit ein, um den Kindern Chancen zu bieten, ihre kulturellen Erfahrungen wahrzunehmen und zu erweitern. Sie entdecken ihre eigene Identität und lernen tolerantes Verhalten.

  • Die unterschiedlichen Aspekte erleben wir nicht als Trennung sondern als Bereicherung.
  • Wir sind offen und an neuen Aspekten interessiert, bewahren aber unseren eigenen Glauben und unsere eigene Identität.
  • Zu Festen gibt es bei uns Speisen aus aller Welt.
  • Wir singen Lieder mehrsprachig.
  • Wir haben zweisprachige Bilderbücher.
  • Wir ermutigen Kinder, von ihren Familienkulturen zu erzählen und andere Kinder daran teilhaben zu lassen (Lieder, Rituale, Speisevorschriften, Feste).
  • Wir laden ein, mit zu feiern.
  • Jedes Kind legt zusammen mit seinen Eltern für sich fest, wie weit es sich einbringen möchte.
  • Wir akzeptieren die Gebetshaltung anderer Glaubensrichtungen.
  • Wir haben eigenes Wissen um andere Kulturen.


------

8.7. Lernkompetenzen des Kindes

Kinder entwickeln lernmethodische Kompetenzen, wenn sie die Welt fragend entdecken und nach eigenen Antworten suchen. Wir akzeptieren individuelle Lernwege und sind nicht vorschnell mit Lösungen bei der Hand.

Kinder:

  • brauchen Kinder und Erwachsene, zu denen sie Bindungen aufbauen können. Dadurch lernen sie sich selbst, sich als Partner und sich in der Gruppe kennen und können so ihre Identität finden.
  • werden als Person wertgeschätzt und als Individuum gesehen.
  • sind alle Individuen und jeder hat seinen eigenen Zugang zur Welt.
  • können durch Erfolgserlebnisse ihr Selbstwertgefühl stärken.
  • werden ermutigt, selbstbestimmt zu handeln.
  • können  vielfältige Erfahrungen mit Techniken und Materialien machen.
  • im täglichen Miteinander in einer altersgemischten Gruppe lernen, in Beziehung zu anderen Kindern und Erwachsenen zu treten.
  • sind Forscher, Künstler, Konstrukteure.


------------

9. Familienarbeit

Die familiären Strukturen , d.h. die Familienformen und Erziehungsmuster, haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Früher verstand man unter dem Begriff „Familie“ Vater, Mutter, Kinder. Was versteht man heute darunter?
Was ist eine Familie?
Mindestens zwei Menschen aus zwei verschiedenen Generationen sind eine Familie. Die Familie, die Kindertageseinrichtung und das Umfeld bilden die Lebenswelt der Kinder. Die Familie und die Kindertageseinrichtung begleiten und unterstützen gemeinsam die ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Daher ist ein intensiver, gegenseitiger und regelmäßiger Kontakt erforderlich.
Es ist uns wichtig, Mütter und Väter gleichermaßen in ihrer Elternrolle zu stärken.

  • Wir feiern gemeinsame Feste und Gottesdienste.
  • Wir gestalten Elternabende in der Gruppe, der Einrichtung und auch mit anderen Kindertageseinrichtungen gemeinsam nach Themen mit und ohne Referenten.
  • Wir führen Gespräche zwischen Tür und Angel (Türhalterung).
  • Wir führen Elterngespräche über die Entwicklung des Kindes.
  • Bindungspersonen können am Vormittag hospitieren.
  • Wir haben Bastelvormittage für Eltern.
  • Wir besuchen Kinder mit der Gruppe zu Hause.
  • Wir informieren über kindertageseinrichtungsrelevante Themen, Gesetze und aktuelle Geschehnisse.
  • Wir beraten Eltern nach unseren Möglichkeiten in Erziehungs- und Lebensfragen.
  • Wir vermitteln Angebote für Familien (Kirche, Familienbildungsstätte, Vereine).
  • Wir fragen nach religiöser Entwicklung des Kindes.
  • Wir begrüßen die Familien in einem Gottesdienst, wenn die Kinder in die Einrichtung aufgenommen werden.
  • Wir verabschieden die Kinder und Familien, wenn die Kinder die Einrichtung verlassen.
  • Wir wählen jedes Jahr Elternvertreter in den Gruppen.
  • Gewählte Elternvertreter sind im Beirat gemäß KiTaG Schleswig-Holstein §18, dort gibt es eine Beiratsordnung gemäß den Vorgaben der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

„Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.“
                                                                                Aurelius Augustinus

------------

10. Beobachtung und Dokumentation

Darunter verstehen wir bewusstes, zielgerichtetes, schriftliches Festhalten von Entwicklung.

  • Jedes Kind hat einen sogenannten Entwicklungsordner.
  • Wir verstehen Beobachtung als Beachten, Fragen nach Meinungen, Sichtweisen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder, um diese besser zu verstehen.
  • Wir wissen um kindliche Entwicklung, Entwicklungsverzögerungen und Störungen.
  • Wir achten das individuelle Entwicklungstempo des Kindes.
  • Wir beobachten nach fachlich anerkannten Beobachtungsbögen, z. B. Kuno Beller.
  • Wir unterstützen Entwicklungsprozesse bei einzelnen Kindern und Gruppen.
  • Wir beobachten und dokumentieren, welche Interessen und Themen  das Kind hat, wie  die Sprachentwicklung verläuft, wie  es sich im Umgang mit Fremden verhält.

Wir sorgen für gezielte Angebote und Materialien. Wir sind selbst Forscherinnen und gestalten die Welt des Kindes wie auch unsere eigene Umwelt entsprechend.


------------

11. Aufnahme neuer Kinder

Alle neuen Kinder und Eltern werden in einem Einführungsgottesdienst begrüßt.

  • In einem Aufnahmegespräch werden den Eltern Struktur und Inhalte der Kindertageseinrichtung erläutert.
  • Wir haben einen Informationsabend für alle neuen Eltern vor den Sommerferien, dort werden die Mitarbeiter vorgestellt und Infos über Abläufe gegeben.
  • Über die Eingewöhnung des Kindes werden Absprachen mit Erziehern und Bezugspersonen getroffen.
  • Jedes Kind erhält ein Fach mit seinem Namen und Erkennungsschild.
  • Die Kinder bringen Fotos von sich und ihrer Familie mit, die in ihrem Entwicklungsordner ihren neuen Platz finden.


------------

12. Das letzte Jahr in der Kindertageseinrichtung

Ein bunter Alltag in unserer Einrichtung ist die beste Vorbereitung auf die Schule und das Leben. Wir sorgen dafür, dass die Kinder Bedingungen finden, die ihnen Raum zum Spielen, zum Experimentieren, zum Forschen und zum Entwickeln eigener kreativer Ideen lassen.
Für die Kinder der Kindertageseinrichtung, die zur Schule kommen, halten wir differenzierte  Angebote mit besonderem Schwerpunkt bereit:

  • wir arbeiten gruppenübergreifend.
  • wir bieten Aktionen, Aktivitäten und Projekte an.
  • wir geben den Kindern Materialien, die sie besonders herausfordern, z. B. Kartenspiele, Schach, Mühle.
  • wir feiern ein Abschiedsfest und einen Abschiedsgottesdienst.
  • wir gestalten ein Abschiedsgeschenk, Ordner, Erinnerungsbuch.
  • wir machen besondere Sprachförderung - Phonologie , Wuppi.
  • die Kompetenzen der Kinder werden dokumentiert.
  • Kindertageseinrichtung und Schule besuchen sich wechselseitig.
  • wir lernen das Umfeld kennen.

  
------------

13. Die Kindertageseinrichtung in der Kirchengemeinde

Wir sehen unsere Arbeit in unserer Kindertageseinrichtung im Zentrum des Gemeindelebens.

  • Die Kirche ist Träger dieser Kindertageseinrichtung.
  • Ein Pastor nimmt  am Arbeitskreis der Leiterinnen und an Dienstbesprechungen teil.
  • Die Kindertageseinrichtung ist am Gemeindefest, am Gemeindebazar und an anderen Aktivitäten beteiligt.
  • Die Kirchengemeinde Bad Bramstedt und damit auch die Kindertageseinrichtung Schlüskamp gehören dem Kirchenkreis Neumünster an.
  • Der Träger ist Mitglied im Verband evangelischer Kindertageseinrichtungen.
  • Der Kirchenvorstand sorgt für Arbeitsbedingungen und finanzielle Mittel.
  • Die Mitarbeiter/innen werden vom Pastor seelsorgerisch begleitet.
  • Das Außengelände ist am Nachmittag und am Wochenende für Kinder aus der Nachbarschaft geöffnet.
  • Wir nutzen andere öffentliche Spielplätze und die Büchereien für unsere Arbeit.
  • Die Leitung vertritt die Anliegen der Kinder, der Eltern und des Personals im Kirchenvorstand.
  • Im Beirat der Kindertageseinrichtung, vertreten durch Eltern, Mitarbeiter, Stadtvertreter und Vertreter des Kirchenvorstandes, werden die Belange der Einrichtung beraten und dem Kirchenvorstand zur Entscheidung vorgelegt.


------------

14. Zusammenarbeit mit der Schule

Die Bad Bramstedter Kindertageseinrichtungen und die Grundschulen haben vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Richtlinien auf Initiative der Kindertageseinrichtungen einen Arbeitskreis gegründet, der sich regelmäßig zu Workshops trifft. Es besteht ein Kooperationsvertrag zwischen den Kindertageseinrichtungen und den Grundschulen hier am Ort, der gesetzlich verankert ist.

  • Wir geben den Grundschulen mündliche und schriftliche Informationen zum Entwicklungsstand der Kinder, sofern die Eltern damit einverstanden sind.
  • Zu Elternabenden in Bezug auf einzuschulende Kinder im Frühjahr eines jeden Jahres lädt die Schule ein.
  • Auf diesen Elternabenden werden Informationen über SEPP  und SPRINT  gegeben.
  • Es werden gegenseitige Besuche mit und ohne Kinder gemacht.


------------

15. Zusammenarbeit mit Anderen

Das Team versteht sich als Interessengruppe, die eine gemeinsame Meinung vertritt, für Kinder und Familien und setzt sich in kirchlichen Gremien und im Gemeinwesen für deren Belange ein.

  • Unsere Leitung arbeitet in der Leitungsarbeitsgemeinschaft des Kirchenkreises Neumünster mit.
  • Es finden regelmäßige Treffen, auch trägerübergreifend, statt.
  • Wir sind an den regelmäßigen Dienstbesprechungen der Kirchengemeinde beteiligt.
  • Für unsere Kindertageseinrichtung gibt es einen Beirat, laut Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflegestellen des Landes Schleswig-Holstein.
  • Wir arbeiten mit der Fachberatung des Kirchenkreises organisatorisch und inhaltlich zusammen.
  • Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen der Kindertageseinrichtung und den Verantwortlichen von haupt- und ehrenamtlichen Gruppen im Umfeld (Gemeindeausschuss).
  • Wir interessieren andere Institutionen für unsere Arbeit und beziehen sie mit ein, wie z.B. Feuerwehr, Polizei, Altenheime und Bäcker.
  • Wir dokumentieren unsere Arbeit in der örtlichen Presse und im Gemeindebrief der Kirchengemeinde.
  • Wir beteiligen uns an öffentlichen Veranstaltungen der kirchlichen Träger und der Kommune, z. B. Weltkindertag.
  • Wir arbeiten vernetzt in verschiedenen Gremien innerhalb Bad Bramstedts, wie z.B. Schule/Kindertageseinrichtung und Bürgermeister.


------------

16. Zusammenarbeit im Team

Alle Mitarbeiter in unserer Einrichtung sind auf gegenseitige  Unterstützung, Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch angewiesen, damit wir den Anforderungen unserer Konzeption gerecht werden können. Die Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte wird gruppenübergreifend organisiert. Das „Experten-Können“ einzelner Kolleginnen wird für alle Kinder und Erwachsene zur Verfügung gestellt und optimal eingesetzt.
Um für unsere Arbeit neue Impulse zu bekommen, unser Wissen zu erweitern und zu vertiefen, besuchen wir regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen. Fortbildung geschieht aber nicht nur durch Seminare, sondern auch durch regelmäßiges Lesen von Fachbüchern und Fachzeitschriften. Wir treffen uns regelmäßig vor bzw. nach der Öffnungszeit der Einrichtung zu Teambesprechungen.

In den Teambesprechungen

  • stellen wir Jahrespläne, Monatspläne und Wochenpläne auf.
  • planen wir Projekte, Elternabende und Feste.
  • sprechen wir über pädagogische Methoden und organisieren Abläufe.
  • teilen wir uns Ergebnisse von Fortbildungen mit.
  • besprechen wir Beobachtungen und Entwicklungsverläufe von Kindern.
  • beraten wir uns gegenseitig kollegial.

In Teambesprechungen wurde die vorliegende Konzeption gemeinsam und mit Begleitung der Fachberatung entwickelt und getragen. Die Konzeption ist für alle pädagogischen Mitarbeiter der Kindertageseinrichtung Schlüskamp und für alle Eltern, die sich für diese Einrichtung entschieden haben, verbindlich.